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«Epique! (for Yikakou)»
Nadia Beugré

Tanz

«Epique! (for Yikakou)» nimmt das Publikum auf eine geheimnisvolle Reise in ein von Wald verschlungenes Dorf, begleitet von kollektiven Erinnerungen und den Stimmen mächtiger, oft vergessener Frauen.

  • Do. 02.10. 20:00

    Anschliessend an die Aufführung Nachgespräch mit Nadia Beugré und Mona-Lisa Kole

    Halle

  • Fr. 03.10. 20:00

    Halle

Copyright: Werner Strouven

In ihrem aktuellen Solo nimmt uns die ivorische Choreographin Nadia Beugré mit nach Yikakou, dem Dorf ihrer Grossmütter und ihres Vaters. Ein geheimnisvolles Dorf, das es nicht mehr gibt, weil seine Felder als verflucht gelten. Vom Wald verschlungen ist Yikakou zu einem Gespenst der Erinnerung geworden – ein fruchtbarer Boden für Mythos, Sehnsucht und das Erbe der Vorfahren.

Im Zentrum der Reise steht die grossmütterliche Figur, die Nadia Beugré ihren Namen gab: Gbahihonon, «die Frau, die sagt, was sie sieht». Eine charakterstarke Frau mit grossem Wissen, die die kleine Gemeinschaft vor Angriffen schützte und das Schicksal Neugeborener vorhersagen konnte.

Die Reise in «Epique! (for Yikakou)» folgt den Spuren weiterer mächtiger, oft vergessener Frauen, wie Dô-Kamissa, die sich – ungerecht behandelt von ihrem Bruder – in einen Büffel verwandelte, um sein Land zu verwüsten. Inmitten dieser Stimmen, zwischen kollektiven Erinnerungen, Ritualen und intimen Rückblicken, wird Nadia Beugré auf der Bühne von der Performerin und Musikerin Charlotte Dali und den Geschichten und Klängen der weiblichen Griot Salimata Diabate begleitet, die ihre Geschichte widerhallen lassen und Zeugnis ablegen.

Informationen zu Barrierefreiheit und Sprache

  • Wenig Sprache

Nachgespräch

Nach der Vorstellung vom 02.10. findet ein Nachgespräch mit Nadia Beugré und Mona-Lisa Kole (Aktivistin und Expertin für Diskriminierungsfragen) statt.

Trailer

  • Epique ist französisch.
    Man spricht es so aus: epik.
    Das bedeutet auf Deutsch: helden·haft.

    Nadia Beugré zeigt ein Tanz·stück über ihr Dorf Yikakou.
    Yikakou liegt in der Elfenbein·küste in Afrika.
    Das Dorf gibt es nicht mehr.
    Es gibt dort nur noch Gespenster.
    Das Stück handelt von der Oma von Nadia Beugré.
    Sie ist eine sehr schlaue Frau.
    Viele schlaue und mächtige Frauen kommen in der Geschichte vor.
    Nadia Beugré tanzt alleine.
    Zwei Musikerinnen spielen Instrumente.

  • Künstlerische Leitung und Performance:
    Nadia Beugré
    Performance und Live-Musik:
    Salimata Diabate
    Dramaturgie:
    Kader Lassina Touré
    Szenographie:
    Jean-Christophe Lanquetin
    Originalmusik:
    Lucas Nicot, Charlotte Dali
    Licht:
    Paulin Ouedraogo
    Produktion:
    Virginie Dupray
    Koproduziert von:
    Kunstenfestivaldesarts, Bruxelles, Charleroi danse - Centre chorégraphique national de la fédération Wallonie Bruxelles, Montpellier Danse, in residence at the cité internationale de la danse
  • In der Elfenbeinküste geboren, trat Nadia Beugré erstmals 1995 als Teil des Dante Theatre auf. Zwei Jahre später wurde sie Gründungsmitglied von Béatrice Kombés bahnbrechendem, rein weiblichem Tanzensemble TchéTché, mit dem sie jahrelang durch Afrika, Europa und Nordamerika tourte und von der Kritik gefeiert wurde. Nach einer Ausbildung an Germaine Acogny’s l’Ecole des Sables im Senegal nahm sie 2009 an Ex.e.r.ce. teil, Mathilde Monniers Programm für talentierte, aufstrebende Choreograf*innen am Centre Chorégraphique National de Montpellier. Schon bald inszenierte sie eigene Produktionen, darunter das immer noch tourende Solostück «Quartiers libres». Ihr erstes Gruppenstück «Legacy» wurde 2015 auf dem Festival La Bâtie in Genf uraufgeführt und wurde unter anderem auch auf dem Festival d'Automne à Paris gezeigt. Nach «Tapis Rouge» (2017) und «Roukasskaas Club» (2019) präsentierte Beugré «L'Homme rare» (2020), ein reines Männerquintett. Im Jahr 2023 folgten das Duo «Filles-Pétroles» und das Quintett «Prophétique (on est déjà né.es)», zwei Stücke, die ein Porträt der brennenden ivorischen Jugend zeichnen. Beugré tritt auch in Arbeiten von Choreograf*innen wie Seydou Boro, Alain Buffard, Dorothée Munyaneza, Bernardo Montet, Boris Charmatz und Robyn Orlin auf. Sie ist assoziierte Künstlerin des ICI CCN de Montpellier Occitanie (2023-2024). Im Jahr 2023 wurde sie mit dem SACD-Preis für neue choreografische Talente ausgezeichnet. Nadia Beugré hat zusammen mit Virginie Dupray ihre eigene Kompanie in Montpellier gegründet: Libr'Arts ist eine Plattform für Produktion, Tourneen und Ausbildung zwischen Frankreich und der Elfenbeinküste.

  • Fondation BNP Paribas, Festival d’Automne à Paris, Theater Freiburg, Centre chorégraphique national de Caen en Normandie, in the framework of the 2025 Accueil Studio programme / Ministry of Culture, ICI - Centre chorégraphique national de Montpellier Occcitanie / Direction Christian Rizzo dans le cadre du dispositif artiste associé

Copyright: Werner Strouven

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