Zur Übersicht

Wochenbrief

Das Programm im Juni

Im letzten Monat unserer Saison gibt es zwei Gesprächsreihen und fünf Arbeiten von lokalen Künstler*innen zu entdecken. Wochenbrief #84

Team Gessnerallee, 3. Juni 2026

Credits: Büroräumlichkeiten Baslerpark, Copyright: Gessnerallee

Liebe Besucher*innen der Gessnerallee, liebe Künstler*innen

Nur eine Strassenseite entfernt vom Einkaufszentrum Letzipark liegt der Baslerpark und bietet mit 24’000 m² mindestens 240 frei mietbare Arbeitsplätze. Die Website verspricht «Business as unusual»: luftige Treppenhäuser, grosse Lifte, moderne Sanitäranlagen, 140 Parkplätze in der Tiefgarage, ein Fitnesscenter, eine begehbare Dachterrasse – alles ist vorhanden, was den Arbeitsalltag angenehm macht.

Inmitten dieses Versprechens von kreativer Produktivität haben sich die drei Künstler*innen Eulalie Déguénon, Noé Wetter und Lucia Salomé Gränicher eingemietet und proben einen Abschied. In ihrer ortsspezifischen, installativen Performance «Dry Down – Requiem for a Lost Room» (12. bis 16. Juni) laden sie ein zu einem letzten Apéro zu Ehren des guten alten Büros. Was passiert mit einem solchen Ort, wenn sich immer mehr Menschen ins Homeoffice oder ins digitale Nomadentum verabschieden? Wenn das Private nicht mehr in den Arbeitsraum hineinwächst, sondern die Arbeit das Private durchdringt?

Das Publikum begibt sich, zusammen mit den zwei Schauspieler*innen und Tänzer*innen Bea Nichele und Tejus Menon sowie der Musikerin Mira Hirtler, auf eine Reise durch Räume vergangener Geschäftigkeit. Zu den Tickets

Credits: Büroräumlichkeiten Baslerpark, Copyright: Gessnerallee

Das ist noch nicht alles: Im letzten Monat unserer Saison erwarten Sie zwei Gesprächsreihen und fünf Premieren, die von einer Site-specific-Arbeit im Stadtraum, einer poetischen Begegnung zwischen drei Sprecher*innen bedrohter Sprachen im Dunkeln, einer inklusiven Sommer-Quiz-Nacht sowie einem queeren partizipativen Persönlichkeitstest bis zu einer Talkreihe mit Disco reichen.

Überblick Juni-Programm

«Datenlecks mit politischer Sprengkraft und Cross-Border-Journalismus» von WOZ – «Die Wochenzeitung»

3. Juni, 19.30 Uhr 

Heute Abend findet die letzte Folge der ersten Staffel der Gesprächsreihe «Monatsthemen» der Gessnerallee in Kooperation mit verschiedenen Redaktionen statt. Zu Gast ist diesmal die WOZ – «Die Wochenzeitung». Im Gespräch gibt die Redaktion Einblick in ihre Recherchen und den Umgang mit Datenlecks und diskutiert die Vorteile und Herausforderungen internationaler Recherchekooperationen. Zu den Tickets

«Zugehörigkeit, Verlust und die Sprache der Kunst» von artasfoundation

10. Juni, 17.30 Uhr 

Künstlerisches Schaffen in Krisengebieten sieht sich mit herausfordernden Fragen konfrontiert. In dieser Gesprächsreihe kommen unterschiedliche Akteur*innen zusammen und reflektieren ihre Erfahrungen. Dieses Mal mit Vida Rucli (Architektin, Kulturschaffende, Robida Collective) und Fazil On Yu (Tänzer, Choreograf, Aktivist und Performancekünstler). Eintritt frei. Mehr Informationen

«Mutterzungen» von Rebekka Bangerter in Kollaboration mit Asa Hendry, Solange P. Molu, Felicia Touvenot

