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«Late to the Party»
Trajal Harrell / Zürich Dance Ensemble

Tanz

Mit einem grossen Ensemble erkundet Trajal Harrell den Zauber der Stimme der Gesangsikone Nina Simone und präsentiert damit seine erste Premiere an der Gessnerallee.

  • Do. 03.12. 20:00

    Halle

    Premiere mit anschliessendem Apéro

  • Fr. 04.12. 20:00

    Halle

  • Sa. 05.12. 20:00

    Halle

  • So. 06.12. 20:00

    Halle

Harrell gilt als einer der bedeutendsten Choreografen, die heute im zeitgenössischen Tanz tätig sind. In seinen Arbeiten untersucht er, inwieweit der Körper zum Träger von Erinnerung, Spekulation, Vergangenheit, Gegenwart werden kann. Copyright: Paula Court

In seiner neuen Arbeit nähert sich der Choreograf Trajal Harrell der Musik von Nina Simone aus einer verspäteten, aber umso dringlicheren Perspektive. Das Werk geht von einer persönlichen Begegnung aus, deren Resonanz sich erst Jahrzehnte später entfaltet: die Entdeckung von Simone als Stimme, als Körper, als Haltung. Das choreografische Projekt bewegt sich zwischen Stimme und Musik, klassischer Form und radikalem Ausdruck und fragt, was geschieht, wenn diese Elemente voneinander getrennt und neu zusammengeführt werden. Ein Stück über das Zuhören, das Vermissen und das späte, unwiderrufliche Verfallen in einen Bann. Es ist zugleich eine Erkundung von Erinnerung und eine Weitergabe, die nachzeichnet, wie künstlerischer Einfluss unerwartet eintreffen und die Wahrnehmung über die Zeit hinweg immer wieder verändern kann.

Trajal Harrell, der mit früheren Arbeiten gern gesehener Gast am Haus und dann sechs Jahre lang Artist-in-Residence am Schauspielhaus Zürich war, hat das Zürich Dance Ensemble gegründet und bringt jetzt zum ersten Mal einer Arbeit an der Gessnerallee zur Premiere.

Barrierefreiheit und praktische Informationen

  • Ab 12 Jahren

  • Da die Produktion aktuell erarbeitet wird, werden weitere Informationen zur Barrierefreiheit der Show bis zum Tag der Premiere laufend ergänzt.

  • Bei ausverkauften Vorstellungen halten wir ein kleines Kontingent an barrierefreien Plätzen (Rollstuhlplätze & Sitzsäcke) zurück. Wir bitten Personen mit Barrierefreiheitsbedarfen sich an kasse@gessnerallee.ch zu wenden.

  • Late to the Party ist Englisch.

    Man spricht es so aus: Leit tu de Parti.

    Late to the Party bedeutet:

    Zu spät auf einer Feier.

    Oder: Etwas erst viel später entdecken.

    Das Theater-Stück ist von Trajal Harrell.

    Trajal Harrell ist Choreograf. 

    Ein Choreograf macht Tanz-Stücke.

    Er arbeitet mit der Tanz-Gruppe Zürich Dance Ensemble.

    Im Stück geht es um die Musik von Nina Simone.

    Nina Simone war eine Musikerin aus den USA.

    Sie ist bis heute berühmt.

    Trajal Harrell hat ihre Musik erst spät kennengelernt.

    Ihre Musik hat ihn stark bewegt.

    Im Stück kommen Tanz und Musik zusammen.

  • Choreografie:
    Trajal Harrell
    Tänzer*innen:
    Christopher Matthews, Nasheeka Nedsreal, Mark Lorimer, Thibault Lac, Songhay Toldon, Trajal Harrell, Perle Palombe, Thierry Raynaud
    Probenleitung:
    Ondrej Vidlar
    Ersatztänzer*innen:
    New Kyd, Ondrej Vidlar
    Sounddesign:
    Asma Maroof, Trajal Harrell
    Kostümdesign:
    Trajal Harrell
    Bühnenbild:
    Trajal Harrell
    Dramaturgie:
    Miriam Ibrahim
    Produktionsassistenz und Kommunikation:
    Cynthia Naef
    Produktion und internationale Beziehungen:
    Björn Pätz / Zürich Dance Ensemble
    Eine Produktion mit:
    Zürich Dance Ensemble in Koproduktion
    In Koproduktion mit:
    Gessnerallee
    Weitere Koproduzent*innen:
    Lincoln Center for the Performing Arts (New York), Sadler’s Wells (London), Festival d’Automne à Paris, Walker Art Center (Minneapolis), Institute of Contemporary Art (Boston), Theater Rotterdam, DE SINGEL (Antwerpen), Kaaitheater (Brüssel), Kampnagel (Hamburg), HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Theater Freiburg, December Dance – Concertgebouw und Culturcentrum Brugge

  • Trajal Harrell erlangte internationale Anerkennung für sein frühes Schaffen, das sich mit den historischen Verbindungen zwischen dem frühen postmodernen Tanz und der Voguing-Tanztradition befasste. Sein Publikum und seine Anerkennung durch die Kritik wuchsen mit seiner zweiten Schaffensphase weiter, in der er sich theoretisch mit der doppelten Perspektive zwischen Butoh-Tanz und frühem modernen Tanz auseinandersetzte. Er gilt als einer der bedeutendsten Choreografen, die heute im zeitgenössischen Tanz tätig sind. Harell stellt den Körper in den Mittelpunkt seiner Forschung und untersucht, auf welche Weise dieser zum Träger von Erinnerung, Spekulation, Vergangenheit, Gegenwart und historischen Figuren wird, die sein Werk inspiriert haben. Indem er Vorstellungen von Zeit, historischer Vorstellungskraft und transkulturellen Bezügen miteinander verwebt, offenbart sein Werk vielfältige Aspekte der Kunstgeschichte und des zeitgenössischen Tanzes.

    Seine Arbeiten werden international in Theatern, Museen, an Festivals und in Galerien präsentiert. Von 2013 bis 2017 war er einer der ersten Langzeit-Residenzkünstler im Bereich Performance am Museum of Modern Art in New York. 2017 war sein Werk Gegenstand einer grossen Retrospektive im Barbican Centre Art Galleries in London. 2023 wurde Harrell eingeladen, für die 77. Ausgabe des Festival d’Avignon ein Werk mit dem Titel «The Romeo» für den prestigeträchtigen Cour d’honneur zu schaffen. Später im selben Jahr widmete das Festival d’Automne in Paris Harrell ein Porträt und präsentierte neun seiner Werke in Paris. Im Jahr 2024 wurde Harrell mit dem Silbernen Löwen der Tanzbiennale von Venedig ausgezeichnet. Im Jahr 2025 war er als «Artist Associate» des Holland Festivals für die zentralen Projekte des Festivals verantwortlich. Derzeit ist er Gründer und künstlerischer Leiter des Zürich Dance Ensemble. 

  • Stadt Zürich Kultur, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Ernst-Göhner-Stiftung,  Landis & Gyr Stiftung

Copyright: Paula Court

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