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Wochenbrief

Die 7. Ausgabe unserer Zeitung ist da!

Mit Geschichten über das Freilegen von verdeckten Schichten, das Aufwachsen als Black child, das Verknüpfen von Hoffnung, Gegenwart und Zukunft und Freundschaft als Überlebensstrategie. Wochenbrief #73

Team Gessnerallee, 18. März 2026

Liebe Besucher*innen der Gessnerallee, liebe Künstler*innen

In unserer neuesten Zeitungsausgabe geht es unter anderem um die Fähigkeit des Theaters, verdeckte Schichten freizulegen. So beschreibt die Philosophin und Autorin Amani Abuzahra im wiederkehrenden Format «Ein Gedanke zu Theater», wie sich Erfahrungen in Haltungen, Blicken und Reflexen einschreiben, wie ihr alltägliches Lächeln zur erlernten Schutzstrategie wurde und Theater diese sichtbar machen und aufbrechen kann. Zum Beitrag

Diese Schichten stehen auch im Zentrum des Gesprächs der Journalistin Suban Biixi mit Fatima Moumouni und Zainab J Lascandri. Die Künstlerinnen erzählen vom Aufwachsen als Black children, von Einsamkeit und Rassismus, vom Paradox, an der falschen Stelle gesehen und zugleich nicht gesehen zu werden. Zum Beitrag

Theater vermag es auch, der lauten und schnellen Gegenwart Langsamkeit, Zwischentöne, Vielstimmigkeit und ein gemeinsames In-Beziehung-Treten entgegenzusetzen. Dramaturg*in Noa Winter gibt einen Einblick in den Programmschwerpunkt «Communities of Hope» (vom 9. bis 18. April), in dem Hoffnung, Zukunft und Gegenwart verknüpft werden. Zum Beitrag

So auch bei Hadija Haruna-Oelker, Journalistin und Schwarze Mutter eines behinderten Kindes, die seit Jahren an der Frage arbeitet, wie ein Zusammenleben in Differenz möglich ist. Autorin Marah Rikli zeigt in ihrem Porträt, dass Haruna-Oelkers Arbeit weniger Anklage ist als eine Einladung, Würde bedingungslos zu denken und Gemeinschaft neu auszuhandeln. Erleben Sie Hadija Haruna-Oelker am 16. April live in der GessneralleeZum Beitrag

Nach einer bewussten Pause kehrt Anouchka Gwen mit einer neuen Nähe zu sich selbst als Solokünstler*in auf die Bühne zurück. Im Gespräch beschreibt die Musiker*in Verletzlichkeit nicht als Schwäche: Kunst kann einen Raum öffnen, der sich anfühlt wie eine Umarmung. Kommen Sie zum Konzert von Anouchka Gwen am 11. April in der GessneralleeZum Beitrag

Im Gespräch reflektiert die gefeierte brasilianische Autorin und Regisseurin Carolina Bianchi über ihren internationalen Durchbruch mit «The Bride and The Goodnight Cinderella», über ihren Werdegang und ihre künstlerische Praxis. Zum Beitrag

Die speziell gesetzte Klammer zeigt anhand zweier Beiträge von Mani Owzar, wie im Schulalltag an einer hoffnungsvollen, gerechteren Zukunft gearbeitet werden kann. Scheinbar neutrale Begriffe und Routinen werden hinterfragt. Und es wird aufgezeigt, welche Wirkung die Umsetzung geschlechtergerechter und diskriminierungssensibler Bildung hat.

Auch diesmal finden Sie unsere wiederkehrenden Formate: Fotografin Hannah Gottschalk ist auf Probenbesuch bei «PERCEPTIONS» von Choreografin Anna Chiedza Spörri. 

Künstler*in und Musiker*in Rada Leu zeichnet einen Comic zur Performance «Wen Keng We Meet? – On Connection». In der Modekolumne stellt Künstler*in Lovis Heuss bequeme, farbige und genderqueere Fashion vor.

Und Kabarettistin und Autorin Lisa Christ weist uns die Zukunft als Gebrauchsanleitung für Alltag und Seele, vom Kleiderschrank aus gedacht.

Die mit viel Liebe und Sorgfalt produzierten Printausgaben unserer Zeitung können einzeln oder im Abo (vier Ausgaben pro Jahr) bestellt werden.

Jetzt zum wöchentlichen Überblick über Programmpunkte.

Programm

«Until They Hear Black Voices», Fazil On Yu

26., 27. und 28. März

Im OPEN STUDIO forschen Künstler*innen zusammen mit Dimitri de Perrot an Inszenierungen mit Klang als zentralem Gestaltungsmittel. Im Mittelpunkt von Fazil On Yus Arbeit steht das Hören: Erfahrungen von Ausgrenzung, Unsichtbarkeit und die Suche nach Orientierung in einem Raum, der ihm oft kein Echo bietet. Mit «Until They Hear Black Voices» entwickelt On Yu eine klangnarrative Performance, die Stimmen und Geschichten Schwarzer Menschen in der Schweiz und Europa hörbar macht – eine Erzählung von komplexen Kämpfen, Verlust und Identität. Die Veranstaltungen sind derzeit ausverkauft. Falls Sie noch keine Tickets haben, empfehlen wir, in den nächsten Tagen regelmässig die Website zu besuchen, da wahrscheinlich zusätzliche Tickets verfügbar sein werden.

«Die Neue Unsicherheit – Disco Edition», Fatima Moumouni mit David Zabel (mit Karaoke-Party im Anschluss)

Freitag, 27. März, 20 Uhr

Die Künstlerin Fatima Moumouni führt ihre Gesprächsreihe «Die Neue Unsicherheit – Disco Edition» weiter fort. Darin werden Gesprächsmomente, die nachdenklich, selbstkritisch und unbedingt unsouverän sein dürfen, auf die Bühne gebracht – Gäst*innen und Moderatorin werden gleichermassen verunsichert. Und dann wird gemeinsam öffentlich nachgedacht. In der aktuellen Ausgabe geht es um die Themen «Loving white people» und «Mit Rechten reden». Und nach dem Gespräch gibt es Comedy und Karaoke. Zu den Tickets

«CADELA FORÇA TRILOGY – Chapter I: The Bride and The Goodnight Cinderella» von Carolina Bianchi Y Cara de Cavalo

Sonntag, 29. März, 18 Uhr

Ein poetischer Abend in den menschlichen Abgrund, der die brutale Gewalt an Frauen infolge von K.-o.-Tropfen verhandelt. Das Theaterstück der brasilianischen Regisseurin Carolina Bianchi ist in seiner Verletzlichkeit und enormen Wucht eine radikale Reflexion über die Gewalt gegen Frauen, die Kunst und den Tod. Endlich kommt die international gefeierte Produktion nach Zürich. Lesen Sie jetzt das Interview mit Carolina Bianchi und sichern Sie sich Ihre Tickets!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 

Das Team der Gessnerallee

Copyright: Hannah Gottschalk

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In diesem Format schreiben verschiedene Autor*innen über ihre «Gedanken zu Theater». Ein Beitrag von Amani Abuzahra über Geschichten, die sich über die Jahre in den Körper einschreiben – und wie das Theater diese Einschreibungen sichtbar machen und unterbrechen kann. Lesen

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Hadija Haruna-Oelker ist Journalistin und Mutter eines behinderten Kindes. Sie hat eine Migrationsgeschichte und weiss, wie wichtig es ist, miteinander zu leben statt gegeneinander. Gerade weil wir so verschieden sind, uns so vieles trennt. Lesen

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