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Gessnerallee und ZÜRICH TANZT

«PERCEPTIONS»
The Collective - Anna Chiedza Spörri

Tanz

Beeindruckender Tanz und berührender Text verhandeln die (Selbst-)Wahrnehmung von Schwarzen Männern in der Schweiz entlang von Zuschreibungen, Erwartungen und Selbstermächtigung.

  • Mi. 06.05. 19:00 – 20:15

    Anschliessendes Gespräch mit den Tänzern

    Halle

  • Do. 07.05. 19:00 – 20:15

    Anschliessendes Gespräch mit Anna Chiedza Spörri

    Halle

  • Fr. 08.05. 21:00 – 22:15

    Halle

  • Sa. 09.05. 18:00 – 19:15

    Chill & Talk vor der Aufführung von 14:00–16:00 Uhr

    Halle

«PERCEPTIONS» fordert dazu auf, die eigene Wahrnehmung von Schwarzen Männern kritisch zu hinterfragen. Copyright: Laura Gauch

«PERCEPTIONS» von Choreografin Anna Chiedza Spörri geht der Frage nach, wie Schwarze Männer in der Schweiz wahrgenommen werden und wie sich diese Fremdwahrnehmung auf ihr Selbstverständnis auswirkt. Mit choreografischen Mitteln analysiert Anna Chiedza Spörri gemeinsam mit den vier Tänzern das Spannungsfeld zwischen Eingrenzung und Befreiung, zwischen Erwartungen und Realitäten. Dafür werden die, teilweise zu Gewalt führenden, Stereotype und Mikro-Aggressionen sorgfältig erfasst, dekonstruiert und gespiegelt. Tanz und Spoken Word werden miteinander verwoben, um zu zeigen, wie Rassismus erlebt wird und fordern gleichzeitig das Publikum auf, ihre eigene Wahrnehmung Schwarzer Männer von Grund auf zu hinterfragen.

«Alltagsrassismus beeinflusst mein Bild von mir selbst. Er beeinflusst mein Verhalten. Vielleicht mein Denken. Ich habe gelernt, nicht zu reagieren. Ich habe gelernt, mich zusammenzureissen. Mich klein zu machen. Und gleichzeitig wird von mir erwartet, dass ich mich nur stark zeige. Dass ich viel Platz einnehme. Es sind gegensätzliche Erwartungen, eine unvereinbare Dualität.»
Earle Garnette

Die Vorstellungen am 8. und 9. Mai finden im Rahmen von ZÜRICH TANZT statt.

Rahmenprogramm

Im Foyer bietet ein Büchertisch ausgewählt durch das Team von «PERCEPTIONS» die Möglichkeit, sich inhaltlich vertieft mit den Themen des Stücks auseinanderzusetzen.

Am Mittwoch, 06.05., findet im Anschluss an die Vorstellung ein 60-minütiges Nachgespräch mit den Tänzern des Stücks statt.

Am Donnerstag, 07.05., findet im Anschluss an die Vorstellung ein 45-minütiges Nachgespräch mit Anna Chiedza Spörri statt, das sich hauptsächlich an anwesende Schulklassen richtet.

Die Gespräche werden von Yannis Maviaki moderiert und finden in englischer Lautsprache statt. Eine Flüsterübersetzung ist möglich. 

Am Samstag, 9. Mai, von 14:00 bis 16:00 Uhr findet ein «Chill & Talk» statt. In einem geschützten Raum, exklusiv für Black Men, werden in entspannter Atmosphäre Erfahrungen, Perspektiven und Themen rund um Identität, Alltag und Empowerment geteilt. Die Diskussion findet auf Englisch statt und wird von Joden Joseph begleitet. Eine Übersetzung ins Deutsche ist möglich. Im Anschluss kann das Stück gemeinsam angesehen werden.

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache

  • Stufenloser Zugang

  • Alter: Empfohlen ab 12 Jahren

  • Sprachen: In englischer, schweizerdeutscher, französischer Lautsprache mit Übersetzung durch Übertitel.

  • Content Notes: Die Performance thematisiert explizit die Rassismuserfahrungen von Men of Color und die psychische Belastung, die dadurch entsteht. 

  • Licht: Während des Einlass ist der Publikumsraum hell. Das Stück beginnt mit einem kompletten Blackout. Am hinteren Ende der Bühne befinden sich Scheinwerfer, die zeitweise in die vordersten Publikumsreihen blenden und auch die 0-Reihe treffen. Während des Stücks ist der Publikumsraum dunkel. Raumumrisse bleiben sichtbar.

