Im OPEN STUDIO forschen Künstler*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammen mit dem Klangkünstler, Regisseur und Bühnenbildner Dimitri de Perrot an Inszenierungen mit Klang als zentralem Gestaltungsmittel. Sie entwickeln Ideen, Perspektiven und künstlerische Haltungen: Wie lässt sich mit Klang denken, gestalten, erzählen?
In ihrem OPEN STUDIO arbeiten Regisseurin, Autorin und Dramaturgin Anna Papst und der multidisziplinäre Künstler Vincent Glanzmann entlang von Papsts neuem Text «Toi (fel), Toi (fel), Toi (fel)». Hier treffen sich zwei seit vielen Jahren befreundete Menschen. Zwischen ihnen klafft eine Wunde. Amrei, ihre ehemalige Mitstudentin ist tot. Gestorben an einer Sucht, von der kaum jemand etwas ahnte, vereinsamt in der Stadt, in der alle drei wohnten. Der Versuch, über Schmerz und Schuld zu sprechen, führt die beiden von einer Kneipe zur nächsten und nach Zapfenstreich vom Flussufer auf die Autobahnbrücke.
Mit den soundtechnischen Aufnahme- und Abspielmöglichkeiten die aus dem Projekt «Niemandsland» von Dimitri de Perrot übernommen werden dürfen, nehmen Papst und Glanzmann das Publikum mit auf eine akustische Tour durch Stadtteile und Gefühlszustände. Text und Klang erschaffen eine durchlässige Szenerie zwischen Innenleben und Aussenwelt und erlauben den Zuhörer*innen unmittelbar dabei zu sein, wie die beiden Hinterbliebenen zwischen zärtlicher Erinnerung und beissender Reue taumeln, zwischen Abschied und Unbegreifen.
Hinweis: Der Titel und Inhalt der Veranstaltung haben sich geändert. Vorher hiess die Veranstaltung «unerhört, ungestört».
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