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Gessnerallee und KIN-Festival

«INSIDE_OUT»
Kian Amadeus H. & Sarah Calörtscher

Performance

Ein partizipativer Persönlichkeitstest als Game über Innen und Aussen und poröse Grenzen, mit Entscheidungen ohne falsche Antworten und einem Preis, der persönliches Wachstum symbolisiert.

  • Fr. 19.06. 18:00 – 19:20

    Premiere

    Südbühne

  • Fr. 19.06. 20:00 – 21:20

    Im Anschluss Premierenapéro

    Südbühne

    Wenige Restkarten an der Abendkasse

  • Sa. 20.06. 18:00 – 19:20

    Südbühne

  • Sa. 20.06. 20:00 – 21:20

    Mit Tischgespräch von Art of Intervention um 19:15 Uhr

    Südbühne

Videostill. Copyright: Klementine Medved
  • Relaxed Performance
  • Englische Lautsprache
  • Übertitel in DE und ENG

«INSIDE_OUT» ist die Kreuzung aus einem Bravo* Persönlichkeitstest mit der Kindershow «1, 2 oder 3»**: ein partizipatives Format über Ränder, Oberflächen, Hüllen und Innereien. Anhand dem Motiv verschiedener Innen und Aussen verhandelt das Game die porösen Grenzen zwischen Selbst und Other, Sicherheitsfantasien und Vorstellungen von (Un-)Zugehörigkeit. 

Eine Stimme lädt das Publikum ein, Entscheidungen zu treffen. Position zu beziehen und wieder zu verlassen. Falsche Antworten gibt es nicht in einem Persönlichkeitstest – das Publikum hat nichts zu verlieren. Bloss Erkenntnisse zu gewinnen. Und einen Preis, der das persönliche Wachstum symbolisiert.

*Bravo ist eine seit 1956 erscheinende deutsche Jugendzeitschrift, die sich vor allem mit Popkultur, Musik, Stars sowie Themen rund um Liebe, Sexualität und Jugendalltag beschäftigt.

**1, 2 oder 3 ist eine seit 1977 ausgestrahlte deutsche Kinderspielshow, in der Kinder durch Bewegung und Wissen Multiple-Choice-Fragen beantworten.

Tischgespräch mit Art of Intervention

Am Samstag, 20. Juni, findet rund um die letzte Aufführung ein rahmendes Tischgespräch von Art of Intervention statt.

Der erste Teil beginnt um 19:15 auf dem Platz vor der Südbühne und bietet die Möglichkeit, sich gemeinsam auf den Theaterabend einzustimmen und einen queerfeministischen Blick auf verschiedene Aspekte der Performance zu werfen.

Im Anschluss an die Vorstellung folgt ein weiteres halbstündiges Treffen, um den Abend im Dialog mit den Beteiligten in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen. Der Raum wird für Austausch geöffnet: zum Teilen von Eindrücken, zum Weiterdenken von Fragen und zum Verschieben von Perspektiven.

KIN-Festival

Rund um den feministischen Streik am 14. Juni schafft das KIN-Festival Räume für Kunst, Austausch und gemeinsame Erfahrungen. Vom 11.–27. Juni 2026 zeigt das Festival in der Photobastei Zürich und an vielen weiteren Orten in der Stadt Zürich Arbeiten von 15 FLINTA-Künstler*innen. Dazu gibt es ein Programm mit Gesprächen, Konzerten, Theater, Partys, Lesungen und Performances. Mehr Informationen finden Sie hier.

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache

  • Stufenloser Zugang

  • Sprache: In englischer Lautsprache mit englischen und deutschen Übertiteln

  • Partizipation: Es werden maximal 35 Personen im Raum sein. Personen erhalten beim Einlass ein Sammelgefäss. Sie werden dazu eingeladen, sich gemäss verschiedener Fragestellungen im Raum zu positionieren und bunte Bohnen in diesem Gefäss zu sammeln. An einer Stelle wird das Publikum dazu eingeladen, Personen in der Nähe zu begrüssen. Jegliche Partizipation ist freiwillig.

  • Relaxed Performance: Es ist ausdrücklich erlaubt, Geräusche zu machen und sich im Raum zu bewegen. Es ist jederzeit möglich, den Raum zu verlassen und zurückzukommen. 

