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«Songs of the Wayfarer»
Claire Cunningham

TanzPerformance

In ihrem neuen Solo fragt die schottische Performerin und Choreografin, was es bedeutet, zu wandern und zu versuchen, grosse Höhen zu erklimmen. Eine der wichtigsten behinderten Künstlerinnen Grossbritanniens zu Gast in Zürich.

  • Fr. 07.11. 20:00 – 21:30

    Halle

    • Audiodeskription
    • Übertitel in DE und ENG
    • Relaxed Performance
    • Übersetzung in DSGS
  • Sa. 08.11. 20:00 – 21:30

    Halle

    • Audiodeskription
    • Übertitel in DE und ENG
    • Relaxed Performance
Copyright: Sven Hagolani

Was bedeutet es, zu wandern? Zu versuchen, grosse Höhen zu erklimmen? Was können wir von denen von uns lernen, die als vierbeinige Kreaturen auf Krücken nach dem Boden greifen? In ihrem neuen Solo untersucht die international gefeierte Choreografin und Tänzerin Claire Cunningham, was es bedeutet, weiterzugehen und – ebenso wichtig – die Weisheit zu haben, zu wissen, wann es umzukehren gilt.

Geleitet von ihrer Lebenserfahrung als behinderte Person, ihren Erinnerungen an ihre Ausbildung als klassische Sängerin, Wissen aus der Welt des Bergsteigens und Gustav Mahlers «Lieder eines fahrenden Gesellen», macht sich Claire Cunningham auf, bekannte und unbekannte Landschaften zu durchqueren. Durch die Linse von Crip*-Expertise lädt Cunningham uns dazu ein, genauer darauf zu achten, wie wir uns in der physischen Welt bewegen, während wir gleichzeitig mit tiefgreifenden Verlusten und Veränderungen in unserem Leben umzugehen lernen.

*Crip ist eine politische und kulturelle Identität, die von manchen behinderten Menschen als positive Selbstbezeichnung genutzt wird.

Informationen zu Barrierefreiheit und Sprache 

  • Inhaltshinweis: Die Performance thematisiert Trauer und Verlust. Hier finden Sie Informationen und Anlaufstellen zum Thema Tod und Trauer.

  • Die Performance findet in englischer Lautsprache mit Liedern in deutscher Lautsprache statt.

  • Beide Veranstaltungen werden mit deutschen und englischen Übertiteln gezeigt, die kreativ in das Bühnensetting eingearbeitet sind.

  • Die Show am 7. November wird durch eine Deaf Interpreter (Kristina Janković) zusammen mit einer DSGS-Übersetzerin (Regula Bächler) in Deutsch-Schweizer Gebärdensprache (DSGS) gedolmetscht.

  • Eine aufgezeichnete Audiodeskription über Kopfhörer wird für alle Termine angeboten. Es kann zwischen einer deutschen und einer englischen Audiodeskription gewählt werden. Vor der Vorstellung gibt es um 19 Uhr eine Tastführung.

  • Personen, die für den Besuch der Veranstaltung von einer ÖV-Station abgeholt werden möchten, können sich unter barrierefreiheit@gessnerallee.ch melden.

  • Die Veranstaltung findet als Relaxed Performance statt. Besucher*innen können den Raum jederzeit verlassen und wieder zurückkommen. Geräusche, Bewegungen und Stimmung sind herzlich willkommen. Zu Beginn der Vorstellung wird Claire Cunningham die verschiedenen Licht- und Soundlevel erklären.

  • Ein Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Gehörschutz und Stim Toys steht vor, während und nach der Show im Nordflügel zur Verfügung.

  • Wer weitere Barrierefreiheitsinformationen benötigt, kann sich an unser Personal am Infopoint Barrierefreiheit im Foyer wenden. Der Infopoint ist von 19 Uhr bis zum Beginn der Vorstellung besetzt. Hier gibt es auch detaillierte Informationen zu den sensorischen Reizen der Show.

  • Songs of the Wayfarer ist englisch.

    Man spricht es so aus: songs of se wäifärer.

    Das bedeutet auf Deutsch: Lieder vom Wanderer.

