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Wochenbrief

Gewissheiten hinterfragen

Die international gefeierte Künstlerin Dana Michel im Hallenbad Altstetten und eine neue Ausgabe von Fatima Moumounis Gesprächsreihe «Die Neue Unsicherheit». Wochenbrief #92

Team Gessnerallee, 9. September 2026

Credits: Fatima Moumouni, Copyright: Yohana Papa

Liebe Besucher*innen der Gessnerallee, liebe Künstler*innen

Morgen ist es so weit: Wir starten offiziell in die neue Saison – danke Kulturzüri für die Vorschau. Gleichzeitig wird es ab heute herbstlicher, und das Ende der Badesaison rückt näher. Schwimmen im See, Fluss oder in der Badi gehört für viele zum Sommer. Die international gefeierte Künstlerin Dana Michel hinterfragt in «YOU CANNOT CAN», wie selbstverständlich uns das Schwimmen erscheint. Über Jahre versuchte sie selbst, schwimmen zu lernen, und scheiterte immer wieder. Aus dieser Erfahrung fragt sie, wer wo und unter welchen Bedingungen schwimmen kann – und was das mit Körper, Sicherheit und gesellschaftlicher Verortung zu tun hat.

Dana Michels Recherche führt sie von ihrer Kindheit in Ottawa über die Geschichte Kanadas bis in die Karibik. Ein Teil ihrer Familie stammt aus St. Lucia, einer kleinen Insel im Osten der Region. Viele ihrer Verwandten, die dort leben, können nicht schwimmen. In ihrer eigenen Biografie wurde für Michel sichtbar, wie rassistische Vorstellungen und historische Erfahrungen das Verhältnis Schwarzer Menschen zum Wasser und den Zugang dazu bis heute beeinflussen.

Ihre Solo-Performance im Hallenbad Altstetten ist eine Einladung, einen vertrauten Ort nicht in seiner Selbstverständlichkeit zu betrachten. Für die Vorstellungen am 19. und 20. September gibt es nur noch wenige Karten – sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket. Damit Sie wissen, was Sie vor Ort erwartet, führt unsere Dramaturgin Isabel Gatzke in einem kurzen Video durch das Hallenbad und gibt einen Einblick in die Barrierefreiheit der Räumlichkeiten. Das Video finden Sie auf unserer Website.

Credits: «YOU CANNOT CAN», Copyright: Clara Lacasse

Nachdenkliche, selbstkritische und unbedingt unsouveräne Gesprächsmomente. In der Reihe «Die Neue Unsicherheit» lädt Fatima Moumouni zu Gesprächen ein, in denen nicht alles sicher oder perfekt formuliert sein muss. Lesen Sie Moumounis Artist Note (only in German), um mehr über das Format zu erfahren.

In der neuen Ausgabe am 25. September spricht Fatima Moumouni mit der freien Autorin, Gesprächskuratorin und intersektionalen Aktivistin ஸ்வஸ்தி சிவசண்முகநாத சர்மா / Swassthi Sivasanmukanatha Sarma über das Thema «Wo, wie, was ‹community›?». Es geht um den Umgang mit Privilegien innerhalb von Kämpfen und Communitys – um Schwarz-tamilische Allianzen sowie fehlende Allianzen, Ausschlüsse, Enttäuschungen und Hoffnungen. Das Gespräch findet mit Verdolmetschung in Deutschschweizer Gebärdensprache (DSGS) statt.

Nach dem Gespräch ist der Abend noch lange nicht vorbei: Es folgen ein Comedy-Set und anschliessend Hits-Karaoke mit Reena Krishnaraja. Die gebürtige Ausserrhoderin mit tamilischen Wurzeln studiert tagsüber bizeli Sozialwissenschaften in Bern und bespielt abends die Bühnen der ganzen Deutschschweiz.

Credits: Swassthi Sivasanmukanatha Sarma

Zeitung

Die neue Unsicherheit ist zurück!

In ihrer Artist Note fragt Bühnenautorin und Moderatorin Fatima Moumouni, was passiert, wenn Unsicherheit nicht versteckt, sondern bewusst zugelassen wird. Denn während Unsicherheit für viele ein Experiment sein mag, gehört sie für Menschen, die gesellschaftliche Ausschlüsse erfahren, oft zum Alltag. Zum Beitrag

Konzerte für die Jüngsten und Anspruchsvollsten
Seit 2014 veranstaltet Nadja Furrer im Stall6 eine Kinderkonzertreihe. Die Magie, die dabei zwischen Publikum und Bands entsteht, ist alles andere als selbstverständlich, wie sie bei einem Treffen in der Sommerpause erzählt. Zum Beitrag

Die Zeitung der Gessnerallee geht ins dritte Jahr. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, ein Abo für die vier kommenden Ausgaben zu erwerben. Es kostet CHF 20 exklusive Porto und kann ganz einfach via Mail an zeitung@gessnerallee.ch bestellt werden. Die nächste Ausgabe erscheint morgen pünktlich zum Saisonauftakt.

Ausserdem

PREMIO Open Call
In der Schweiz lebende und arbeitende Darstellende Künstler*innen, Compagnien wie auch Einzelkünstler*innen können sich noch bis zum 1. Oktober online für den nächsten PREMIO Nachwuchspreis bewerben. Zum Open Call 

Vereinsmitgliedschaft und Jahrespass

Als Vereinsmitglied erhalten Sie Einladungen zu speziellen Veranstaltungen und Austauschformaten mit dem Vorstand und der Theaterleitung. Zudem erhalten Sie die Gessnerallee Zeitung zu sich nach Hause geschickt und bei Interesse einen Jahrespass zu einem reduzierten Preis.

Sie möchten mehr Gessnerallee in Ihrem Leben? Mit dem Jahrespass können Sie 12 Monate lang alle Theater-, Tanz- und Performance-Vorstellungen sowie Konzerte und Clubabende besuchen.

Wir freuen uns, Sie diese Woche zur neuen Arbeit «SYNTHETIC / Artefact» von Tiran Willemse bei uns im Haus begrüssen zu dürfen.

Das Team der Gessnerallee

Copyright: Hannah Gottschalk

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