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Wochenbrief

Vier Reihen im März

Komplexe Klänge und Inhalte, vertiefte Themen und allgemeine Verunsicherung. Im März finden an der Gessnerallee vier unterschiedliche Reihen statt. Wochenbrief #71

Team Gessnerallee, 4. März 2026

Liebe Besucher*innen der Gessnerallee, liebe Künstler*innen

Letzte Woche feierte «Collapse in 5 Acts: There Is Porn of It» von Simone Aughterlony erfolgreich Premiere und geht dann auf Tournee. Neben Produktionen, Gastspielen und Showings, die künstlerische Arbeiten vorstellen, hat die Gessnerallee regelmässige Reihen im Programm. Hier haben wir zusammen mit Künstler*innen, Redaktionen, Initiativen die Möglichkeit, vertieft Themen zu behandeln, ein Setting vielfältig zu bespielen oder den Blick auf immer wieder neue Inhalte zu werfen. 

Im März haben Sie die Möglichkeit, gleich vier unserer Reihen neu zu entdecken oder weiterzuverfolgen:

Heute Abend, 4. März, geht es mit CORRECTIV.Schweiz in den «Monatsthemen» um die internationale Vernetzung von Rechtsextremen.

Am Mittwoch, 25. März, diskutieren Mitglieder der artasfoundation bei «Art in Conflict» mit Macher*innen über Konzepte von sozial engagierter Kunst.

Copyright: Anna Denisova

Bei der vierten und letzten Edition der Klang-Forschungs-Reihe «OPEN STUDIO» (26.–28. März), die seit nunmehr drei Monaten in der Südbühne zu Gast ist, entwickelt der Choreograf, Performer und Klangkünstler Fazil On Yu eine klangnarrative Performance, die Stimmen und Geschichten Schwarzer Menschen in der Schweiz und Europa hörbar macht.

Copyright: Khasim Ndiwalana

Und last, but not least kehrt das erfolgreiche Talkformat mit Party «Die Neue Unsicherheit – Disco Edition» (27. März, 23. Mai, 19. Juni) von Fatima Moumouni zurück in die Gessnerallee. Gesprächsmomente, die nachdenklich, selbstkritisch und unbedingt unsouverän sein dürfen, werden hier auf die Bühne gebracht – und Gäst*innen und Moderatorin werden gleichermassen verunsichert. Und im Anschluss wird getanzt.

Endlich geht’s weiter: Fatima Moumouni setzt ihre Gesprächsreihe «Die Neue Unsicherheit – Disco Edition» fort. Copyright: Muriel Florence

Jetzt zum wöchentlichen Überblick über Programmpunkte, Zeitungsartikel, Neuigkeiten und alles, was wir mit Ihnen teilen wollen.

Programm der Woche

4. März, 19.30 Uhr

«Verdeckt unter Rechtsextremen» von CORRECTIV.Schweiz

Die momentan bekannteste rechtsextreme Organisation aus der Schweiz, die Junge Tat, lädt zwei AfD-Abgeordnete nach Kloten ein, um über «Remigration» zu sprechen. Ein Team von Journalist*innen aus Deutschland und der Schweiz wollte erfahren, was dort passiert. Doch wie kommen sie an diese Informationen? Erfahren Sie bei dieser Ausgabe der Gesprächsreihe «Monatsthemen», wie die Journalist*innen vorgegangen sind und was es für verdeckte Recherchen braucht. Mehr Informationen

4. bis 7. März, jeweils 20 Uhr, Helferei

«Movements» von Monika Truong + Accomplices

Anhand der Leben dreier kultureller Pionier*innen und international angesehener Aktivist*innen erforscht, feiert und hinterfragt «Movements» gesellschaftliche Veränderungen in ihrer ganzen Komplexität – in einem Abend feierlicher und nachdenklicher «Shout-outs». Die Musikerin Zainab J Lascandri, Wegbereiterin der weiblichen Rap-Szene in Zürich, und die feministische Künstlerin und Aktivistin Salma Said, die Teil der ägyptischen Revolution 2011 war, werden von Performer*in Steven Schoch begleitet, dessen/deren Geschichte eng mit Queer- und Apartheid-Kämpfen in Südafrika verbunden ist. Mehr Informationen

