Rebekka Bangerter / Künstlerische Leitung
Rebekka Bangerter ist eine Schweizer Theatermacherin und Regisseurin. Sie studierte Theaterregie an der ZHdK, Zürich, Objekttheater/Neue Medien und Performance an der UNA, Buenos Aires sowie Deutsche Philologie, Linguistik und Geschichte in Basel. Ausserdem hat sie einen Masterabschluss im Studiengang DAS Theatre – Performative Research in Amsterdam. Ihre Arbeiten wurden national und international produziert und gezeigt, darunter Gessnerallee Zürich, Roxy Basel, Postremise Chur, Bühne Aarau, Anhaltisches Theater Dessau, Theater Osnabrück, Theater Darmstadt, Dampfzentrale Bern, Monty, Antwerpen, Tajrobeh Festival Teheran, Theater on Screen, Kiew. 2017 wurde sie zum Körber-Regiefestival am Thalia Theater Hamburg eingeladen. Sie ist Finalistin des Schweizer Nachwuchspreises PREMIO. Als Dramaturgin gewann sie gemeinsam mit Chun Shing Au 2024 beim Zürcher Theater Spektakel für die Arbeit GPO BOX No 211. den Anerkennungspreis. Neben ihrer Arbeit als Theatermacherin unterrichtet sie regelmässig an der ZHdK. Sie erkundet in ihrer Arbeit spielerisch scheinbar abstrakte Themen wie die Produktion und Ordnung von Wissen, aber auch Posthumanismus, Digitalisierung oder Arbeit und arbeitet mit und um Sprache, Technologie und die Ko-Präsenz des Publikums.
Asa Hendry / Künstlerische Mitarbeit und Performance
Asa Hendry wuchs in Val Lumnezia in der Surselva Graubündens auf und erlangte die Maturität an der Kantonsschule Chur. Asa studierte anschliessend Theaterwissenschaft und Gender Studies am Institut für Theaterwissenschaft in Bern und hat einen Abschluss des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen (Hessen, Deutschland). They arbeiten im Bereich Literatur, Theater und Performance und veröffentlicht regelmäßig in Zeitschriften. Zweimal, 2016 und 2018, gewannen they den Literaturpreis der rätoromanischen Region Term Bel. Bereits im Alter von fünfzehn Jahren schrieb Asa zusammen mit Flurina Albin das Fantasy-Büchlein Emalio in Rätoromanisch, das später 2015 von der Chasa Editura Rumantscha veröffentlicht wurde. Im Jahr 2018 veröffentlichten they ihren Debütroman Sin lautget (Chasa Editura Rumantscha; Bündner Literaturpreis 2021). 2024 erhielt Asa den Premi Travers Zuoz für their Stück: Bab, siu archiv ed jeu welches im Rahmen des Festival Travers im September 2025 von Rebekka Bangerter uraufgeführt wird. Zusammen mit der Company Pop-Up Mountain erhielt they den Nachwuchsförderungspreis PREMIO 2025. Asa schreibt und denkt an der Schnittstelle von Berg, Queerness, 3D-Animation und Literatur.
Felicia Touvenot / Künstlerische Mitarbeit und Performance
Felicia Touvenot ist eine Künstlerin und Aktivistin, die sich in den Bereichen Kommunikation, Menschenrechte und Kunst engagiert. Aufgewachsen in einer sorbischsprachigen Familie, verbrachte sie 20 Jahre in Frankreich, wo sie Kommunikationswissenschaften, Informatik und Veranstaltungsmanagement in Paris studierte. Seit 2021 arbeitet Felicia bei der NGO «Youth of European Nationalities» als Convenor für Mitgliederintegration, wo sie sich für nationale und autochthone Sprachen und Nationalitäten einsetzt. In dieser Rolle besuchte sie verschiedene ethnische Gruppen in Europa und arbeitet aktiv an verschiedenen Projekten für den Erhalt minorisierter Sprachen. Felicia spricht fliessend Französisch und Sorbisch als Muttersprachen sowie Englisch und Deutsch und lernt derzeit Spanisch. Sie organisiert Projekte zur Förderung der sorbischen Sprache, arbeitet regelmässig als Performerin in verschiedensten Theateraufführungen und gibt regelmässig Workshops im phōnē Network for Regional and Minority Language Theater und unterrichtete Französisch online. Daneben ist sie als Juniortrainerin bei einem Jugendaustausch über Traditionen tätig und leitet Workshops über intergenerationellen Dialog und intra-kommunale Vernetzung bei einer Künstlerresidenz in Barcelona.
