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Saisonstart 2025/26 – (Un)gentle Learning

«Pas Moi»
Diana Anselmo

Performance

Anhand der Entwicklung der ersten Geräte zur Erzeugung, Übertragung und Aufzeichnung von Klang analysiert Diana Anselmo aus Tauber Perspektive die enge Verknüpfung von technologischer Innovation mit normativen Vorstellungen von Körpern.

  • Fr. 12.09. 20:00

    Südbühne

  • Sa. 13.09. 18:00

    Südbühne

Copyright: Pietro Bertora
  • Relaxed Performance
  • Übertitel in DE und ENG
  • Übersetzung in DSGS

«Pas Moi», die neue dialogische Lecture-Performance von Diana Anselmo, ist das abschliessende Kapitel einer dokumentarischen und affektiven Recherche, die das Netz von Macht und Herrschaft entwirrt, das in die grosse Geschichtsschreibung eingewoben ist.

Wenn «Je Vous Aime» – das später zu einer Einzelausstellung in der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo wurde – die umerzieherischen Auswirkungen der ersten bewegten Bilder aufzeigte, verfolgt «Pas Moi» einen parallelen Weg und erforscht aus der Perspektive von Tauben/gehörlosen Personen und der Gebärdensprache die Entstehung der ersten Instrumente der Tonaufnahme, -übertragung und -wiedergabe.

Durch kleine Archive, Anti-Geschichten und situiertes Wissen, das von Körper zu Körper weitergegeben wird, werden die berühmten Geräte, die den Ursprung der zukünftigen Film- und Musikindustrie bilden, als Instrumente entlarvt, die mit einer audistischen und phonozentrischen Absicht konzipiert wurden: Gehörlosigkeit zu «heilen». Eine Krankheit, die es auszurotten oder in den Maschen der hörenden Welt zu verschwinden gilt, und nicht eine Identität, eine Kultur mit eigener Sprache und Gemeinschaft.

«Pas Moi» versucht sich vorzustellen, wohin man gehen kann, wenn ein anderer der Ausgangspunkt ist. Jenseits des «fehlenden Gehörs», weiter voraus.

Informationen zu Barrierefreiheit und Sprache

  • Die Performance findet in LIS (italienische Gebärdensprache) und mit Übertiteln in Englisch und Deutsch als Relaxed Performance statt.

  • Die Vorstellungen finden mit Verdolmetschung in DSGS statt.

  • Die Übertitel werden von eine*r Darsteller*in direkt von der Bühne gesendet. Lesekompetenz ist erforderlich.

DSGS Ankündigung

Leichte Sprache

  • Pas Moi ist französisch.
    Man spricht es so aus: pa moa.
    Das bedeutet auf Deutsch: nicht ich.

    In dem Theater·stück geht es um Taube Menschen.
    Taube Menschen können schlecht hören.
    Oder sie können gar nicht hören.
    Sie nutzen oft Hör·geräte, damit sie besser hören.
    Und sie sprechen in Gebärden·sprache.
    Das heisst: sie machen mit den Händen Zeichen.
    Diana Anselmo zeigt, dass Taub·heit keine Krankheit ist.
    Es ist eine Kultur mit einer Sprache.

Zu den Künstler*innen

  • Diana Anselmo ist ein*e Taube*r Performer*in und bildende*r Künstler*in, Aktivist*in und Improvisationskünstler*in und zweisprachig mit LIS (Italienischer Gebärdensprache) und Italienischer Lautsprache aufgewachsen. Nach deren Studium in Theater und Darstellende Künste an der IUAV in Venedig debütierte Diana mit «Autoritratto in tre atti» (2021), das in Italien und Europa präsentiert wurde. Diana arbeitete mit Xavier Le Roy für «Le Sacre du Printemps» (2022) und hatte kürzlich deren erste Einzelausstellung «Je Vous Aime» in der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo (2024). Diana ist Vorsitzende*r von Al.Di.Qua. Artists, der ersten Vereinigung in Europa von und für behinderte Künstler*innen.

Credits

  • Konzept, Performance & Visuelle Komponenten:
    Diana Anselmo
    Darsteller*innen:
    Diana Anselmo, Daniel Bongioanni, Antonio Dominelli
    Ton & Komposition:
    Antonio Dominelli
    Text des Sing-Songs:
    Paddy Ladd
    Dramaturgie:
    Piersandra di Matteo
    Coaching in Forschungs- und Leistungsmaterial:
    Saša Asentić
    Produktionsleitung:
    Chiasma
    Koproduziert mit:
    Scuola Piccola Zattere, TheaterFormen Festival, Gessnerallee Zürich, FuoriMargine Centro di Produzione di Danza e Arti Performative della Sardegna, Danae Festival
    Deaf Interpreters:
    Kristina Jankovićs, Annemarie Meier

Unterstützt durch

  • «Pas Moi» wird vom Netzwerk R.O.M (Residencies On the Move) beim Reykjavik Dance Festival auf Einladung des Santarcangelo Festivals unterstützt. R.O.M wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Kreatives Europa, dem Conseil des arts de Montréal und dem Conseil des arts et des lettres du Québec unterstützt; realisiert mit der Unterstützung des Italienischen Kulturinstituts Oslo, des Italienischen Kulturinstituts Berlin und des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit.

    Der Programmschwerpunkt «(Un)gentle Learning» wird unterstützt durch die Ernst Göhner Stiftung.

Copyright: Katrin Ribbe

Copyright: Katrin Ribbe

Copyright: Katrin Ribbe

Copyright: Katrin Ribbe

Copyright: Katrin Ribbe

Gessnerallee Saisonstart 2025/26

Zum Saisonstart findet an der Gessnerallee vom 11. bis 21. September der Programmschwerpunkt «(Un)gentle Learning» statt. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit Prozessen des Übergangs, des Trauerns und des Lernens.

«Stars Are Never Sleeping, Dead Ones and the Living»
Theres Indermaur und Stephanie Müller
11.09. - 15.09.
18.09. - 21.09.
Rauminstallation

«Fourth Eye, 4.40 AM»
Ceylan Öztrük
11.09., 13.09., 14.09., 15.09.
Performance

«Pas Moi»
Diana Anselmo

(in LIS, italienische Gebärdensprache)
12.09., 13.09.
Lecture-Performance

«Muskeln aus Plastik - eine crip-queere Lesung»
Kay Matter
14.09.
Lesung

«Neutralitätstheater – Mythos Schweiz auf dem Prüfstand!»
Hannan Salamat und Fatima Moumouni

18.09.
Gespräch, Performance

«Sleight of Hand»
Jo Bannon
(in deutscher Lautsprache)
19.09.
Installation, Performance

«Sleight of Hand»
Jo Bannon

(in englischer Lautsprache)
20.09.
Installation, Performance

«When the Calabash Breaks»
Tiran Willemse und Melika Ngombe Kolongo (Nkisi)
20.09, 21.09.
Open-Air-Performance, Musik, Tanz

«KOMMANDO AJAX»
Cemile Sahin
21.09.
Lesung

Die schmerzhafte Zärtlichkeit des Übergangs

27. August 2025

Von Isabel Gatzke

Zum Saisonstart 2025/26 findet an der Gessnerallee vom 11. bis 21. September der Programmschwerpunkt «(Un)gentle Learning» statt. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit Prozessen des Übergangs, des Trauerns und des Lernens. Lesen

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