  • Sound: Im Verlauf der Performance wird immer wieder intensive, laute Musik genutzt.Teilweise sind die Bässe leicht spürbar.

  • Andere sensorische Reize: Am Ende des Stücks fallen nah an der vordersten Reihe transparente, leicht reflektierende Vorhänge mit einem Klackgeräusch von der Decke und trennen den Bühnenraum vom Publikum.

  • Publikum und Interaktion: Das Publikum wird beim Einlass eingeladen, sich eine Karte zu nehmen, die einen Impuls für das Erleben der Aufführung gibt. In einer Szene rennen die Tänzer auf das Publikum zu und halten vorne am Rand der Bühne nahe der 0-Reihe an. Am Ende des Stücks werden PoC-Personen auf die Bühne eingeladen.

  • Perceptions ist englisch.

    Man spricht es so aus: perseptschens.

    Das bedeutet auf Deutsch: Sicht·weisen.

     

    Perceptions ist ein Tanz-Stück.

    Es geht darum, wie Menschen Schwarze Männer in der Schweiz sehen.

    Das Stück zeigt, dass viele Menschen Vorurteile haben.

    Die Vorurteile können verletzen.

    4 Tänzer zeigen mit Tanz und Texten, wie sich das anfühlt.

    Das Stück stellt auch Fragen an das Publikum:

    • Wie siehst du Schwarze Männer?

    • Ist die Meinung richtig?

  • Künstlerische Leitung, Text & Choreografie:
    Anna Chiedza Spörri
    Tanz, Mitarbeit Text & Choreografie:
    Earle Ira Garnette Jr., Astro Raiz Scheidegger Jorge, Clément Klimbié Porquet, Moa Yamin Bomolo
    Musik:
    Kadjali «Kali» Kabba
    Musik (Solo):
    Clément Klimbié Porquet
    Bühnenbild:
    Moa Yamin Bomolo
    Kostüm:
    Gaëlle Da Costa
    Text Mitarbeit:
    Fatima Moumouni
    Vocal Coaching:
    Igihozo
    Awareness, Care & Rahmenprogramm:
    Joden Joseph, Yannis Maviaki, Gifti Tekako
    Licht Design:
    Romane Lavigne
    Technische Umsetzung:
    Daniel Tschanz / Nuance
    Foto und Trailer:
    Laura Gauch
    Oeil exterieur:
    Pascale (Baba) Altenburger, Rena Brandenberger
    Movement Assistenz:
    Sophie Chioma Gerber
    Probenassistenz:
    Hendro Lendys
    Produktionsleitung & Diffusion:
    Andrea Grossenbacher
    In Koproduktion mit:
    Dampfzentrale, Gessnerallee, Bühne Aarau
    Besonderer Dank an:
    Lu Malach, Riatssan Srikanthan, Mona-Lisa Kole, Chloé Wanner, Ntando Cele, KB, Cheezie, Renate Spörri, René Maviaki, joelle Gbeassor, Saya & Miya Kaeser, Emilie Aeschlimann, Apurnika Sathes Kumar, Yuki Miranda, Carmen Lanzrein und Anil Sarikaya

  • Künstlerische Leitung, Choreografie: Anna Chiedza Spörri
    Anna Chiedza Spörri ist eine Bewegungskünstlerin, Choreografin und kreative Aktivistin mit Sitz in der Schweiz. Sie kreiert ihre eigenen Bewegungssprache, indem sie verschiedene Tanzstile miteinander verbindet und mit Spoken Word experimentiert, um verschiedene Ausdrucksformen zu finden. Ihre Kunst ist geprägt von ihren eigenen Lebenserfahrungen als Schwarze Cis-Frau und dem Umfeld, in dem sie sich bewegt, sowie von den Geschichten, die sie erzählen möchte. Mit ihrer Arbeit möchte sie BiPoC-Künstlern eine Plattform bieten und ihnen Zugang erleichtern. Anna hat in verschiedenen Teilen der Welt und bei renommierten Choreografen gelernt, darunter École des Sables (Senegal), Peri Dance Studio (USA) und Motivating Excellence Program von Rhapsody James (USA) und in London. Sie choreografiert für Theater, Künstler und Filme, tritt auf, unterrichtet und kreiert zwischen London und der Schweiz. Im Jahr 2022 war ihre Produktion «PERSPECTIVES» Finalistin des Premio – Nachwuchspreis und tourt seitdem national und international. Derzeit arbeitet sie an einer neuen Produktion «PERCEPTIONS», die im Januar 2026 in der Dampfzentrale in Bern, Schweiz, Premiere haben wird und danach auf Tour geht.

