OPEN STUDIO – Ein kollaboratives Theaterlabor für Inszenierung mit Klang

«Toi (fel), Toi (fel), Toi (fel)»
Anna Papst / Vincent Glanzmann

Eine Einladung zum Zuhören – vier Gruppen von Künstler*innen erforschen im OPEN STUDIO von Dimitri de Perrot, wie sich Klang inszenieren lässt und teilen ihre Suche nach neuen Theaterformen in öffentlichen Aufführungen.

  • Do. 26.02. 20:00

    Südbühne

  • Fr. 27.02. 20:00

    Südbühne

  • Sa. 28.02. 18:00

    Südbühne

    Wenige Restkarten an der Abendkasse

  • Sa. 28.02. 20:00

    Südbühne

Anna Papst und Vincent Glanzmann befassen sich in ihrem OPEN STUDIO mit Papsts Text «Toi (fel), Toi (fel), Toi (fel)». Copyright: Dimitri de Perrot

Im OPEN STUDIO forschen Künstler*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammen mit dem Klangkünstler, Regisseur und Bühnenbildner Dimitri de Perrot an Inszenierungen mit Klang als zentralem Gestaltungsmittel. Sie entwickeln Ideen, Perspektiven und künstlerische Haltungen: Wie lässt sich mit Klang denken, gestalten, erzählen?

In ihrem OPEN STUDIO arbeiten Regisseurin, Autorin und Dramaturgin Anna Papst und der multidisziplinäre Künstler Vincent Glanzmann entlang von Papsts neuem Text «Toi (fel), Toi (fel), Toi (fel)». Hier treffen sich zwei seit vielen Jahren befreundete Menschen. Zwischen ihnen klafft eine Wunde. Amrei, ihre ehemalige Mitstudentin ist tot. Gestorben an einer Sucht, von der kaum jemand etwas ahnte, vereinsamt in der Stadt, in der alle drei wohnten. Der Versuch, über Schmerz und Schuld zu sprechen, führt die beiden von einer Kneipe zur nächsten und nach Zapfenstreich vom Flussufer auf die Autobahnbrücke. 

Mit den soundtechnischen Aufnahme- und Abspielmöglichkeiten die aus dem Projekt «Niemandsland» von Dimitri de Perrot übernommen werden dürfen, nehmen Papst und Glanzmann das Publikum mit auf eine akustische Tour durch Stadtteile und Gefühlszustände. Text und Klang erschaffen eine durchlässige Szenerie zwischen Innenleben und Aussenwelt und erlauben den Zuhörer*innen unmittelbar dabei zu sein, wie die beiden Hinterbliebenen zwischen zärtlicher Erinnerung und beissender Reue taumeln, zwischen Abschied und Unbegreifen.

Am 26.02. findet die Premiere mit einem anschliessendem Apéro statt.

Hinweis: Der Titel und Inhalt der Veranstaltung haben sich geändert. Vorher hiess die Veranstaltung «unerhört, ungestört».

Informationen zur Barrierefreiheit und Sprache 

  • Stufenloser Zugang

  • Alter: Empfohlen ab 14 Jahren

  • Publikumssituation: Es gibt keine Sitzgelegenheiten; bei Barrierfreiheiheitsbedarf stehen jedoch Stühle und (reservierungspflichtige) Sitzsäcke zur Verfügung

  • Sprache: In deutscher und schweizerdeutscher Lautsprache

  • Sensorische Reize: Teilweise hohe Lautstärke und relativ dunkler Raum

  • Inhaltshinweise: Thematisierung von Verlust, Trauer und Tod einer nahestehenden Person

Der Klangkünstler Dimitri de Perrot forscht seit über zehn Jahren mit seinen Kreationen an der Schnittstelle von Klang, Raum und Inszenierung. OPEN STUDIO ist als Projekt eine konsequente Weiterentwicklung dieser Praxis – und ein künstlerischer Akt des Teilens. Hier lädt de Perrot andere Künstler*innen ein, in ihrer eigenen Sprache und Ästhetik den Möglichkeiten klangbasierter Erzählformen nachzugehen. 

Die Themen reichen dabei von transnationaler Distanz (RRRRRR Collective) über den Verlust einer Freundin (Papst/Glanzmann) bis zu Erfahrungen Schwarzer Menschen in Europa (Fazil On Yu) und der Unsichtbarkeit marginalisierter Identitäten (Zainab J Lascandri). Alle Projekte gehen von biografischen Fragmenten, Interviews oder persönlichen Archiven aus und transformieren diese in poetisch verdichtete Klangräume.

Mehrmals kommen lohnt sich:

«OPEN STUDIO: Until They Hear Black Voices» von Fazil On Yu
26., 27., 28. März 2026

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