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Reihe: Monatsthemen

«Alpha Boys – Recherchen aus der Manosphere»
SRF Investigativ & SRF Data

Gespräch

Eine Gesprächsreihe der Gessnerallee in Kooperation mit verschiedenen Redaktionen: Einmal im Monat wählt eine Redaktion ein journalistisches Schwerpunktthema aus und diskutiert es live mit dem Publikum. Dieses Mal geht es um das Männlichkeits-Ideal der Manosphere.

  • Mi. 06.05.19:30 – 21:30

    Nordflügel

    Wenige Restkarten an der Abendkasse

Die Gessnerallee präsentiert in Kooperation mit verschiedenen Redaktionen jeweils ein journalistisches Schwerpunktthema. Copyright: Bodara GmbH

Hart, diszipliniert, gefühlskalt, reich: So lautet das Männlichkeits-Ideal der Manosphere – einer Subkultur, die männliche Überlegenheit feiert und Gleichstellung ablehnt. Die Manosphere ist längst im Alltag von Schweizer Jugendlichen angekommen – mit teils gravierenden Folgen. Wie geraten junge Männer in diesen Sog? Wann wird aus Ideologie realer Hass oder gar Gewalt? 

Die SRF-Journalist*innen Julian Schmidli, Sonja Mühlemann und Stefanie Hasler erzählen, wie sie für ihre Recherchen tief in die Abgründe der Manosphere eintauchten. Sie beleuchten die Mechanismen hinter Andrew Tates Online-Imperium und geben Einblick in die Gedankenwelt von Incels. Sie zeigen, wie schnell junge Männer auf TikTok mit Inhalten aus der Manosphere in Berührung kommen. Schliesslich beleuchten sie die tragischen Folgen dieser Ideologie am Beispiel des ersten Incel-Attentats der Schweiz. Und wie sie ihre Resultate als Podcast, Dok-Film und Online-Artikel erzählten, unter dem Titel: Alpha Boys. 

Speaker*innen: 

  • Recherche-Team: Julian Schmidli, Sonja Mühlemann, Stefanie Hasler 

  • Gästin: Dr. Lea Stahel, Soziologin an der Universität Zürich

Mehr zu den Recherchen:

Informationen zu den Gastgeber*innen

Julian Schmidli ist Journalist bei SRF Data. Das datenjournalistische Team bereitet  komplexe Themen mit Datenanalysen, Visualisierungen und interaktiven Recherchen verständlich auf. Sonja Mühlemann und Stefanie Hasler sind Journalistinnen bei SRF Investigativ. Das vierzehnköpfige Team recherchiert Missstände und Machtstrukturen mit langfristigen, gründlichen Investigativrecherchen für alle Bereiche und Kanäle von SRF. 

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache

  • 120-minütige Veranstaltung mit Pause

  • In deutscher Lautsprache

  • Stufenloser Zugang

  • Inhaltshinweise: Diese Veranstaltung befasst sich explizit mit den Themen Manosphere-/Incel-Ideologien, Frauenhass, sexualisierter Gewalt, Rassismus, Antisemitismus und Ableismus. Diskriminierende, menschenfeindliche und gewaltvolle Inhalte werden beschrieben und sprachlich reproduziert.

  • Einmal pro Monat wählt eine Redaktion ein journalistisches Schwerpunktthema aus und teilt es live mit den Besucher*innen vor Ort. Die Gesprächsreihe der Gessnerallee findet jeweils in Kooperation mit unterschiedlichen Redaktionen statt. Inspiriert wurden die «Monatsthemen» von der sehr geschätzten Reihe «Kosmopolitics», die im ehemaligen Kosmos stattfand.

  • SRF Investigativ recherchiert unabhängig und langfristig zu Machtstrukturen, Missständen und gesellschaftlich relevanten Themen. Der Fokus liegt auf politischer, wirtschaftlicher und institutioneller Verantwortung sowie auf gründlicher Quellenarbeit. SRF Data analysiert komplexe Sachverhalte mithilfe von Daten, Statistik und Programmierung. Mit interaktiven Visualisierungen und verständlichen Einordnungen tragen beide Teams zu Transparenz, kritischer Öffentlichkeit und demokratischer Meinungsbildung bei.

    CORRECTIV.Schweiz ist ein gemeinnütziges Recherchezentrum. Gemeinsam mit der Bevölkerung recherchieren sie und stärken damit die Demokratie. Dabei nutzen sie innovative Wege und Methoden, etwa den von ihnen entwickelten CrowdNewsroom. Ausserdem vernetzen sie lokal arbeitende Journalist*innen und decken alleine oder gemeinsam mit Partner*innen gesellschaftliche Missstände auf.

    REFLEKT wurde 2019vals das erste unabhängige und gemeinnützige Recherche-Team der Schweiz gegründet. Seither realisiert ein kleines, schlagkräftiges Team grosse Recherchen mit grosser Wirkung. Um Missstände aufzudecken und Transparenz zu fördern, konzentrieren sie sich auf mehrmonatige, investigative Recherche-Projekte, die klassische Redaktionen immer seltener stemmen können. Indem sie ihre Arbeit attraktiv aufbereiten und über verschiedene Kanäle publizieren, machen sie ihre Arbeiten einem grösstmöglichen Publikum zugänglich. So fördern sie Qualität im Journalismus, erhöhen die Informiertheit der Bevölkerung und tragen zur Medienvielfalt sowie zu einer funktionierenden Demokratie bei.

    Die Republik ist ein digitales Magazin für Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur, das seit Januar 2018 herausgegeben wird. Es ist finanziert von seinen Leser*innen und täglich werden ein bis drei Beiträge publiziert.

    Tsüri.ch wurde 2015 von Simon Jacoby zusammen mit einer Gruppe junger Journalist*innen gegründet, mit dem Ziel unabhängigen Lokaljournalismus zu machen. Ein Stadtmagazin, das immer kritisch, am Puls der Stadt und transparent ist. Jährlich organisieren sie Fokusmonate zu Themen wie Wohnen, Sucht oder Mobilität. Inhalte dieser Themenschwerpunkte sind Podiumsdiskussionen, Stadtspaziergänge oder Workshops.

    WAV ist ein zwölfköpfiges Recherchekollektiv aus Zürich. Sie sind seit 2021 Recherchepartner*innen für Journalist*innen und Redaktionen, die Zivilgesellschaft und den Non-Profit-Sektor. Ihre Recherchen hinterfragen kritisch und öffnen die Türen der Sitzungszimmer und Board-Rooms, wo im Stillen Entscheidungen fallen, die alle betreffen. Sie schaffen Transparenz – damit die Verantwortlichen nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten gemessen werden.

    Die WOZ – Die Wochenzeitung ist eine unabhängige, links-grüne Wochenzeitung aus der Schweiz. Seit 1981 berichtet sie kritisch über Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur und legt dabei besonderen Wert auf Hintergründe, Machtverhältnisse und soziale Gerechtigkeit. Die WOZ arbeitet genossenschaftlich organisiert und ist weitgehend werbe- und konzernunabhängig. Mit sorgfältig recherchierten Analysen, Reportagen und Kommentaren versteht sie sich als Gegenstimme zum Mainstream und als Beitrag zu einer informierten Öffentlichkeit und lebendigen Demokratie.

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