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Saisonstart 2025/26 – (Un)gentle Learning

«Sleight of Hand (in englischer Lautsprache)»
Jo Bannon

InstallationPerformance

Jo Bannons taktile Installation ist eine Einladung an neugierige Finger und ungläubige Augen. Zeitslots à 60 Minuten.

  • Sa. 20.09. 17:00 – 21:00

    Halle

    Verschiedene Zeitslots buchbar

Copyright: Jo Bannon
  • Audiodeskription

Hinweis zu den Zeitslots

Zeitslots für die Performance von Jo Bannon sind alle 15 Minuten buchbar. Der erste Slot beginnt um 17:00 Uhr, der letzte um 20:00 Uhr. Ein Slot dauert jeweils 60 Minuten. Der gewünschte Zeitslot kann beim Ticketkauf nach der Auswahl der Ticketkategorie ausgewählt werden.

«Sleight of Hand» ist eine intime, 60-minütige Performance für jeweils 5 Personen. Fasziniert von den namensgebenden, sorgfältig choreografierten Zaubertricks und der Art und Weise, wie blinde und sehbehinderte Menschen wie sie selbst sich in der Welt bewegen, hat Jo Bannon eine Installation für neugierige Finger und ungläubige Augen kreiert. Diese aufwendig gestaltete Arbeit unterläuft das Format einer Tastführung und lädt das Publikum zu einer Reihe von Berührungsbegegnungen mit unbekannten Objekten, Materialien und Stoffen ein.

Durch das Zusammenspiel von Audiodeskription, taktilem Design, Choreografie und einer immersiven ASMR-Soundkulisse erforscht «Sleight of Hand», was wir entdecken können, wenn wir aufhören, uns vor allem auf die visuelle Welt zu verlassen und unsere Sinne wandern lassen.

Wie bereits Jo Bannons bisherige Arbeiten, ist die Performance von ihrem schrägen Humor und ihrer anhaltenden Faszination für Objekte, die visuelle Wahrnehmung und die Seltsamkeit des Gewöhnlichen bestimmt.

Informationen zu Barrierefreiheit und Sprache 

  • Die Performance findet in Gruppen von fünf Personen statt.
    Die 60-minütigen Zeitfenster beginnen alle 15 Minuten.

  • Am 20.09. finden alle Zeitfenster in englischer Lautsprache statt.

  • Diese partizipative Installation wurde sowohl für blindes und sehbehindertes als auch für sehendes Publikum mit integrierter Audiodeskription erarbeitet. (Bitte beachten Sie, dass eine Tastführung nur vor dem ersten Zeitfenster möglich ist.)

  • Personen, die für den Besuch der Veranstaltung von einer ÖV-Station abgeholt werden möchten, können sich unter barrierefreiheit@gessnerallee.ch melden.

  • Die Show ist partizipativ und wird alle Personen auffordern, sich an der Arbeit zu beteiligen, Gegenstände zu berühren und die eigenen Sinne einzusetzen. Sie werden nicht dazu aufgefordert, mit anderen Besucher*innen zu interagieren.

  • Die gesamte Installation ist stufenlos zugänglich. Alle Abschnitte der Installation können mit Rollstühlen oder anderen Hilfsmitteln genutzt werden.

  • An beiden Tagen wird um 16:30 Uhr eine ca. 15-minütige Barrierefreiheitstour durch die Installation angeboten. Bei Bedarf können Besucher*innen sich mit den Räumen vertraut machen und die verschiedenen Sitzmöglichkeiten ausprobieren. Bitte beachten Sie, dass die Tour Spoiler enthält und überraschende Momente vorwegnimmt.

  • Barrierefreie Sitzmöglichkeiten (wie Sitzsäcke, Sofas und Kissen) sind in verschiedenen Abschnitten der Installation verfügbar. Bitte wenden Sie sich am Tag der Performance an unser Personal am Infopoint Barrierefreiheit oder schreiben Sie eine Email an barrierefreiheit@gessnerallee.ch, um weitere Informationen zu erhalten und mit uns eine für Sie passende Lösung zu finden.

  • Bitte beachten Sie, dass die Arbeit sehr auditiv gestaltet ist, sodass grosse Teile nicht für gehörlose/Taube und schwerhörige Personen zugänglich sind.

Leichte Sprache

  • Sleight of Hand ist englisch.
    Man spricht es so aus: sleid of hends.
    Das bedeutet auf Deutsch: Finger·fertigkeit.

    Sleight of Hand ist ein Stück von Jo Bannon.
    Es dauert 60 Minuten.
    5 Personen können gleichzeitig hinein gehen.
    Die Besucher*innen berühren unbekannte Objekte und Stoffe.
    Es gibt Geräusche, Beschreibungen und eine besondere Stimmung.
    Die Arbeit zeigt: Man kann die Welt mit vielen Sinnen entdecken.

