«CADELA FORÇA TRILOGY - Chapter I: The Bride and The Goodnight Cinderella»
Carolina Bianchi Y Cara de Cavalo

Ein poetischer Abend in den menschlichen Abgrund, der die brutale Gewalt an Frauen infolge von K.-o.-Tropfen verhandelt. Endlich kommt die international gefeierte Produktion nach Zürich – in eine Stadt, die das Thema mitten ins Herz trifft.

  • So. 29.03. 18:00 – 20:30

    Halle

    Wenige Restkarten an der Abendkasse

Copyright: Christophe Raynaud de Lage

Boa Noite Cinderela (Gute Nacht, Aschenputtel) ist der brasilianische Spitzname für K.-o.-Tropfen, die unbemerkt in Getränke von Personen gegeben werden, um diese danach unter anderem wehrlos sexuell missbrauchen zu können. 

Nach der Vergewaltigung und dem Tod der italienischen Künstlerin Pippa Bacca, eine Geschichte die Carolina Bianchi an ihre eigene erinnert, hat die brasilianische Regisseurin eine Vielzahl von Berichten über Vergewaltigungen mit anschliessendem Frauenmord (Femizid) recherchiert und zusammengestellt. Daraus entstand eine vielschichtige Collage. Bestehend aus Geschichten, Bildern und Figuren aus der Kunstgeschichte offenbart sich die Komplexität im Umgang mit diesen grausamen Erfahrungen, die die Erinnerungen verschwimmen lassen und das Trauma von tiefliegenden Wunden, die ständig neue Informationen hervorbringen, sichtbar machen.

Zusammen mit dem Kollektiv Cara de Cavalo kreiert die Regisseurin mit acht Performer*innen eine Reise in den Abgrund, ein Loch inmitten der Wüste, ein Sturz in ein Glas Goodnight Cinderella.

Wir finden uns in einem Raum wieder, in dem die Gegenwart ohne Vorwarnung mit der Vergangenheit kollidiert. Der Abend stellt Bezüge zur Literatur und Kunstgeschichte her und verbindet musikalische Mash-ups und Traumlandschaften, Szenen der Gewalt und rebellischen Tanz. Er wird zu einem Versuch, den Spuren eines schwer zu beschreibenden Rätsels, einer unvollständigen Erinnerung nachzugehen.

Was trennt den Schlaf vom Tod? 

Was geschieht, wenn jemand überlebt?

Das Theaterstück in seiner Verletzlichkeit und enormen Wucht ist eine radikale Reflexion über die Gewalt gegen Frauen, die Kunst und den Tod: ein mutiger Abstieg in die Unterwelt. Endlich kommt die international gefeierte Produktion nach Zürich. Eine Stadt, die die verhandelte Thematik mitten ins Herz trifft.

Die Produktion wurde am 6. Juli 2023 auf dem Festival d'Avignon uraufgeführt. 

Informationen zur Sprache

  • Brasilianisches Portugiesisch (gesprochen) mit englischen und deutschen Übertitel

Informationen zur Barrierefreiheit

  • Altersempfehlung: ab 18 Jahren

  • Sensorische Reize: Passagen mit Stroboskoplicht, lauter Musik und Rauch sowie wahrnehmbarem Alkoholgeruch

  • Inhaltshinweise: Diese Veranstaltung befasst sich explizit mit den Themen Vergewaltigung, erzwungener Drogenkonsum und Feminizid. Sie enthält explizite Beschreibungen sowie Darstellungen von sexualisierter Gewalt und Mord. Einzelne Szenen dieser Veranstaltung können für manche Personen belastend sein und triggernd wirken.

«Verwirrung ist die Perspektive»

7. März 2026

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Die Trilogie «Cadela Força» der brasilianischen Regisseurin Carolina Bianchi untersucht sexualisierte Gewalt als strukturelle Realität. Im Interview spricht die gefeierte Künstlerin über das Theater als existenzielle Notwendigkeit und als Raum unendlicher Möglichkeiten; Verwirrung als Perspektive und Freundschaft als Überlebensstrategie. Lesen

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Copyright: Christophe Raynaud

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