  • Sitzmöglichkeiten: Die Besucher*innen werden eingeladen, sich durch den Raum zu bewegen. Es stehen bei Bedarf einige Museumshocker und Sitzsäcke zur Verfügung. Sitzsackplätze können beim Ticketkauf reserviert werden. Es ist möglich, von den Sitzsäcken aus am Spiel teilzunehmen oder sich temporär aus dem Spiel zurückzuziehen.

  • Early Boarding: 20 Minuten vor Beginn der ersten Show (Fr 19.06. & Sa 20.06. um jeweils 17:40 Uhr) gibt es jeweils ein Early Boarding, welches auch eine ausführliche Spielerklärung beinhaltet und die Möglichkeit bietet, den Raum früher zu betreten und Sitzmöglichkeiten zu reservieren. Für die zweite Vorstellung des Abends gibt es kein Early Boarding.

  • Inhaltshinweise: In einzelnen Szenen wird Videomaterial eingesetzt, das Unwohlsein oder Ekel auslösen kann. Genauere Informationen zu den betreffenden Stellen erhalten Sie vor der Vorstellung am Access Infopoint vor der Südbühne.

  • Da die Produktion aktuell erarbeitet wird, werden sich Details betreffend Informationen zur Barrierefreiheit bis zum Tag der Premiere noch ändern.

  • Für weitere Fragen können Sie sich an barrierefreiheit@gessnerallee.ch wenden oder vor beiden Vorstellungen den Access Infopoint vor der Südbühne besuchen.

  • Konzept, Projektleitung, Text:
    Kian Amadeus H.
    Dramaturgie, Text, Voice Over:
    Sarah Calörtscher
    Videoinstallation:
    Fabio Colledani
    Bühne, Licht:
    Chih-Ying Lin
    Komposition, Sound:
    Ophelia Sullivan
    Videographie:
    Klementine Medved
    Unterstützung Bühnenbild:
    Viccy Link
    Beratung Relaxed Performance:
    Lovis Heuss
    Computer Generated Imagery (CGI):
    Matheus Pasek
    Herzlichen Dank an:
    Sophie Vögele (Recht auf Wir) und Andrea Zimmermann (art of intervention)
    Vielen Dank an:
    Simon Froehling für den dramaturgischen Support, sowie abcde Flash für die Bereitstellung eines Ausschnitts aus ihrem Film «Ohrwurm»

  • Kian Amadeus H. schreibt und gestaltet Aufführungen, Games, Spiele und Verführungen. Als Theatermacher*in widmet dey sich Formen des Publikumseinbezugs und deren ästhetischen wie politischen Implikationen, als Autor*in dem Verfassen von Texten für die vielfältigen (Bühnen-)Formate, die Kian und liebgewonnene Kompliz*innen zusammen entwickeln. Durch Texte wie Inszenierungen zieht sich als roter Faden ein spielerisches Auflösen von Sprache, Identität und Gewissheit – sowie ein Misstrauen gegenüber phallischen Handlungssträngen und roten Fäden. Kian ist Teil von «NIRGENDWIE», «DAS FLAMMENDE FAGOTT» und des Leitungsteams der «Grube[n] – Garage für Zusammenkunft und zeitgenössische Kunst». 

    Sarah Calörtscher verbringt viel Zeit vor Tastaturen: An Synthesizern formt sie Sound, am Rechner arrangiert sie Wörter. Nach einem Bachelor in Musik und Bewegung studierte sie Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Sie arbeitet als Autorin, Dramaturgin und Musikerin – oft an den Schnittstellen dieser Felder. In ihrem Schreiben verwebt sie wissenschaftliches und hobbyphilosophisches Garn mit Absurditäten aus den Randzonen des Internets zu Textmaterial. Ihr im Dramenprozessor entstandenes Stück «Herz aus Polyester» gewann 2024 den Kleist-Förderpreis und wurde am Deutschen Theater uraufgeführt. 2025 feierte «Die Rückkehr der Fährfrauen*» (Stücklabor) am Luzerner Theater Premiere. «DRILL BABY DRILL» wurde am Staatstheater Nürnberg uraufgeführt und ist für den Schweizer PLAY PREIS 2026 nominiert. Als Artist in Residency am Isoquant in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim entsteht derzeit ihr viertes Stück.

