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Folge 10, März 2026

«Die Neue Unsicherheit – Love Edition»
Fatima Moumouni mit David Zabel und @Bundaskanzlerin

Mit Karaoke und Comedy im Anschluss
GesprächParty

Das Gesprächsexperiment zu einem «Safer Space für Unsicherheit» – diesmal zu den Themen «Loving white people» und «Mit Rechten reden».

  • Fr. 27.03.20:00 – 22:00

    Stall6

    Wenige Restkarten an der Abendkasse

Das Experiment zu einem «Safer Space für Unsicherheit» der Zürcher Künstlerin Fatima Moumouni. Copyright: Muriel Florence Rieben

«Die Neue Unsicherheit» ist ein Experiment für einen «Safer Space für Unsicherheit». Gemeinsam mit ihren Gäst*innen sucht die Zürcher Künstlerin Fatima Moumouni in dieser Reihe nach Gesprächsmomenten, die ehrlich, nachdenklich, selbstkritisch und unbedingt unsouverän sein dürfen. Nicht die perfekte Position steht im Zentrum, sondern die Bereitschaft, sich irritieren zu lassen, Widersprüche auszuhalten und öffentlich gemeinsam zu denken. 

Denn gerade in progressiven Diskursen gibt es – nahezu per Definition – noch viel zum Weiterdenken, abseits des jämmerlich reaktionären «WAS DARF MAN DENN HEUTE ÜBERHAUPT NOCH SAGEN!?», in dem die gesellschaftliche Aushandlung um Sprache, Identitätspolitik und Gleichstellung oft gefangen ist.

Für die laufende Love Edition richtet sich der Blick auf die Liebe: als Gefühl, als Praxis, als politische Kraft, Motor für Veränderung und als Projektionsfläche für Cringe und Kitsch.

Die Themen dieser Ausgabe: «Loving white people» und «Mit Rechten reden»
Was bedeutet es in einer weissen Gesellschaft aufzuwachsen? Und was bedeutet es, als migrantisierte, rassifizierte Person von weissen Menschen umgeben zu sein? Was heisst es, weisse Menschen zu lieben – im familiären, freundschaftlichen und romantischen Sinn? Und dann geht es um das ewige Thema «Mit Rechten reden»: Wie viel Liebe braucht antirassistischer Diskurs, mit wem müssen wir reden und wo setzen wir Grenzen?

In dieser Ausgabe zu Gast: David Zabel
David Zabel ist in den 1990er Jahren in Ostdeutschland, in den von rechter Gewalt geprägten «Baseballschläger-Jahren» aufgewachsen. Er ist Kulturvermittler, Bildungsinnovator und Afrofuturismus-Forscher. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Bildung und gesellschaftlichem Wandel. Als Beiratsmitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. und Vorsitzender des Kulturbeirats der Stadt Kassel setzt er sich für kulturelle Teilhabe und eine stärkere Sichtbarkeit marginalisierter Perspektiven ein. Zudem engagiert er sich bei Roots Against Racism in Sports e.V., wo er Bildungs- und Empowermentformate entwickelt, die sich mit Rassismus im Sport auseinandersetzen und neue Perspektiven auf Sportkultur eröffnen.

Inhaltlich beschäftigt sich David seit vielen Jahren mit Afrofuturismus und den Zukunftsentwürfen Schwarzer Science-Fiction-Autor*innen wie Octavia E. Butler oder Nnedi Okorafor. Er versteht Afrofuturismus als Werkzeug, um neue gesellschaftliche Vorstellungen zu entwickeln und Räume für Imagination, Empowerment und Dialog zu schaffen. Mit Lecture Performances wie «Ihr Erstkontakt mit postkolonialen Ausserirdischen» und «Copagand» bringt er diese Themen in Kultur- und Bildungsinstitutionen ein und verbindet popkulturelle Analyse mit politischer Bildungsarbeit. Seine Formate laden dazu ein, vertraute Bilder und Narrative kritisch zu hinterfragen und neue Perspektiven auf Gesellschaft, Macht und Zukunft zu entwickeln.