8. März, 17 Uhr 

«KörperArchiv(e) in Resonanz – Ein erster Einblick» vom Kollektiv dance me to the end

Im Jahr 2026 setzt das Kollektiv dance me to the end einen Schwerpunkt auf die Erforschung ihrer KörperArchiv(e) und setzt diese bewusst in Beziehung mit der Geschichte des Theaterhauses Gessnerallee. In ihrer Recherche verweben sie individuelle biografische Bezüge zur Institution mit der Geschichte des Hauses und seiner Protagonist*innen seit den 80er-Jahren. Daraus entsteht während des Showings im Nordflügel mittels thematischer Bewegungsrecherchen und Improvisationen ein Resonanzraum, der sich auf physisches Wissen, räumliche Erinnerung und dokumentarische Spuren stützt. Mehr Informationen

Zeitung

Die neue Ausgabe unserer Zeitung ist in der Druckerei. Sie erscheint am 10. März. 

Zurückschauen lohnt sich auch, hier unsere Highlights der letzten Edition.

Vorbilder geben Orientierung, inspirieren und machen Mut. In der neuen Ausgabe unserer Zeitung stehen Persönlichkeiten im Zentrum, deren Geschichten und Arbeiten Vorbildcharakter haben – und die von grossen Gefühlen, grossen Ängsten und der Möglichkeit erzählen, die ganze Welt zu meinen. Anstoss dazu gibt auch der «Gedanke zu Theater» von Laura Leupi, in dem der Wunsch nach genau diesen Erfahrungen formuliert wird.

Die Künstler*innen Phil Hayes, Susanne Abelein und Tina Mantel sprachen mit der Journalistin Aleksandra Hiltmann über das Älterwerden in der Freien Szene: über Sichtbarkeit, neue Herausforderungen und über Freiheiten, die mit der Zeit entstehen.

Marah Rikli ging der Frage nach, wie eine Zukunft aussehen kann, in der Menschen mit Behinderungen selbstverständlich Entscheidungspositionen einnehmen, und sprach dazu mit Inga Laas, Nina Mühlemann und Noa Winter. 

Die Journalistin Giulia Bernardi traf die Musikerin Rita Roof und erzählt von einem künstlerischen Weg, der im Hintergrund begann und schliesslich in eine Solokarriere führte. 

Alle Zeitungsausgaben im Überblick finden Sie auf unserer Website.

Ausserdem

Migros-Kulturprozent disframe und Claire Cunningham Projects veranstalten vom 22. Bis 24. April 2026 das Micro-Lab «Spaces of Care and Companionship». Sie suchen 2-3 behinderte Künstler*innen aus allen Regionen der Schweiz, die am Lab teilnehmen möchten. Neben erfahrenen Künstler*innen mit Behinderungen wollen sie auch Newcomer ansprechen und einladen. Mehr Informationen

Schweizer Kulturschaffenden und -veranstalter*innen sind am 23./24. April 2026 eingeladen, an einem speziell gestalteten Workshop mit Saphir Ben Dakon (Migros-Kulturprozent disframe) und Nadja Dias (Claire Cunningham Projects) teilzunehmen. Der Workshop konzentriert sich auf anti-ableistische und behinderungssensible Ansätze, die von Menschen mit Behinderungen entwickelt wurden, sowie auf die Unterstützung von Künstlerpersonen und die Gestaltung von Produktionspraktiken. Mehr Informationen

Wir wünschen Ihnen eine gute zweite Wochenhälfte. 

Das Team der Gessnerallee

Copyright: Hannah Gottschalk

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