Solange P. Molu / Künstlerische Mitarbeit und Performance
Solange P. Molu ist Sprachwissenschaftlerin, Texterin und Kulturvermittlerin mit einem besonderen Fokus auf Sprache, Bildung und Kunst. Ihre Ausbildung begann in Kamerun mit einem Lehrdiplom in Französisch, an der Pädagogischen Hochschule Yaoundé, gefolgt von einem B.A. in französischer Literatur. 2018 promovierte sie in Sprachwissenschaft an der Sorbonne Paris Cité und der Universität Paris 7. Ihre Kenntnisse umfassen Datenerhebung, Analyse und Auswertung sowie Wissensrepräsentation. Neben ihrer Tätigkeit als Französischlehrerin in Kamerun und der Schweiz arbeitete sie als Vermittlerin und Moderatorin sowie als Entwicklungsingenieurin beim CNRS in Paris und als Storytellerin und Texterin für Positive Charge International. Ihr aktuelles Interesse gilt dem Aktivistentheater, in dem sie Kunst als Werkzeug für gesellschaftliche Veränderung einsetzt – etwa in ihren Stücken «Warum bist du hier» (2022) über soziale Gerechtigkeit und «Zueritopia» (2023) zum Klimawandel. Solange spricht fliessend Bamoun, Französisch (Muttersprache) und Englisch sowie Deutsch auf B2-Niveau. Sie lebt in Zürich und hat zwei Kinder.
Dominic Röthlisberger / Komposition und Sounddesign
Geboren in Solothurn, studierte Dominic Röthlisberger Komposition an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2020 ist er freischaffender Komponist, Musiker, Sounddesigner und leidenschaftlicher Instrument- und Klangjäger. Seine Arbeit umfasst Bühnen- und Filmprojekte sowie Installationen und Konzertkompositionen. Zurzeit ist er mit unterschiedlichen Projekten und Formationen in der freien Theaterszene der Schweiz unterwegs mit Produktionen am Theater Roxy in Basel, der Gessnerallee Zürich, dem Theater Stadelhofen, oder dem Schlachthaustheater in Bern. Er schreibt Musik für Ensembles verschiedener Grössen, zuletzt für die Solothurner Singknaben («Arigs Bärze», 2020), und veröffentlicht unter dem Pseudonym «Lenos Lenophyllum» eigene Singer-Songwriter Lieder, zuletzt im Frühjahr 2021 die EP «Heiweh». Dominic Röthlisberger ist Stipendiat der Hirschmann Stiftung (2017) und Preisträger des Anzeiger Kulturförderpreises (2019). Im Rahmen des Solothurner Kulturförderpreises ist ihm ein halbjähriger Atelieraufenthalt in Paris 2023 zugesprochen worden. Dominic Röthlisberger lebt und arbeitet in Zürich und Solothurn.
Franca Manz / Szenografie und Kostüme
Franca Manz lebt und arbeitet in Zürich. Franca bewegt sich zwischen Theater und Kunst, meist in kollaborativen Prozessen. Sie arbeitet als freischaffende Kostümbildnerin und Szenografin in verschiedenen Konstellationen für Theater, Tanz und Performance in der freien Szene der Schweiz. Arbeiten waren unter anderem zu sehen im Tanzhaus Zürich, Dampfzentrale Bern, Theater Stadelhofen, Chorgasse Theater Neumarkt, kicks! Festival, about us Festival, Figurentheater St. Gallen, Gessnerallee Zürich, Kulturhaus Helferei und Kunsthalle St. Gallen. Franca studierte Szenografie im Bachelor an der ZHdK und Den Danske Scenekunstskole in Kopenhagen und schloss einen MFA in Public Spheres an der édhéa in Sierre ab. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit dem Verschwinden, Trauerritualen und Körperhüllen. Mit einem Fokus auf textilem Material erforscht sie in Installationen, Performances und Texten den Dialog mit Orten, deren Bewohnenden, dem Wetter und dem Zufall und verwebt darin Relationen zum Unsichtbaren und Unfassbaren.
Lukas Sander / Lichtdesign und technische Leitung
Lukas Sander ist geboren und aufgewachsen in Berlin. Er studierte Szenografie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (2005-12) bei Penelope Wehrli und Beatrix von Pilgrim sowie Bühnenbild an der Zürcher Hochschule der Künste (2012-15) bei Michael Simon. Danach war er assoziierter Künstler im Artistic Fellowship Programme der Zürcher Hochschule der Künste (2016-19) für das er von Prof. Dr. Barbara Gronau mentoriert wurde. Seit 2008 arbeitet er als Szenograf, Lichtdesigner und Videokünstler - zuerst in Deutschland und seit 2012 hauptsächlich in der freien Szene in der Schweiz. Diverse Projekte unter seiner Mitwirkung wurden eingeladen zu internationalen Festivals. Er ist Gründungsmitglied mehrerer künstlerischer Kollektive für zahlreiche Kollaborationen im Theater und installativer Kunst. In eigenen Produktionen realisiert er ortsspezifische Projekte, Installationen und Videowalks. Er arbeitet und unterrichtet an der Zürcher Hochschule der Künste und lebt in Zürich.