Direkt zum Inhalt

Reihe: Monatsthemen

«Verdeckt unter Rechtsextremen»
CORRECTIV.Schweiz

Gespräch

Eine Gesprächsreihe der Gessnerallee in Kooperation mit verschiedenen Redaktionen: Einmal im Monat wählt eine Redaktion ein journalistisches Schwerpunktthema aus und diskutiert es live mit dem Publikum. Diesmal geht es um die internationale Vernetzung von Rechtsextremen.

  • Mi. 04.03.19:30 – 21:00

    Stall6

Die Gessnerallee präsentiert in Kooperation mit verschiedenen Redaktionen jeweils ein journalistisches Schwerpunktthema. Copyright: Bodara GmbH

Die momentan bekannteste rechtsextreme Organisation aus der Schweiz, die Junge Tat, lädt zwei AfD-Abgeordnete nach Kloten ein, um über «Remigration» zu sprechen. Ein Team von Journalist*innen aus Deutschland und der Schweiz wollte erfahren, was dort passiert. Doch wie kommen sie an diese Informationen?

Sie entscheiden sich, verdeckt vor Ort zu sein. Ein Reporter von CORRECTIV nahm verdeckt am Treffen teil. Auf dem Parkplatz vor der Veranstaltung fotografierte das Recherchekollektiv Recherche Nord die Teilnehmenden. CORRECTIV.Schweiz und die Republik werteten daraufhin die verdeckten Aufnahmen aus. Sie zeigen: Dabei waren Neonazis aus dem Umfeld von Blood & Honour, einer Gruppe, die in Deutschland seit über 20 Jahren verboten ist. Zwei Personen davon standen kurz davor in Zürich vor Gericht, weil sie ein Nazi-Konzert veranstaltet haben sollen. Die Recherche zeigt, dass die Junge Tat engere Verbindungen zu Neonazis pflegt, als sie in der Öffentlichkeit zugeben und wie sich Rechtsextreme über Landesgrenzen hinweg vernetzen.

Erfahren Sie an diesem Abend, wie die Journalist*innen vorgegangen sind und was es für verdeckte Recherchen braucht. Ausserdem werden künstlerische szenische Impulse Journalismus und Kunst näher zusammenbringen.

Informationen zu den Gastgeber*innen

CORRECTIV.Schweiz ist ein gemeinnütziges Recherchezentrum. Gemeinsam mit der Bevölkerung recherchieren sie und stärken damit die Demokratie. Dabei nutzen sie innovative Wege und Methoden, etwa den von ihnen entwickelten CrowdNewsroom. Ausserdem vernetzen sie lokal arbeitende Journalist*innen und decken alleine oder gemeinsam mit Partner*innen gesellschaftliche Missstände auf.

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache

  • 90-minütige Veranstaltung ohne Pause

  • In deutscher Lautsprache

  • Stufenloser Zugang

  • Einmal pro Monat wählt eine Redaktion ein journalistisches Schwerpunktthema aus und teilt es live mit den Besucher*innen vor Ort. Die Gesprächsreihe der Gessnerallee findet jeweils in Kooperation mit unterschiedlichen Redaktionen statt. Inspiriert wurden die «Monatsthemen» von der sehr geschätzten Reihe «Kosmopolitics», die im ehemaligen Kosmos stattfand.

  • CORRECTIV.Schweiz ist ein gemeinnütziges Recherchezentrum. Gemeinsam mit der Bevölkerung recherchieren sie und stärken damit die Demokratie. Dabei nutzen sie innovative Wege und Methoden, etwa den von ihnen entwickelten CrowdNewsroom. Ausserdem vernetzen sie lokal arbeitende Journalist*innen und decken alleine oder gemeinsam mit Partner*innen gesellschaftliche Missstände auf.

    Die Republik ist ein digitales Magazin für Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur, das seit Januar 2018 herausgegeben wird. Es ist finanziert von seinen Leser*innen und täglich werden ein bis drei Beiträge publiziert.

    WAV ist ein zwölfköpfiges Recherchekollektiv aus Zürich. Sie sind seit 2021 Recherchepartner*innen für Journalist*innen und Redaktionen, die Zivilgesellschaft und den Non-Profit-Sektor. Ihre Recherchen hinterfragen kritisch und öffnen die Türen der Sitzungszimmer und Board-Rooms, wo im Stillen Entscheidungen fallen, die alle betreffen. Sie schaffen Transparenz – damit die Verantwortlichen nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten gemessen werden.

    Tsüri.ch wurde 2015 von Simon Jacoby zusammen mit einer Gruppe junger Journalist*innen gegründet, mit dem Ziel unabhängigen Lokaljournalismus zu machen. Ein Stadtmagazin, das immer kritisch, am Puls der Stadt und transparent ist. Jährlich organisieren sie Fokusmonate zu Themen wie Wohnen, Sucht oder Mobilität. Inhalte dieser Themenschwerpunkte sind Podiumsdiskussionen, Stadtspaziergänge oder Workshops.

    REFLEKT wurde 2019vals das erste unabhängige und gemeinnützige Recherche-Team der Schweiz gegründet. Seither realisiert ein kleines, schlagkräftiges Team grosse Recherchen mit grosser Wirkung. Um Missstände aufzudecken und Transparenz zu fördern, konzentrieren sie sich auf mehrmonatige, investigative Recherche-Projekte, die klassische Redaktionen immer seltener stemmen können. Indem sie ihre Arbeit attraktiv aufbereiten und über verschiedene Kanäle publizieren, machen sie ihre Arbeiten einem grösstmöglichen Publikum zugänglich. So fördern sie Qualität im Journalismus, erhöhen die Informiertheit der Bevölkerung und tragen zur Medienvielfalt sowie zu einer funktionierenden Demokratie bei.

Mehr Veranstaltungen

Zur Programmübersicht