    Songs of the Wayfarer ist ein Stück von Claire Cunningham.

    Claire Cunningham ist eine behinderte Tänzerin.

    Sie tanzt mit ihren Krücken.

    Krücken sind Stöcke zum Laufen.

    Das Stück handelt von einer Wanderung in den Bergen.

    Claire Cunningham fragt sich auf der Bühne selbst:

    • Wann soll ich weiter laufen?

    • Und wann soll ich umkehren?

    Es geht um Hindernisse und Veränderungen im Leben.

  • Konzept & Choreografie:
    Claire Cunningham mit Dan Watson & Luke Pell
    Performance:
    Claire Cunningham
    Co-Regie & Dramaturgie:
    Dan Watson
    Dramaturgie:
    Luke Pell
    Bühnen- & Kostümdesign:
    Bethany Wells
    Lichtdesign:
    Chris Copland
    Sounddesign:
    Matthias Herrmann
    Videodesign:
    Michelle Ettlin
    Künstlerische Mitarbeit:
    Julia Watts Belser
    Übertitel:
    Maria Wünsche (Panthea)
    Executive Producer:
    Nadja Dias
    Projektmanagement & Barrierefreiheit:
    Vicky Wilson
    Produktionsmanagement:
    Emma Jones & Sulie Wood
    Stage Management:
    Carly Hook
    Sound- & Videoprogrammierung:
    Keir Martin
    Künstlerische Zugänglichkeit & Produktionsassistenz:
    Leo Naomi Baur
    Beratung zu künstlerischer Barrierefreiheit:
    Nelly Kelly, Panthea, Angela Alves, Rita Mazza & Naomi Sanfo-Ansorge
    Beratung Bergsteigen:
    Cormac Lynch & Simone Kenyon
    Administrative Unterstützung (für das HZT):
    Susanne Adam & Jeanette Gogoll
    Skript Audiodeskription:
    Claire Cunningham mit Julia Watts Belser, Luke Pell & Dan Watson mit Beratung & Recherche von Leo Naomi Baur & Fia Neises
    Übersetzung der Audiodeskription ins Deutsche:
    Maria Wünsche
    Audiodeskription gesprochen von:
    Claire Cunningham
  • Eine Claire Cunningham Produktion entstanden im Rahmen der Einstein-Strategie-Professur «Choreography, Dance and Disability Arts» am HZT Berlin.

    In Koproduktion mit Mousonturm Frankfurt, No Limits Festival Hong Kong, HAU Hebbel am Ufer & No Limits Festival Berlin, Münchner Kammerspiele, Next Festival Kotrijk, Sadler´s Wells London und Dampfzentrale Bern. Eine internationale strategische Auftragsarbeit von Unlimited, gefördert durch das British Council.

  • Claire Cunningham ist eine Performerin und Choreografin multidisziplinärer Performances mit Sitz in Glasgow, Schottland. Sie ist international renommiert und eine der meistgefeierten behinderten Künstlerinnen Grossbritanniens, ihre Arbeit basiert oft auf dem Studium und dem Gebrauch/Fehlgebrauch ihrer Krücken und der Erkundung des Potenzials ihrer eigenen spezifischen Körperlichkeit, wobei sie traditionelle Tanztechniken (die für nicht behinderte Körper entwickelt wurden) bewusst ablehnt. Dies geht einher mit einem tiefen Interesse an der gelebten Erfahrung von Behinderung und deren Auswirkungen nicht nur als Choreografin, sondern auch in Bezug auf gesellschaftliche Vorstellungen von Wissen, Wert, Verbindung und gegenseitiger Abhängigkeit.

    Im Jahr 2021 wurde Cunningham beim Deutschen Tanzpreis für ihre herausragende künstlerische Entwicklung im Tanz geehrt. Seit Oktober 2023 ist Cunningham Einstein-Profil-Professorin für «Choreographie, Dance and Disability Arts» am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) in Berlin. Cunningham hat im November 2024 ihr neues Solostück «Songs of the Wayfarer» uraufgeführt.

Copyright: Sven Hagolani

Copyright: Sven Hagolani

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«Pause ist auch eine Form der Bewegung»

1. Oktober 2025

Von Anna Miller

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