«Dry Down - Requiem for a Lost Room»
Déguénon/Gränicher/Wetter

Die Performance findet im Baslerpark statt

Das Büro ist tot, lange lebe das Büro! Ein olfaktorisches Abschiedsritual von einem Raum, der in seiner Alltäglichkeit kaum zu übertreffen ist und trotzdem Lebens- und Arbeitsbiografien auf manchmal absurde Art prägt.

  • Fr. 12.06. 20:00 – 21:30

    Premiere mit anschliessendem Apéro

    Baslerpark, Baslerstrasse 60, 8048 Zürich

    Wenige Restkarten an der Abendkasse

  • Sa. 13.06. 20:00 – 21:30

    Baslerpark, Baslerstrasse 60, 8048 Zürich

  • Mo. 15.06. 20:00 – 21:30

    Baslerpark, Baslerstrasse 60, 8048 Zürich

    Wenige Restkarten an der Abendkasse

  • Di. 16.06. 20:00 – 21:30

    Baslerpark, Baslerstrasse 60, 8048 Zürich

    Wenige Restkarten an der Abendkasse

Das Büro wird zum Schauplatz eines inszenierten Abschieds. Copyright: Déguénon/Gränicher/Wetter

Die ortsspezifische, installative Performance «Dry Down» lädt zu einem letzten Apéro in das Büro. Ob Grossraum oder am Ende eines langen Ganges, das Büro ist ein Ort der regulierten Arbeit und von Codes sowie Hierarchien durchdrungen. Trotz der vielen Regeln presst sich das Private stets an die Oberfläche. Biografien sind in höhenverstellbare Tische eingeritzt, Bewegungsabläufe treten sich in Spannteppichen fest und das Zwischenmenschliche prägt die ergonomischen Stühle.

Doch was passiert mit diesem Ort, wenn sich immer mehr Menschen ins Homeoffice oder ins digitale Nomadentum verabschieden? Wenn das Private nicht mehr in den Arbeitsraum hineinwächst, sondern die Arbeit das Private durchdringt? Das Büro beginnt zu faulen, es liegt brach, bereit zu sterben. In «Dry Down» tragen Klagelieder und Gerüche sein Vergehen und das Publikum ist eingeladen – zu einem Abschied und einer Feier des Verbleibenden.

«Dry Down – Requiem for a Lost Room» ist eine Kollaboration mit dem Art x Science Office der Universität Zürich.

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache

  • Stufenloser Zugang über eine Rampe

  • Dauer: Die Performance dauert 90 Minuten ohne Pause

  • Sprache: Wenig deutsche und englische Lautsprache

  • Content Notes: Es werden Abschieds- und Trauerrituale inszeniert.

  • Sound: Es gibt Live-Gesang und über eine weiten Teil der Performance eine Soundlandschaft aus flüsternden, atmenden und summenden Stimmen. Punktuell kann der Sound laut werden. Es wird am Ende des Stücks im ganzen Raum nahe dem Publikum gesaugt.

  • Geruch: Die Performance arbeitet intensiv und durchgehend mit Gerüchen, die als unangenehm wahrgenommen werden können (Putzmittel, Leder, Staub).

  • Licht: Die Performance nutzt das weisse, kalte künstliche Licht der Büroräume. In der zweiten Hälfte der Performance sorgen hauptsächlich helle Halogenlampen für Licht

  • Raum: Die Performance beginnt in einem Foyerraum. Barstühle, Sitzsäcke und Rollstuhlplätze sind vorhanden. Nach ca. 20 Minuten wird das Publikum für 10 Minuten durch mehrere Büroräume in einen weiteren Raum geleitet, dort gibt es neben Plätzen auf einer Holzbank (begrenzte Zahl an Sitzkissen und Keilkissen verfügbar) ebenfalls Sitzsäcke und Rollstuhlplätze. Die Plätze auf den Bänken bieten die Möglichkeit, sich an der Wand anzulehnen. Die Sitzsäcken stehen frei. Falls der Gang nicht wahrgenommen werden möchte, gibt es die Möglichkeit vom Einlasspersonal (erkenntlich beim Einlass), direkt zum nächsten Raum begleitet zu werden.

  • Publikum und Interaktion: Zu Beginn der Performance wird das eintreffende Publikum direkt adressiert und begrüsst. Im Verlauf der Performance bewegen sich die Spieler*innen nah am Publikum und es kann immer wieder zu Blickkontakt kommen, der nicht erwidert werden muss. Zu einem Zeitpunkt werden Songtexte ausgeteilt, es muss aber nicht gesungen werden und das Publikum wird gebeten, sich wenn möglich für eine Schweigeminute zu erheben. Der Raum kann jederzeit verlassen werden, kann danach aber nicht mehr betreten werden.

Copyright: Déguénon/Gränicher/Wetter

Copyright: Déguénon/Gränicher/Wetter

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