Direkt zum Inhalt

OPEN STUDIO – Ein kollaboratives Theaterlabor für Inszenierung mit Klang

«Until They Hear Black Voices»
Fazil On Yu

PerformanceMusik

Eine Einladung zum Zuhören – vier Gruppen von Künstler*innen erforschen im OPEN STUDIO von Dimitri de Perrot, wie sich Klang inszenieren lässt und teilen ihre Suche nach neuen Theaterformen in öffentlichen Aufführungen.

  • Do. 26.03. 20:00

    Premiere mit anschliessendem Apéro

    Südbühne

  • Fr. 27.03. 18:00

    Mit Nachgespräch

    Südbühne

  • Sa. 28.03. 18:00

    Südbühne

  • Sa. 28.03. 20:00

    Südbühne

Für OPEN STUDIO entwickelt Fazil On Yu eine klangnarrative Performance, die Stimmen und Geschichten Schwarzer Menschen in der Schweiz und Europa hörbar macht. Copyright: Khasim Ndiwalana

Im OPEN STUDIO forschen Künstler*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammen mit dem Klangkünstler, Regisseur und Bühnenbildner Dimitri de Perrot an Inszenierungen mit Klang als zentralem Gestaltungsmittel. Sie entwickeln Ideen, Perspektiven und künstlerische Haltungen: Wie lässt sich mit Klang denken, gestalten, erzählen?

Im Mittelpunkt von Fazil On Yus Arbeit steht das Hören: Erfahrungen von Ausgrenzung, Unsichtbarkeit und die Suche nach Orientierung in einem Raum, der ihm oft kein Echo bietet. Mit «Until They Hear Black Voices» entwickelt On Yu eine klangnarrative Performance, die Stimmen und Geschichten Schwarzer Menschen in der Schweiz und Europa hörbar macht – eine Erzählung von komplexen Kämpfen, Verlust und Identität.

Ausgangspunkt sind Audioaufnahmen, Interviews, Gedichte und eigene Musikstücke, die er in Zürich gesammelt und produziert hat. In OPEN STUDIO werden sie zu einem Resonanzraum verwoben: Fragmente, die nicht nur dokumentieren, sondern eine neue Form des Erzählens suchen – zwischen Installation und Performance, zwischen Klang und Körper.

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache 

  • Stufenloser Zugang

  • Alter: Empfohlen ab 16 Jahren

  • Publikumssituation: Es gibt keine Sitzgelegenheiten; bei Barrierfreiheiheitsbedarf stehen jedoch Stühle und (reservierungspflichtige) Sitzsäcke zur Verfügung.

  • Sprache: In englischer Lautsprache

  • Sensorische Reize: Relativ dunkler Raum

  • Inhaltshinweise: Thematisierung von Rassismus und Ausgrenzung. In der Arbeit werden dokumentarische Tonaufnahmen verwendet, die teilweise rassistische Äusserungen enthalten. 

Der Klangkünstler Dimitri de Perrot forscht seit über zehn Jahren mit seinen Kreationen an der Schnittstelle von Klang, Raum und Inszenierung. OPEN STUDIO ist als Projekt eine konsequente Weiterentwicklung dieser Praxis – und ein künstlerischer Akt des Teilens. Hier lädt de Perrot andere Künstler*innen ein, in ihrer eigenen Sprache und Ästhetik den Möglichkeiten klangbasierter Erzählformen nachzugehen. 

Die Themen reichen dabei von transnationaler Distanz (RRRRRR Collective) über den Verlust einer Freundin (Papst/Glanzmann) bis zu Erfahrungen Schwarzer Menschen in Europa (Fazil On Yu) und der Unsichtbarkeit marginalisierter Identitäten (Zainab J Lascandri). Alle Projekte gehen von biografischen Fragmenten, Interviews oder persönlichen Archiven aus und transformieren diese in poetisch verdichtete Klangräume.

  • Künstler*innen

    Zainab J Lascandri, supported by Fatima Moumouni, Tracy September & Brandy Butler

    RRRRRR Collective: Keng Chen, Wen-Chi Liu, Eneas Nikolai Prawdzic, Dino Radoncic, Nathalie Stirnimann, Stefan Stojanovic
    Besonderer Dank gilt Jinn Cheung und Zou Siyan

    Anna Papst / Vincent Glanzmann

    Fazil On Yu

    Dokumentation

    Textdokumentation: Smilla Diener, Salomé Voegelin

    Videodokumentation: Jessie Fischer

    Team Studio DdP

    Konzept, künstlerische Leitung und Produktion: Dimitri de Perrot

    Tontechnik: Max Molling

    Lichtgestaltung: Karl Egli / Gruppen

    Konstruktion Bühnenbild: Leo Hoffmann

    Bühne: Lea Meierhofer

    Technische Leitung: Raphaël Vuilleumier

    Kommunikation und Think Tank: Christoph Meier

    Produktion

    Verein Studio DdP

    Koproduktion

    Gessnerallee

  • Fazil On Yu (Onyu Fazil Bin Damusanga) ist Choeograf, Performer und Klangkünstler mit Wurzeln in Uganda und lebt in Winterthur. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Theater, Klangkunst und Aktivismus – an der Schnittstelle von politischem Engagement, sozialer Reflexion und sensorischer Raumerfahrung. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Uganda, geprägt von mündlichen und gemeinschaftlichen Erzähltraditionen, bringt er eine Perspektive mit, die in Dialog mit seiner neuen Umgebung in Europa tritt.

    Seine Arbeiten befassen sich mit Fragen der Zugehörigkeit, des Verlusts und der Identität und verbinden persönliche Erfahrungen mit sozialem Engagement. Er versteht Theater als Raum für Intervention, Empowerment und kollektives Gedächtnis. Seine Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem im Uganda National Theatre, auf verschiedenen afrikanischen Kunstfestivals sowie auf Performance-Plattformen in Zürich und Europa. Im Jahr 2022 erhielt er den renommierten Prince Claus Award in Amsterdam und 2021 den Movimentale Dance Arts Festival Award in Neapel, Italien.

    Dimitri de Perrot lebt und arbeitet in Zürich. Er begann seine künstlerische Laufbahn in den 90er Jahren als DJ und Turntablist entwickelte sich zum Klangkünstler, Regisseur und Bühnenbildner, sowie zum Lehrbeauftragten an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Erzählung mit Klang und Raum an einer Schwelle von Theater, Musik und Bildender Kunst.

  • Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Landis & Gyr Stiftung, Hans F. Tellenbach-Stiftung.

    Dimitri de Perrot / Studio DdP wird von der Stadt und dem Kanton Zürich mit einer Konzeptförderung / Mehrjährige Gruppenförderung 2024-2027 unterstützt. Er ist «Artist in Residence» vom Le Centquatre – Paris.

    OPEN STUDIO nutzt Elemente aus dem Bühnenstück NIEMANDSLAND von Dimitri de Perrot; die entsprechenden Credits finden sich auf seiner Website.

Copyright: Khasim Ndiwalana

Copyright: Khasim Ndiwalana

Mehr Veranstaltungen

Zur Programmübersicht