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Wochenbrief

Kunst in Krisen

Was kann Kunst in Konfliktregionen bewirken? Seit der Saison 2024/25 bringt die Gesprächsreihe der artasfoundation an der Gessnerallee Kunstschaffende und Forschende über Möglichkeiten und Bedingungen künstlerischer Arbeit ins Gespräch. Wochenbrief #95

Team Gessnerallee, 30. September 2026

Copyright: Timm Thieré

Liebe Besucher*innen der Gessnerallee, liebe Künstler*innen

Was kann Kunst, wenn gesellschaftliche Konflikte sich zuspitzen, Kriege den Alltag bestimmen oder Informationen gezielt manipuliert werden? Und welche Verantwortung tragen Künstler*innen, wenn sie davon erzählen? Seit der Saison 2024/25 bringt die monatliche Gesprächsreihe «Art in Conflict» Praktiker*innen und Forschende aus unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen an der Gessnerallee zusammen. Im Zentrum steht die Frage, was Kunst in von Krisen und Konflikten betroffenen Regionen bewirken und wie sie Räume für Begegnung und Austausch schaffen kann.

In den kommenden vier Ausgaben von «Art in Conflict» geht es um die Macht des Storytellings, um Jugendliche und ihre Perspektiven auf Krieg und Krise, um Propaganda und digitale Einflussnahme sowie um kollektives Schreiben und Übersetzen. Vier Abende, die danach fragen, wie Kunst Konflikte sichtbar machen, andere Perspektiven eröffnen und Räume für gemeinsames Nachdenken schaffen kann.

«Art in Conflict» wird von der artasfoundation gemeinsam mit der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) über das Zentrum für Kunst und Friedensförderung (ZKF) organisiert und in Partnerschaft mit der Gessnerallee und der Mediathek der HGK Basel durchgeführt. Die Gespräche finden einmal im Monat, jeweils mittwochs um 17.30 Uhr, im Stall6 statt und werden live in die Mediathek der HGK Basel übertragen.

Programm «Art in Conflict» im Überblick

«Die Macht des Storytellings»

21. Oktober 2026, 17.30–19.00 Uhr
Mit Maša Hilčišin, Dokumentarfilmerin, Künstlerin und Aktivistin, und Dokumentarfilmerin Tamar Yarom. Über politische Bildwelten, persönliche Geschichten und die Verantwortung dokumentarischen Erzählens. 

«ICH.KRIEG.DIE.KRISE – Jugendliche erzählen»

11. November 2026, 17.30–19.00 Uhr
Mit den Theater- und Filmemachern Simon Labhart und Markus Strobl sowie Jugendlichen des Theaterprojekts ICH.KRIEG.DIE.KRISE. Über das Aufwachsen mit Krieg, Krise und Militarisierung – und darüber, was Theater dem entgegensetzen kann.

«Wenn Information zur Waffe wird»

9. Dezember 2026, 17.30–19.00 Uhr
Mit dem Künstler*innen-Duo !Mediengruppe Bitnik, das mit und über das Internet arbeitet, und Wissenschaftlerin Karena Avedissian, die zu Desinformation, Sicherheit und sozialen Bewegungen in Eurasien forscht. Über Propaganda, digitale Einflussnahme und künstlerischen Widerstand.

«Geteilte Worte – kollektives Schreiben»

20. Januar 2027, 17.30–19.00 Uhr
Mit Autorin und Herausgeberin Ulrike Ulrich sowie der transdisziplinären Künstlerin und Übersetzerin Sandra Hetzl. Über kollektives Schreiben, Übersetzen und die Frage, wie durch Sprache Gemeinschaft entstehen kann.

Zeitung 

«Hast du armenische Vorfahren?» von Rana Yazaji

Wer mehr über die Arbeit der artasfoundation und die Fragen hinter «Art in Conflict» erfahren möchte: Die Kulturwissenschaftlerin und Kulturmanagerin Rana Yazaji schrieb im Sommer 2025 in unserer Zeitung über ihre Arbeit und die Möglichkeiten und Grenzen von Kunst in Konfliktregionen. Zum Beitrag

Und jetzt freuen wir uns erst mal aufs Wochenende: Kommen Sie vorbei, bleiben Sie lange und tanzen Sie durch die Gessnerallee. Hier gehts zu den Tickets für das Backslash Festival. Wir sehen uns auf dem Dancefloor. 🪩

Das Team der Gessnerallee

Copyright: Hannah Gottschalk

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