Kian Amadeus H. schreibt und gestaltet Aufführungen, Games, Spiele und Verführungen. Als Theatermacher*in widmet dey sich Formen des Publikumseinbezugs und deren ästhetischen wie politischen Implikationen, als Autor*in dem Verfassen von Texten für die vielfältigen (Bühnen-)Formate, die Kian und liebgewonnene Kompliz*innen zusammen entwickeln. Durch Texte wie Inszenierungen zieht sich als roter Faden ein spielerisches Auflösen von Sprache, Identität und Gewissheit – sowie ein Misstrauen gegenüber phallischen Handlungssträngen und roten Fäden. Kian ist Teil von «NIRGENDWIE», «DAS FLAMMENDE FAGOTT» und des Leitungsteams der «Grube[n] – Garage für Zusammenkunft und zeitgenössische Kunst».
Sarah Calörtscher verbringt viel Zeit vor Tastaturen: An Synthesizern formt sie Sound, am Rechner arrangiert sie Wörter. Nach einem Bachelor in Musik und Bewegung studierte sie Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Sie arbeitet als Autorin, Dramaturgin und Musikerin – oft an den Schnittstellen dieser Felder. In ihrem Schreiben verwebt sie wissenschaftliches und hobbyphilosophisches Garn mit Absurditäten aus den Randzonen des Internets zu Textmaterial. Ihr im Dramenprozessor entstandenes Stück «Herz aus Polyester» gewann 2024 den Kleist-Förderpreis und wurde am Deutschen Theater uraufgeführt. 2025 feierte «Die Rückkehr der Fährfrauen*» (Stücklabor) am Luzerner Theater Premiere. «DRILL BABY DRILL» wurde am Staatstheater Nürnberg uraufgeführt und ist für den Schweizer PLAY PREIS 2026 nominiert. Als Artist in Residency am Isoquant in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim entsteht derzeit ihr viertes Stück.
Fabio Colledani ist ein bildender Künstler, der in Basel lebt und arbeitet. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Technologie, Identität und Medienkultur und verbindet Video und Performance in installativen Kontexten. Fabio Colledanis Praxis reflektiert das wechselseitige Verhältnis von Subjektivierungsprozessen zwischen Technologie und Individuum und nutzt konstruierte Identitäten sowie absurde Selbstinszenierungen, um Authentizität zu hinterfragen. Zentral ist dabei die kritische Auseinandersetzung mit algorithmischen Systemen, popkultureller Ästhetik und den ideologischen Dimensionen zeitgenössischer Bildproduktion sowie deren technologischen Grundlagen.
Chih-Ying Lin, 1991 in Taipeh geboren, zog aus Neugier auf das deutsche Theater nach Europa und lebt seit 2021 in Zürich. Sie studierte Bühnen- und Filmgestaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie MA Bühnenbild an der ZHdK, das sie 2023 mit der kollektiven Arbeit «to end utopia / schönes Leben» abschloss. Während des Masterstudiums beschäftigte sie sich intensiv mit dem Zusammenspiel der Bühnenelemente als Teil des Bühnenbildes ebenso mit dem Licht, das als eigener Akteur in die Arbeit einspielt. Nach Projekten im Film- und Theaterbereich richtet sie ihren Fokus nun auf das erweiterte Studium kollaborativer Raumentwicklung. Dabei interessiert sie besonders, wie Zusammenarbeit im alltäglichen Umfeld funktioniert und inwiefern das Theater räumlich wie zeitlich Einfluss auf einen grösseren Lebensraum gewinnen kann.
Ophelia Theo Sullivan ist Komponist*in, Musikproduzent*in, DJ, Vokalist*in und Multiinstrumentalist*in und lebt in Leipzig. Ophelia arbeitet an der Schnittstelle von elektronischem Sound, Band-Sound und orchestralem Sound. Ophelias Arbeiten beschränken sich nicht auf einzelne Genres. Zentrale Idee ist die Gegenüberstellung und Verschmelzung verschiedenster Stilrichtungen. Ophelia arbeitet über die eigenen Musikprojekte hinaus seit 2019 vermehrt als Komponist*in für Theater-, Tanz- und Performance-Formate sowie für Film und andere künstlerische Medien. Sullivan schrieb im Laufe der Jahre Musik für Produktionen an renommierten Häusern wie dem Staatstheater Mainz, dem EinTanzHaus Mannheim, den Sophiensaelen in Berlin und dem LOFFT in Leipzig. Ophelia interessiert sich vor allem für inter- und transdisziplinäre Formate und verfolgt einen experimentellen, aber durchkomponierten Ansatz, der vor allem die (musikalischen) ZwischenRäume erkundet und akustische mit elektronischen Methoden verbindet.
Klementine Medved (keine Pronomen) ist an der Universität Hildesheim studierte*r Videograph*in mit Leidenschaft für queere und politische Inhalte. Klementine arbeitete u.a. zusammen mit dem queerfeministischen Performancekollektiv CHICKS*, fertigte Videoarbeiten für das TRANSEUROPA Festival sowie mit MIGRANTIFA für das CLINCH Festival. Klementine verfolgt experimentelle ästhetische Ansätze und Arbeitsweisen mit Anleihen aus dem Dokumentarischen. Darüber hinaus hat Klementine Erfahrung als DP und Kameraassistenz in diversen anderen Genres, u.a. für Commercials, Musikvideos und Filme wie «INBETWEEN» (2020), «JOCKSTRAP JESUS» (2021), «BLAUPAUSE» (2022) und «FESTGEFAHREN» (2022).
Das Team von «INSIDE_OUT» fand bereits für eine Vorläufer*in dieses Projekts zusammen. Ausgangspunkt war eine Faszination für die Übertragung von Game-Formaten in Theaterräume – für die Verheissung von Fun darin und die Verstrickungen in politische Fragen nach Teilhabe, Beeinflussung, Manipulation und Emanzipation.