    Tänzer und choreografische Mitarbeit: Earle Ira Garnette Jr.
    Earle Ira Garnette Jr. ist Hip Hop Tänzer und Choreograf aus Philadelphia. Er wohnt und arbeitet seit zwei Jahren in der Schweiz. Earle hat das Rhapsody James Programm in Los Angeles abgeschlossen. Er ist Mitleiter des Tanzstudios und der Company «Academy of Phresh» in Philadelphia. Earle unterrichtet und choreografiert seit mehreren Jahren in den USA und in Europa. In der Schweiz, unterrichtet er Hip Hop und tanzt in verschiedenen Produktionen und Compagnien mit (Company MEK, Rena Brandenberger, Anna Chiedza Spörri). Er selbst hat in den letzten Jahren für Limelight wie auch Showroom (Genf) Kurzstücke kreiert und bei Anna Chiedza Spörri und Company MEK choreografisch assistiert.

    Tänzer, Bühnenbild und choreografische Mitarbeit: Moa Yamin Bomolo
    Moa Yamin Bomolo ist ein renommierter Schweizer Bboy, welcher seit mehreren Jahren konstant an der Spitze der Schweizer Breaking Elite steht. Er nimmt regelmäßig an Turnieren im In- und Ausland teil. Er zeichnet sich aus durch seine Leidenschaft und Disziplin. Mit seiner ausdrucksstarken Bühnenpräsenz hat er auch Theater Choreograf*innen auf sich aufmerksam gemacht, so ist er sowohl mit Company MEK «Father Politics» als auch für Cie Synergie auf nationaler und internationaler Tournee.

    Tänzer, choreografische Mitarbeit und Musik Assistenz: Clément Klimbié Porquet
    Clément Klimbié Porquet kam 2015 zu Tanz. Als er 14 Jahre alt war, begann er, während zwei Jahren House Dance zu tanzen und wechselte dann zu Hip- Hop Freestyle. In der heute nicht mehr existierenden Schule namens «Centre Hip-Hop» war Tatiana Desardouin als Hauptlehrerin und Direktorin tätig. Nach 4 Jahren beendete er den dortigen Unterricht und begann, mit seiner Crew namens «slyness» zu tanzen. Mit ihr machte er unter anderem Videobattle- Training. Ihre Mentor*innen waren Pascal Bois Bunon und Nora Klokoqi. 2020 begann er die Ausbildung an der Höheren Fachschule für zeitgenössischen und urbanen Bühnentanz in Zürich.

    Tänzer und choreografische Mitarbeit: Astro Raiz Scheidegger Jorge
    Astro 29, lebt in Bern (CH) und fand 2011 über das Breaking den Weg zum Tanz. Erfahrungen aus der Amateur-Akrobatik prägen auch heute noch seinen dynamischen und kraftvollen Stil. Durch seine Neugierde, den Austausch mit Akteur*innen der europäischen Tanzszene und die Mitarbeit in verschiedenen Tanz- und Zirkusprojekten entwickelt er seine künstlerische Ausdrucksweise stetig weiter. Er war unter anderem an den Produktionen Mosaik (Zirkus Chnopf, 2023), Futuristic Folktales (Charlotte McLean, 2022–2024), HOLES (Jamuna Mirjam Zweifel, 2024) und Put Yourself in My Place (remi demi, 2024) beteiligt. Seit 2015 ist er Gründungsmitglied der Colour Jam Crew, wo er sowohl Events organisiert als auch Breaking vermittelt. Ausserdem ist er Mitgründer der aufstrebenden Tanzkompanie «remi demi», die derzeit an ihrem ersten abendfüllenden Stück arbeitet, mit Premiere im Februar 2026. Seine Arbeit lebt von der Neugier an tänzerischen und theatralischen Ausdrucksformen, die er vertieft und immer wieder in neuen Kontexten sichtbar macht.

  • Kultur Stadt Bern, SWISSLOS/ Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Ernst Göhner Stiftung, Gesellschaft zu Ober-Gerwern, Reso Tanznetwerk Schweiz, Tanzwerk 3011, café révolution

Copyright: Laura Gauch

Copyright: Laura Gauch

Copyright: Laura Gauch

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