    Fabio Colledani ist ein bildender Künstler, der in Basel lebt und arbeitet. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Technologie, Identität und Medienkultur und verbindet Video und Performance in installativen Kontexten. Fabio Colledanis Praxis reflektiert das wechselseitige Verhältnis von Subjektivierungsprozessen zwischen Technologie und Individuum und nutzt konstruierte Identitäten sowie absurde Selbstinszenierungen, um Authentizität zu hinterfragen. Zentral ist dabei die kritische Auseinandersetzung mit algorithmischen Systemen, popkultureller Ästhetik und den ideologischen Dimensionen zeitgenössischer Bildproduktion sowie deren technologischen Grundlagen.

    Chih-Ying Lin, 1991 in Taipeh geboren, zog aus Neugier auf das deutsche Theater nach Europa und lebt seit 2021 in Zürich. Sie studierte Bühnen- und Filmgestaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie MA Bühnenbild an der ZHdK, das sie 2023 mit der kollektiven Arbeit «to end utopia / schönes Leben» abschloss. Während des Masterstudiums beschäftigte sie sich intensiv mit dem Zusammenspiel der Bühnenelemente als Teil des Bühnenbildes ebenso mit dem Licht, das als eigener Akteur in die Arbeit einspielt. Nach Projekten im Film- und Theaterbereich richtet sie ihren Fokus nun auf das erweiterte Studium kollaborativer Raumentwicklung. Dabei interessiert sie besonders, wie Zusammenarbeit im alltäglichen Umfeld funktioniert und inwiefern das Theater räumlich wie zeitlich Einfluss auf einen grösseren Lebensraum gewinnen kann.

    Ophelia Theo Sullivan ist Komponist*in, Musikproduzent*in, DJ, Vokalist*in und Multiinstrumentalist*in und lebt in Leipzig. Ophelia arbeitet an der Schnittstelle von elektronischem Sound, Band-Sound und orchestralem Sound. Ophelias Arbeiten beschränken sich nicht auf einzelne Genres. Zentrale Idee ist die Gegenüberstellung und Verschmelzung verschiedenster Stilrichtungen. Ophelia arbeitet über die eigenen Musikprojekte hinaus seit 2019 vermehrt als Komponist*in für Theater-, Tanz- und Performance-Formate sowie für Film und andere künstlerische Medien. Sullivan schrieb im Laufe der Jahre Musik für Produktionen an renommierten Häusern wie dem Staatstheater Mainz, dem EinTanzHaus Mannheim, den Sophiensaelen in Berlin und dem LOFFT in Leipzig. Ophelia interessiert sich vor allem für inter- und transdisziplinäre Formate und verfolgt einen experimentellen, aber durchkomponierten Ansatz, der vor allem die (musikalischen) ZwischenRäume erkundet und akustische mit elektronischen Methoden verbindet.

    Klementine Medved (keine Pronomen) ist an der Universität Hildesheim studierte*r Videograph*in mit Leidenschaft für queere und politische Inhalte. Klementine arbeitete u.a. zusammen mit dem queerfeministischen Performancekollektiv CHICKS*, fertigte Videoarbeiten für das TRANSEUROPA Festival sowie mit MIGRANTIFA für das CLINCH Festival. Klementine verfolgt experimentelle ästhetische Ansätze und Arbeitsweisen mit Anleihen aus dem Dokumentarischen. Darüber hinaus hat Klementine Erfahrung als DP und Kameraassistenz in diversen anderen Genres, u.a. für Commercials, Musikvideos und Filme wie «INBETWEEN» (2020), «JOCKSTRAP JESUS» (2021), «BLAUPAUSE» (2022) und «FESTGEFAHREN» (2022).

    Das Team von «INSIDE_OUT» fand bereits für eine Vorläufer*in dieses Projekts zusammen. Ausgangspunkt war eine Faszination für die Übertragung von Game-Formaten in Theaterräume – für die Verheissung von Fun darin und die Verstrickungen in politische Fragen nach Teilhabe, Beeinflussung, Manipulation und Emanzipation.

  • Stadt Zürich Kultur, Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich, Ernst Göhner Stiftung, Elisabeth Weber Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung, Migros Zürich

    Die ersten Schritte des Projekts wurden gefördert durch: Recht auf Wir und dem Fonds RESPECT von LOS, TGNS & PINK CROSS

Videostill. Copyright: Klementine Medved

Videostill. Copyright: Klementine Medved

Videostill. Copyright: Klementine Medved

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