Comedyset und Karaokeparty «The Blackest White Hits of History»

Nach dem Gespräch folgt ein Auftritt der Künstlerin und Stand-up-Comedian Naya de Souza, auch bekannt als @Bundaskanzlerin. Die Memequeen, die sich in ihrer Kunst auch mit Whiteness und Cis-Heteronormativität auseinandersetzt, gibt ein kurzes Comedyset zum Besten und moderiert dann die Afterparty: Eine Karaokesession mit den «The Blackest White Hits of History».

Mehr Informationen dazu

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache

  • Stufenloser Zugang

  • Sprachen: Gespräch in deutscher Lautsprache, Comedy und Moderation der Karaoke in englischer Lautsprache 

  • Dauer und Ablauf: 2-stündiges Gespräch (inklusive 15 Minuten Pause nach spätestens 60 Minuten); nach dem Gespräch circa 20 Minuten Umbaupause gefolgt von Comedy (15-20 Minuten) und Karaoke (1 Stunde)

  • Sensorische Reize: laute Musik und bunte Lichtwechsel im Karaoketeil

  • Publikum: Die Teilnahme an der Karaoke ist freiwillig.

  • Fatima Moumouni, 1992 geboren, ist Spoken Word Poetin, Moderatorin und Kolumnistin und lebt in Zürich. Seit 2011 ist sie auf diversen Bühnen im deutschsprachigen Raum unterwegs. Auch international war sie in den letzten Jahren mit ihren Texten eingeladen, zuletzt beim Projekt «Poesìa Intercontinental» in Havanna, beim «Slam Nacional» in Mexiko City und beim «Writers Festival» in Singapur, sowie im Rahmen des Projekts «FLIPAS» in Madrid.

    Nebst Soloauftritten tritt sie zusammen mit Laurin Buser im Duo auf. Derzeit touren die beiden mit ihrer Spoken-Word-Show «COLD». Die beiden wurden für ihr gemeinsames Abendprogramm «GOLD» 2021 mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet. 2023 bekam sie die Kulturelle Auszeichnung in der Kategorie Tanz/Theater der Stadt Zürich. Und von 2026 - 2027 erhält sie die zweijährige Konzeptförderung der Stadt Zürich.

    Sie schrieb an folgenden Theaterstücken:

    • Last Night a DJ took my life, Schauspielhaus Zürich, Regie Joana Tischkau (2024)

    • Leyla. Fragmente, Staatstheater Hannover, Regie Miriam Ibrahim, Uraufführung 16. Februar 2024

    • Ich chan es Zündhölzli azünde, Schauspielhaus Zürich, Ko-Autorenschaft mit Laurin Buser, Regie: Suna Gürler (2023)

    • BULLESTRESS, Schauspielhaus Zürich, Ko-Autorenschaft mit Laurin Buser, Regie: Suna Gürler (2022)

    • Der Räuber Hotzenplotz, Theater Basel,Ko-Autorenschaft Adaption mit Laurin Buser, Regie: Jörg Pohl und Antú Romero Nunes (2020)


    Von 2015 - 2020 gab sie Rassismus-Sensibilisierungsworkshops mit Fokus auf Sprache. Als Impulsgeberin zu den Themen Diskriminierung und Rassismus ist sie in den letzten zehn Jahren öffentlich in unterschiedlichen Formaten aufgetreten, darunter auch im TV ( SRF Arena 2020, SRF Sternstunde Religion, SRF Literaturclub). In den letzten Jahren hat sie zudem vermehrt in Museumskontexten gearbeitet und Poetryvideos/-Audios zur Vermittlung für Ausstellungen produziert (für die Fondation Beyeler, das Bernische Historische Museum, zuletzt für die Ausstellung «Kolonial. Globale Verflechtungen der Schweiz» im Landesmuseum Zürich). Sie ist Teil des Kollektivs «Das Wandbild Muss Weg», das den Wettbewerb der Stadt Bern um das rassistische Wandbild in der Primarschule Wylergut gewann und die Ausstellung «Widerstände. Vom Umgang mit Rassismus in Bern» im Bernisch Historischen Museum kuratierte.

  • Stadt Zürich Kultur

David Zabel spricht mit Fatima Moumouni über die Themen «Loving white people» und «Mit Rechten reden». Copyright: David Zabel

Eindrücke aus früheren Ausgaben der Gesprächsreihe «Die Neue Unsicherheit – Disco Edition» an der Gessnerallee. Copyright: Anna Maysuk

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