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«Keep going like zombies: moving forward to rethink the movement»
Chiara Bersani

Workshop

Im Dialog mit Chiara Bersanis Projekt «Left Behind» lädt der Workshop dazu ein, Bewegung ausgehend von den Möglichkeiten des eigenen Körpers neu zu denken. Die Figur des Zombies dient dabei als Ausgangspunkt, um das ständige Vorwärtskommen zu hinterfragen.

  • Fr. 27.11.10:00–18:00

Credits: Akseli Muraja ANTI – Contemporary Art Festival 2025 Kuopio Finnland

In diesem Workshop sind die Teilnehmenden eingeladen, Bewegung neu zu denken, ausgehend von den Wünschen und Möglichkeiten ihrer eigenen Körper. Der Workshop ist Teil von Chiara Bersanis umfassendem Forschungsprojekt «Left Behind». Inspiriert von den Konventionen des Horrorgenres untersucht die Künstlerin, ob bestimmte marginalisierte Gruppen Angst nicht nur erleben, sondern auch auslösen können.

Die Performance befragt die Gegenwart. Zombies sind der Ausgangspunkt: Körper, die nie aufhören, sich zu bewegen. Performer*innen mit und ohne Behinderung werden zu Zombies. Sie gehen. Sie machen weiter. Eine deplatzierte Geste. Eine parasitäre Handlung im öffentlichen Raum, in dem bereits etwas anderes geschieht.

Sie fragen: Was für Zombies werden wir? Gehen wird zu einer Übung. Zu einer Art, zu bleiben. Zu einer Art, vorwärtszugehen. Und vielleicht zu einer Einladung: Ist es möglich, den Wunsch zu haben, so zu werden wie wir? Was bedeutet es, weiterzugehen, wenn Vorwärtsgehen die einzig mögliche Form der Existenz zu sein scheint?

Teilnahme und Anmeldung

Der Workshop erkundet körperlich und konzeptuell die Möglichkeit, vorwärtszugehen. Er richtet sich an Personen, die Freude an Bewegung haben und Teil einer Gruppe sein möchten, mit oder ohne Mobilitätsbehinderung und mit oder ohne Performance-Erfahrung. Zugangsbedürfnisse werden während des Workshops berücksichtigt.

Interessierte können sich bis zum 31.10.2026 per E-Mail anmelden.

Bitte senden Sie für die Anmeldung die folgenden Angaben an workshops@gessnerallee.ch und direzione@chiarabersani.it:

  • Ein paar Sätze dazu, was Sie an dem Workshop interessiert und welchen Hintergrund bzw. welche Praxis Sie in den Raum mitbringen.

  • Ihre bevorzugte(n) Kommunikationssprache(n) (Deutsch, Englisch oder beides)

  • Falls zutreffend: die Zugänglichkeitsangebote, die Sie während des Workshops nutzen möchten.

  • Wenn Sie weitere Zugangsbedürfnisse haben, teilen Sie uns diese bitte mit. Wir informieren Sie, ob wir diese im Rahmen dieses Workshops erfüllen können.

  • Ihre Ernährungswünsche

Bewerbungen im Audio- oder Videoformat (max. 5 Minuten) sind ebenfalls willkommen.

Es können maximal 20 Personen teilnehmen. Sie erhalten bis zum 15. November Bescheid, ob Sie teilnehmen können.

Fragen zur Barrierefreiheit können schriftlich oder im Audioformat an workshops@gessnerallee.ch gesendet werden.

Ablauf des Workshops

Get in
9.30–10.00 Uhr

Workshop Teil 1
10.00–13.00 Uhr

Mittagspause
13.00–14.30 Uhr – In der Gessnerallee wird ein warmes veganes und vegetarisches Mittagessen kostenlos angeboten.

Workshop Teil 2
14.30–18.00 Uhr

Get out
18.00–18.30 Uhr

Informationen zur Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgängig

  • Covid Safer Space: Der Workshop findet als Covid Safer Space statt. Testen ist obligatorisch. In öffentlichen Momenten ist ausserdem das Tragen von Masken obligatorisch. Tests und Masken stehen vor Ort zur Verfügung.

  • Es werden verschiedene Sitz- und Liegemöglichkeiten angeboten (Sitzsäcke, Stühle, eine Matratze und Kissen)

  • Maximal 20 Teilnehmer*innen

  • Luftfilterung: Der Nordflügel verfügt über zwei CO₂-Filter, die für eine gute Luftqualität sorgen.

  • Sprache: Der Workshop findet auf Englischer Lautsprache statt. (Flüsterübersetzung ins Deutsche und Italienische kann angeboten werden).

  • Für weitere Informationen melden Sie sich bitte unter workshops@gessnerallee.ch

  • Chiara Bersani ist eine italienische Performancekünstlerin und Choreografin. Sie erforscht die Politik des Körpers und die Frage, wie die Bilder, die wir erschaffen, mit den Narrativen der Gesellschaft interagieren. Ihre Forschung basiert auf dem Konzept des «Political Body» und der Entwicklung von Praktiken, die darauf abzielen, dessen Präsenz und Handlungsfähigkeit zu trainieren. Ihre «Manifest»-Arbeit dieser Forschung ist Gentle Unicorn, eine Performance, die im Aerowaves-Netzwerk vertreten ist. 2018 gewann sie den Ubu Award als beste Performerin unter 35. Ihre Kreation Sottobosco (Unterholz) untersucht die Beziehung zwischen behinderten Körpern und Naturlandschaften. Chiara Bersani war Künstlerin bei apap – Advancing Performing Arts Project – Feminist Future, kofinanziert vom Programm Kreatives Europa der Europäischen Union. Als Aktivistin setzt sie sich für die Zugänglichkeit der Performing-Arts-Szene für behinderte Künstlerinnen ein. 2020 war sie Mitgründerin von Al.Di.Qua.Artists, einem Berufsverband für Künstlerinnen mit Behinderung. 2023 zeigte das Kunsthaus Baselland Deserters, Bersanis erste Einzelausstellung in einer europäischen Institution, in Zusammenarbeit mit der GAMeC in Bergamo und mit Unterstützung der 11. Ausgabe des Italian Council, gefördert von der Generaldirektion für zeitgenössische Kreativität des italienischen Kulturministeriums. Im selben Jahr wurde sie für ihr Engagement als Aktivistin für die Black Carpet Awards und die Diversity Awards nominiert. 2025 gewann sie den ANTI Festival International Prize for Live Art in Kuopio, Finnland. Sie ist gemeinsam mit Giulia Traversi Co-Kuratorin der Saison des Spazio Kor (Asti) und war 2025 Gastkuratorin des internationalen Performing-Arts-Festivals Bastards (Trondheim, Norwegen). 2026 stand sie auf der Shortlist des renommierten Salavisa European Dance Award (SEDA). Im selben Jahr war sie Performerin und Beraterin bei der Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 unter der Regie von Marco Boarino. Sie ist Associate Artist des Triennale Milano Teatro 2025–2027.

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