11. bis 16. Juni

Was geht verloren, wenn eine Sprache verschwindet? Eine intime, poetische Begegnung zwischen drei Sprecher*innen bedrohter Sprachen im Dunkeln. Zu den Tickets

«Dry Down – Requiem for a Lost Room» von Déguénon/Gränicher/Wetter

12. bis 16. Juni

Das Büro ist tot, lange lebe das Büro! Ein olfaktorisches Abschiedsritual von einem Raum, der in seiner Alltäglichkeit kaum zu übertreffen ist und trotzdem Lebens- und Arbeitsbiografien auf manchmal absurde Art prägt. Zu den Tickets

«Die Neue Unsicherheit» von Fatima Moumouni
19. Juni, 20 Uhr 

Unsicherheit wird hier nicht versteckt: Ein Format sucht das Ähm, teilt Zweifel – fern vom ewigen, nervigen WAS DARF MAN NOCH? Zu den Tickets

«INSIDE_OUT» von Kian Amadeus H. und Sarah Calörtscher
19. und 20. Juni

Ein partizipativer Persönlichkeitstest als Gameshow über innen und aussen, poröse Grenzen, Entscheidungen ohne falsche Antworten und Erkenntnisse, die persönliches Wachstum symbolisieren. Zu den Tickets

«Eine inklusive Sommer-Quiz-Nacht» von KAFi Q

20. Juni 

Zum Abschluss der Saison treffen sich im KAFi Q Menschen mit und ohne Behinderung zur Quiznacht. Es gibt Rätsel in Form von Bildern und Bewegungen. In jeder Runde wird ein Cocktail oder Snack serviert. Und es gibt coole Preise zu gewinnen. Eintritt frei. Mehr Informationen

Ausserdem

Copyright: KIN

Rund um den feministischen Streik am 14. Juni schafft das KIN-Festival Räume für Kunst, Austausch und gemeinsame Erfahrungen. Vom 11. bis 27. Juni 2026 zeigt das Festival in der Photobastei Zürich und an vielen weiteren Orten in der Stadt Zürich Arbeiten von rund 20 FLINTA-Künstler*innen. Dazu gibt es ein Programm mit Gesprächen, Konzerten, Theater, Partys, Lesungen und Performances. Von der Gessnerallee werden die Arbeiten «INSIDE_OUT» von Kian Amadeus H. und Sarah Calörtscher«Die Neue Unsicherheit» von Fatima Moumouni und «Eine inklusive Sommer-Quiz-Nacht» von KAFi Q im Rahmen des KIN-Festivals präsentiert. Mehr Informationen zum Festival

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 

Das Team der Gessnerallee

Copyright: Hannah Gottschalk

Möchten Sie über Ereignisse an der Gessnerallee informiert bleiben? Abonnieren Sie unseren Wochenbrief.

Mehr Beiträge

Die neue Unsicherheit ist zurück!

8. Juni 2026

Von Fatima Moumouni

Nachdenkliche, selbstkritische und unbedingt unsouveräne Gesprächsmomente. Alles abseits des jämmerlichen WAS DARF MAN DENN HEUTE NOCH SAGEN? Lesen

Die neue Unsicherheit ist zurück!

8. Juni 2026

Von Fatima Moumouni

Nachdenkliche, selbstkritische und unbedingt unsouveräne Gesprächsmomente. Alles abseits des jämmerlichen WAS DARF MAN DENN HEUTE NOCH SAGEN? Lesen

Hinhören

8. Juni 2026

Von Rahel Bains, Kathrin Veser und Miriam Walther

Die achte Ausgabe unserer Zeitung ist da. Mit Geschichten über verrutschte Wahrnehmungen, Kavalleriepferde, das Nicht-weiter-Wissen sowie Hitze, Humor und Chaos. Lesen

«Auf einmal denke ich in Sprache»

29. Mai 2026

Von Julia Weber

Gedanken zu einem langsamen Gespräch über das performative Stück «Mutterzungen». Ein Austausch mit der Regisseurin Rebekka Bangerter. Lesen

Nach oben