«Mutterzungen»
Rebekka Bangerter

in Kollaboration mit Asa Hendry, Solange P. Molu, Felicia Touvenot

Was geht verloren, wenn eine Sprache verschwindet? Eine intime, poetische Begegnung zwischen drei Sprecher*innen bedrohter Sprachen im Dunkeln.

  • Do. 11.06. 20:00 – 21:30

    Premiere mit anschliessendem Apéro

    Halle

  • Sa. 13.06. 20:00 – 21:30

    Halle

  • Mo. 15.06. 20:00 – 21:30

    Halle

  • Di. 16.06. 20:00 – 21:30

    Halle

Sorbische Frau zieht sich eine Tracht an. Copyright: Felicia Touvenot

Was macht Sprache lebendig – und wo beginnt Verstehen? 

Eine bamoun-sprechende Linguistin, eine rätoromanisch-sprechende*r Autor*in und eine sorbisch-sprechende Sprachaktivistin begegnen sich in einem Raum aus Kissen, Stimmen und Erinnerungen. Im fliessenden Wechsel zwischen verschiedenen Sprachen, Übersetzungen und Unübersetzbarem denken sie gemeinsam über Verlust und Weitergabe, über Sprache als Widerstand und Möglichkeitsraum nach. 

Das Publikum liegt, ähnlich einer gemeinsamen Übernachtung, mitten im Gespräch, wo Sprache nicht als reines Verständigungsmittel erscheint, sondern als Klang, Beziehung und gelebte Praxis. Achtsames Zuhören jenseits von sprachlichem Verstehen wird zur gemeinsamen Erfahrung.

Ein Theaterabend, der in den Zwischenräumen der Übersetzungen entsteht. In verschiedenen Lautsprachen. Ohne Übertitelung. 

Verschwinden der Sprachen

Weltweit werden rund 7000 Sprachen gesprochen. Davon gelten nur etwa 65 als sicher – und fast die Hälfte der heute gesprochenen Sprachen ist bedroht, innerhalb der nächsten Generationen zu verschwinden. Dies ist ein Verlust von bisher ungekanntem Ausmass: Noch nie in der Menschheitsgeschichte hat die sprachliche Vielfalt so schnell abgenommen. Doch was geht verloren, wenn eine Sprache verschwindet? Nicht nur Wörter, sondern Wissen, Erinnerungen, Weltbilder, Beziehungen und Formen, die Welt zu beschreiben und zu verstehen. 

Einen Einblick ins Thema: https://www.endangeredlanguages.com/

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache

  • Stufenloser Zugang

  • Alter: Empfohlen ab 12 Jahren

  • Sprache: Mehrsprachige Performance in verschiedenen Lautsprachen – Bamoun, Rätoromanisch, Sorbisch, Englisch, Deutsch, Schweizerdeutsch, Französisch und Spanisch. Nicht alles wird übersetzt. Zuhören jenseits von sprachlichem Verstehen ist Teil der Erfahrung.

  • Audiodeskription: Weitere Informationen folgen. 

  • Tastführung: Weitere Informationen folgen. 

  • Publikumssituation: Es gibt eine Sitz- und Liegelandschaft. Bei Barrierefreiheitsbedarf können Sitzsäcke und Stühle reserviert werden.

  • Sensorische Reize: Grosse Teile der Performance finden im Dunkeln statt.

  • Weitere Informationen zur Barrierefreiheit werden bis zur Premiere laufend ergänzt.

Mehr Veranstaltungen

Do. 09.04. - Sa. 18.04.
Programmschwerpunkt: Communities of Hope«Belonging Space»Stephanie Müller & Theres IndermaurGeöffnet jeweils 1 Stunde vor bis 1 Stunde nach der Veranstaltung
Freier Eintritt
Do. 09.04. 18:00
Programmschwerpunkt: Communities of Hope«Belonging Space»Stephanie Müller & Theres IndermaurEröffnung mit Apéro
Freier Eintritt
Do. 09.04. 20:00
Programmschwerpunkt: Communities of Hope«MASTEKTOMIE. Ein bittersüsses Abschiedslied»CHICKS* freies performancekollektiv
Wenige Restkarten an der Abendkasse
Fr. 10.04. 20:00
Programmschwerpunkt: Communities of Hope«MASTEKTOMIE. Ein bittersüsses Abschiedslied»CHICKS* freies performancekollektiv
Sa. 11.04. 19:30
Programmschwerpunkt: Communities of Hope«Ich möchte nicht die perfekte Geschichte schreiben»Mani OwzarIm Anschluss findet ein Konzert mit Anouchka Gwen statt
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