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Programmschwerpunkt: Communities of Hope

«JUICE»
River Roux

PerformanceCovid Safer Space

«JUICE» konfrontiert die Kategorisierung androgyner, unlesbarer und ungehorsamer Körper.

  • Fr. 17.04. 20:00 – 21:35

    Halle

  • Sa. 18.04. 20:00 – 21:35

    Mit anschliessendem Gespräch

    Halle

    • Übersetzung in DSGS
In «JUICE» begibt sich River Roux in einen durchsichtigen Raum und sieht sich mit Blicken zwischen Begierde und Ekel sowie Attraktion und Scham konfrontiert. Copyright: Fotonoid

1820 begann für die neunzehnjährige Mademoiselle Lefort mit einer Ausstellung ihre internationale Karriere. Sie wurde als «unwiderstehliche Attraktion und vollkommene Vermischung der Geschlechter» der Öffentlichkeit präsentiert. Was Lefort damals empfand, ist unbekannt. Wie ihr Körper von Ärzten untersucht und betrachtet wurde, ist akribisch dokumentiert.

Bis heute erklärt die Medizin inter* Personen zum biologischen Phänomen und zugleich zur anatomischen Unmöglichkeit. Gutachten um Gutachten wird ihre Existenz seziert, untersucht, bewertet und schliesslich verunmöglicht.

In der Performance «JUICE» begibt sich River Roux in einen durchsichtigen Raum. Ob Museum, Stripclub oder Observatorium, die Blicke, die auf sie gerichtet sind, oszillieren zwischen Begierde und Ekel, zwischen Attraktion und Scham. Roux untersucht die Faszination mit Körpern im Dazwischen: Welcher Körper wird als «natürlich», welcher als aufbegehrend wahrgenommen? Und wer darf jenseits von Fetisch existieren?

Covid-Safer-Veranstaltung

Alle Veranstaltungen des Programmschwerpunkts Communities of Hope finden als Covid-Safer-Veranstaltungen statt. Daher gilt für diese Veranstaltung eine Test- und Maskenpflicht. Tests und Masken werden vor Ort bereitgestellt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache

  • Stufenloser Zugang

  • Sprache: in englischer Lautsprache mit DSGS Verdolmetschung am 18. April

  • Content Notes: Thematisierung medizinischer Zwangseingriffe, der Diskriminierung von trans und inter* Personen sowie von Tod, Sex und Kink/Fetisch; Nacktheit

  • Sensorische Reize: laute Geräusche und Klänge, explosionsartige Geräusche

  • JUICE ist englisch.

    Man spricht es so aus: tschus.

    Das bedeutet auf Deutsch: Saft.

     

    Das Theater-Stück handelt von Marie Lefort.

    Marie Lefort war eine Frau mit Bart.

    Sie lebte im 19. Jahrhundert.

    Viele Menschen fanden ihren Körper komisch.

    Viele Ärzt*innen haben sie untersucht.

    Ärzt*innen untersuchen auch heute oft inter Personen.

    Inter Personen sind Menschen,

    die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind.

    Viele Menschen haben auch heute noch ein Problem mit anderen Körpern.

    Im Theater-Stück steht River Roux in einem durchsichtigen Raum.

    Das Publikum schaut sie an.

    Das Stück stellt Fragen:

    • Welche Körper sind normal?

    • Wer bestimmt, was normal ist?

  • Konzept, Text, Performance:
    River Roux
    Co-Creation:
    Bibiana Mendes
    Bühne, Kostüm, Lichtdesign:
    Teresa Heiss
    Musik, Sounddesign:
    Olive Mondegreen
    Dramaturgie:
    Lili Hering
    Produktion:
    Tobias Frühauf (Tacheles und Tarantismus), Philipp Wolpert (Tacheles und Tarantismus)
    Eine Koproduktion von:
    Theaterschiff Heilbronn, Tacheles und Tarantismus und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

  • River Roux ist Performancekünstlerin, Autorin und Pole-Tänzerin. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen die Verbindungen zwischen Arbeit, Geschlecht, Fürsorge und Sexualität. Von 2021 bis 2023 war sie Mitglied des Berlin Stripper’s Collective. 2024 entwickelten Bibiana Mendes und River Roux das Solo «JUICE», das seitdem zum Repertoire der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gehört. Im Jahr 2025 konzipierte Roux gemeinsam mit Lola Arias das Stück ANDROGYNOUS am Maxim-Gorki-Theater Berlin. In der Spielzeit 26/27 wird Roux dem Ensemble der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz beitreten. Das neue Stück von Mendes & Roux, «prick prick boom», wird dort im Mai 2026 uraufgeführt. Roux’ Arbeiten wurden im Gropiusbau Berlin, an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, am Maxim-Gorki-Theater, beim auawirleben Festival Bern, in der Gessnerallee Zürich, an den Münchner Kammerspielen, beim 6 Tage Frei Festival Stuttgart und in der Schwankhalle Bremen gezeigt.

  • Die Baden-Württemberg Stiftung und die Projektförderung des Landesverbands Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg (LaFT BW) e.V. Der LaFT BW e.V. wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

    Der Programmschwerpunkt Communities of Hope wird unterstützt durch die Ernst Göhner Stiftung. 

Copyright: Fotonoid

Copyright: Fotonoid

Copyright: Fotonoid

Gessnerallee Programmschwerpunkt 2025/26

Vom 9. bis 18. April lädt der Programmschwerpunkt «Communities of Hope» an der Gessnerallee dazu ein, solidarische Praktiken und hoffnungsvolle Strategien der Gemeinschaftsbildung zu erproben und queere Ästhetiken zu feiern. Alle Programmpunkte finden als Covid-Safer-Veranstaltungen statt.

«Belonging Space»
Stephanie Müller & Theres Indermaur
09.04. 18.04.
Rauminstallation, Rückzugsraum

«MASTEKTOMIE. Ein bittersüsses Abschiedslied»
CHICKS* freies performancekollektiv
09.04., 10.04.
Performance

«Ich möchte nicht die perfekte Geschichte schreiben»
Mani Owzar
11.04.
Lesung

«Anouchka Gwen»
11.04.
Konzert

«Ich möchte nicht die perfekte Geschichte schreiben»
Mani Owzar
12.04.
Schreibworkshop

«Zusammensein. Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit»
Hadija Haruna-Oelker
16.04.
Lesung

«JUICE»
River Roux
17.04., 18.04.
Performance

Hoffnung als verbindende Praxis

6. März 2026

Von Noa Winter

Vom 9. bis 18. April lädt der Programmschwerpunkt «Communities of Hope» an der Gessnerallee dazu ein, solidarische Praktiken des Zusammenlebens und hoffnungsvolle Strategien gemeinsam zu erproben. Lesen

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