Zu den Künstler*innen

  • Jo Bannon arbeitet als Künstlerin in den Bereichen Performance, Choreografie und Film. Ihre Praxis beschäftigt sich damit, wie unsere spezifischen Körper, Identitäten und Sinneswahrnehmungen beeinflussen, wie wir die Welt um uns erleben und wie sensorische Erfahrungen transportiert werden können (oder nicht). 

    Ihre Arbeit ist geprägt durch ihre Identität als behinderte Frau mit Albinismus. Sie möchte die Art und Weise, wie wir sehen, hören und unsere direkte Umgebung wahrnehmen, entschlüsseln, um diese grundlegenden menschlichen Verhaltensweisen zu überdenken oder ungewohnt zu machen. Bannons Arbeit wird von der Form geleitet und manifestiert sich in verschiedenen Medien, darunter intime Begegnungen für Einzelpersonen oder kleines Publikum, Performances, Tanz, Film und Installation.

    Jo Bannons Arbeiten wurden in Großbritannien, Europa, Südamerika, den USA, China, Südkorea und Australien gezeigt, darunter bei Sadlers Wells, Tate Modern, Sydney Opera House, The Barbican, Wellcome Collection, Art Gallery of Western Australia, Itau Cultural Sao Paulo, The Times Museum Guangzhou, HAU Berlin und dem National Theatre. Ausserdem arbeitet sie als Dramaturgin, Vermittlerin und Autorin und ist Gründungsmitglied des Künstler*innenkollektivs Residence.

    Auswahl von Arbeiten: «Feeling Thing» (2021), «Absent Tense» (2020), «Kitchen Alba» (2020), «We Are Fucked» (2018), «Alba» (2015), «Dead Line» (2013) und «Exposure» (2011).

    www.jobannon.co.uk 

Credits

  • Konzept:
    Jo Bannon
    Sounddesign:
    Julie Rose Bower
    Bühnen- und Kostümdesign:
    Katherina Radeva
    Bühne und Kostüm:
    Rositza Radeva
    Produktionsmanagement:
    Josh Krysiak, Froud
    Audiodeskription:
    Laura Dannequin
    Live-Audiodeskription:
    Nele Solf
    Host und Performance:
    Kit Hall, Hannah Sullivan, Mira Rojzman
    Entwickelt in Kooperation mit:
    Augusto Corrieri, Sindri Runudde
    Dramaturgie:
    Gemma Paintin
    Produziert von:
    MAYK

Unterstützt durch

  • Eine Auftragsarbeit des Unlimited UK Partner Award 2023 in Zusammenarbeit mit Wellcome Collection, ermöglicht durch die Finanzierung des Arts Council England.

    «Sleight of Hand» ist Teil von «Blind Magic»: ein Triptych von künstlerischen Arbeiten, die die Performativität von Sehbehinderung erforschen. Ein Film «Passing», eine Installation «Sleight of Hand» und eine Live-Performance «The Dirty Work» konzipiert von Jo Bannon.

    «Blind Magic» wird gefördert von Unlimited, Wellcome Collection, The Space, Attenborough Centre for the Creative Arts, Cambridge Junction, The Place & Tramway. Mit zusätzlicher Unterstützung von Fabric und Horizon. Unterstützt durch öffentliche Fördergelder des Arts Council England.

    Der Programmschwerpunkt «(Un)gentle Learning» wird unterstützt durch die Ernst Göhner Stiftung.

Credits: «Sleight of Hand», Copyright: Jo Bannon

Copyright: Jo Bannon

Copyright: Jo Bannon

Copyright: Jo Bannon

Gessnerallee Saisonstart 2025/26

Zum Saisonstart findet an der Gessnerallee vom 11. bis 21. September der Programmschwerpunkt «(Un)gentle Learning» statt. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit Prozessen des Übergangs, des Trauerns und des Lernens.

«Stars Are Never Sleeping, Dead Ones and the Living»
Theres Indermaur und Stephanie Müller
11.09. - 15.09.
18.09. - 21.09.
Rauminstallation

«Fourth Eye, 4.40 AM»
Ceylan Öztrük
11.09., 13.09., 14.09., 15.09.
Performance

«Pas Moi»
Diana Anselmo

(in LIS, italienische Gebärdensprache)
12.09., 13.09.
Lecture-Performance

«Muskeln aus Plastik - eine crip-queere Lesung»
Kay Matter
14.09.
Lesung

«Neutralitätstheater – Mythos Schweiz auf dem Prüfstand!»
Hannan Salamat und Fatima Moumouni

18.09.
Gespräch, Performance

«Sleight of Hand»
Jo Bannon
(in deutscher Lautsprache)
19.09.
Installation, Performance

«Sleight of Hand»
Jo Bannon

(in englischer Lautsprache)
20.09.
Installation, Performance

«When the Calabash Breaks»
Tiran Willemse und Melika Ngombe Kolongo (Nkisi)
20.09, 21.09.
Open-Air-Performance, Musik, Tanz

«KOMMANDO AJAX»
Cemile Sahin
21.09.
Lesung


Die schmerzhafte Zärtlichkeit des Übergangs

27. August 2025

Von Isabel Gatzke

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