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Wochenbrief

Neue Zeitung & Programm bis Saisonende

Mit Geschichten über Zwischenräume zwischen Sprache und Stille, Unsicherheit und Begegnung, verrutschte Wahrnehmungen, Kavalleriepferde, das Nicht-weiter-Wissen sowie Hitze, Humor und Chaos. Wochenbrief #85

Team Gessnerallee, 10. Juni 2026

Liebe Besucher*innen der Gessnerallee, liebe Künstler*innen

Wenn es im Theater dunkel wird, liegt ein Versprechen in der Luft. In der neuen Ausgabe der Zeitung der Gessnerallee im «Gedanken zu Theater» schreibt die scheidende künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Tanzhauses Zürich, Catja Loepfe, über genau diesen Augenblick: dass etwas beginnen kann, was ausserhalb dieses Raumes nicht möglich wäre. Wir wünschen dem ganzen Team des Tanzhauses und allen Kompliz*innen ein wunderbares 30-Jahre-Jubiläums-Festival «MovingTowardsZero»!

Der Journalist und Fotograf Julien Felber nimmt uns mit auf einen historischen Parcours durch die über 150-jährige Geschichte der Gessnerallee – von Kavallerie und Kaserne über Jugendbewegungen bis zum Freien Theater. Begleitet wird er von Alice Bamberger, Ladenbesitzerin und Zeitzeugin, deren persönliche Erinnerungen die Geschichte des Hauses mit jener der Stadt verweben.

Die Schriftstellerin Julia Weber und die Regisseurin Rebekka Bangerter führen ein langsames Gespräch über Sprache und das Stück «Mutterzungen», das diese Woche Premiere feiert – ein Nachdenken darüber, was Worte ordnen, was sie verlieren und was zwischen ihnen wahrnehmbar wird.

Fatima Moumouni fragt in ihrer Artist Note, was passiert, wenn Unsicherheit nicht versteckt, sondern zugelassen wird. In ihrer Reihe «Die Neue Unsicherheit» wird das Stocken und Suchen zur Methode und bietet Raum für Verletzlichkeit und gemeinsames Denken. Die letzte Folge vor der Sommerpause findet am 19. Juni statt. Jetzt Tickets sichern!

Ausserdem: Die Klammer, in der wir jeweils spezifische Themen aufnehmen und mit Redaktionen und anderen Projekten in Form von Zweitpublikationen kooperieren, bildet dieses Mal ein Gespräch zwischen der Klangkünstlerin Salomé Voegelin und Dimitri de Perrot über sein Projekt «OPEN STUDIO», das von November 2025 bis März 2026 an der Gessnerallee stattfand.

Dazu die wiederkehrenden Formate: der Fotoessay mit Collagen aus dem 37-jährigen Plakatlager von Hannah Gottschalk, ein Comic von Rada Leu zur Performance «MASTEKTOMIE» von CHICKS*, eine Modekolumne mit Nina Mühlemann und das Theater-Horoskop von Rhea Seleger.

Übrigens: Dieser Ausgabe liegt ein Plakat als Geschenk für unsere Leser*innen bei – ein ausgewähltes Motiv aus dem Fotoessay.

An dieser Stelle möchten wir unseren Leser*innen und Abonnent*innen für die Treue und das Interesse während dieser Saison ein herzliches Dankeschön aussprechen. Auch in der kommenden Saison 2026/27 erscheinen wieder vier Ausgaben. Bestellungen der aktuellen, 8. Ausgabe sowie Aboverlängerungen gerne an: zeitung@gessnerallee.ch.

Wir wünschen viel Spass beim Lesen – und jetzt zum Programmüberblick bis zur Sommerpause:  

Programm der Woche

«Zugehörigkeit, Verlust und die Sprache der Kunst» von artasfoundation

10. Juni, 17.30 Uhr 

Künstlerisches Schaffen in Krisengebieten sieht sich mit herausfordernden Fragen konfrontiert. In dieser Gesprächsreihe kommen unterschiedliche Akteur*innen zusammen und reflektieren ihre Erfahrungen. Dieses Mal mit Vida Rucli (Architektin, Kulturschaffende, Robida Collective) und Fazil On Yu (Tänzer, Choreograf, Aktivist und Performancekünstler). Eintritt frei. Mehr Informationen

«Mutterzungen» von Rebekka Bangerter in Kollaboration mit Asa Hendry, Solange P. Molu, Felicia Touvenot

11. bis 16. Juni

Was geht verloren, wenn eine Sprache verschwindet? Eine intime, poetische Begegnung zwischen drei Sprecher*innen bedrohter Sprachen im Dunkeln. Die Premiere ist bereits ausverkauft. Sichern Sie sich Ihre Tickets für die weiteren Vorstellungen. Zu den Tickets

«Dry Down – Requiem for a Lost Room» von Déguénon/Gränicher/Wetter

12. bis 16. Juni

Das Büro ist tot, lange lebe das Büro! Ein olfaktorisches Abschiedsritual von einem Raum, der in seiner Alltäglichkeit kaum zu übertreffen ist und trotzdem Lebens- und Arbeitsbiografien auf manchmal absurde Art prägt. Aktuell sind alle Veranstaltungen ausverkauft. Es gibt nur wenige Restkarten an der Abendkasse. Mehr Informationen

Credits: Linus Rieser, Copyright: KAFi Q

Programm Saisonabschluss 

«Die Neue Unsicherheit» von Fatima Moumouni
19. Juni, 20 Uhr 

Unsicherheit wird hier nicht versteckt: Ein Format sucht das Ähm, teilt Zweifel – fern vom ewigen, nervigen WAS DARF MAN NOCH? Dieses Mal zu Gast: Tanz- und Theaterschaffende Donya Speaks. Die Veranstaltung findet In deutscher Lautsprache mit DSGS-Verdolmetschung statt. Im Anschluss an das Gespräch gibt es ein Hang out mit Musikperformance von Storyteller*in und Musiker*in LEGION SEVEN (aus Berlin angereist) und ein DJ Set von Dania Murad aka DJ Madônja. Zu den Tickets

«INSIDE_OUT» von Kian Amadeus H. und Sarah Calörtscher
19. und 20. Juni

Ein partizipativer Persönlichkeitstest als Gameshow über innen und aussen, poröse Grenzen, Entscheidungen ohne falsche Antworten und Erkenntnisse, die persönliches Wachstum symbolisieren. Zu den Tickets

«Eine inklusive Sommer-Quiz-Nacht» von KAFi Q

20. Juni 

Im KAFi Q treffen sich Menschen mit und ohne Behinderung zur Quiznacht. Es gibt Rätsel in Form von Bildern und Bewegungen. In jeder Runde wird ein Cocktail oder Snack serviert. Und es gibt coole Preise zu gewinnen. Eintritt frei. Mehr Informationen

Auf einen schönen Sommer und inspirierende Begegnungen.

Das Team der Gessnerallee

Copyright: Hannah Gottschalk

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