Wochenbrief
Deep Dive March Mix
Year-To-Date zieht den ganzen Monat März in die Südbühne ein und lädt jeweils von Sonntag bis Freitag zu zahlreichen unterschiedlichen Formaten wie Konzerten, Workshops oder Listening Sessions. Wochenbrief #27

Credits: Year-To-Date
Liebe Besucher*innen der Gessnerallee, liebe Künstler*innen
Wer das letzte Wochenende bei «The Songweaver» von Modulaw mit uns in der faszinierenden und aufregenden 8-Kanal-Sound-Installation versinken konnte oder beim von MigrArt initiierten kollaborativen Projekt «SONOSYNTHESIS» in der Vielfalt musikalischer Zugriffe freudig verloren ging, weiss, wo man den März verbringen sollte. Hier in der Gessnerallee! Denn diese zwei Abende waren der Auftakt in den «March Mix», den das Kurator*innen- und Künstler*innen-Team Year-To-Date für uns zusammengestellt hat. Jeweils von Sonntag bis Freitag laden sie in der Südbühne der Gessnerallee ein zu Konzerten, Workshops, Listening Sessions, Filmvorführungen, Ausstellungen, Ritualen und vielem mehr.
Damit Sie sicher nichts verpassen, haben wir im Folgenden die nächsten 10 Tage kurz zusammengefasst. Alle weiteren Informationen und laufende Aktualisierungen finden Sie auf der speziell dafür gestalteten Website: https://ytd.today/

Credits: March Mix
6. März, Türöffnung 20 Uhr, Beginn 21 Uhr, Südbühne
Eintauchen in Horror, Arien und Märchen: Doppelkonzert mit VÍZ & CECILIA
VÍZ ist das experimentelle Soloprojekt der ungarischen, siebenbürgischen multidisziplinären Künstlerin Réka Csiszér. VÍZs Live-Acts oszillieren zwischen avantgardistischer Sci-Fi-Oper, Horror und gespenstischen Beschwörungen. .xyz / bandcamp
CECILIA, Komponistin und Performerin aus Quebec, Kanada, entwickelt einen surrealen Soundtrack zwischen düsterem Märchen und poetischer Rezitation. Live spielt sie mit emotionaler Intimität und theatralischen Exzessen und spiegelt so den introspektiven, aber halluzinatorischen und rücksichtslosen Geist ihrer Aufnahmen wider. .ltd

Credits: March Mix
7. März, Türöffnung 20 Uhr, Beginn 21 Uhr, Südbühne
Listening Session: Genregrenzen überschreiten mit Violeta Garcia & Hora Lunga
Violeta Garcia, Cellistin und Komponistin aus Buenos Aires, Argentinien, arbeitet in zeitgenössischen, experimentellen musikalischen und performativen Formaten zwischen Performance und visueller Kunst mit einem musikalischen Stil, der über Genregrenzen hinausgeht. Auch im Werk des Schweizer Komponisten und Musikers Hora Lunga steht das Ausloten von musikalischen und performativen Grenzen im Vordergrund. In den letzten Jahren reichten seine Projekte von Popmusikproduktionen über experimentelle Arbeiten und Klangperformances bis hin zu Theater- und Filmproduktionen. Der Abend lädt zu einer Listening Session der ersten Single «I Think I just Died a Lil Bit» der beiden Musiker*innen ein.

Credits: March Mix
9. März, Türöffnung 20 Uhr, Beginn 21 Uhr, Südbühne
Dreier-Improsession mit Daniel Bierdümpfl (plucked) + Jakub Švenjar (banged) + Tapiwa Svosve (blowed)
Daniel Bierdümpfl, ehemaliger Geigenbauer von Zupf- und Streichinstrumenten, arbeitet als freischaffender Künstler in den Bereichen Musik, Performance, Theater, Choreografie, Poesie, Film und Fotografie. Jakub Švenjar ist Schlagzeuger, Perkussionist und Improvisator. Neben dem Schlagzeug verwendet er verschiedene Perkussionsinstrumente, Objekte, No-Input-Mixer und seine Stimme. Der derzeit in Zürich lebende Musiker und Theoretiker Tapiwa Svosve beschäftigt sich mit multidisziplinären Praktiken, die Klang mit Theater, Malerei und historischer Praxis verbinden. Sein Repertoire reicht von extremem Avantgardismus zu Free Jazz und Noisemusik. Es heisst also: vorbeikommen und reinhören in eine Improsession der Extraklasse.

Credits: March Mix
11. März, Türöffnung 20 Uhr, Beginn 21 Uhr, Südbühne
Unisono-Gesang, Synthesizer und überraschendes Set-up mit Rahel&Zooey
Rahel&Zooey ist ein Duo aus Berlin, das Synthesizer und Sampler spielt. Nachdem sie sich vor ein paar Jahren kennengelernt hatten, haben sie ihr Set-up für jedes Konzert geändert und ihren Sound mit nur einer Kontinuität erforscht: Sie singen immer unisono. Debütalbum «Wait»

Copyright: Alpha Maid
14. März, Türöffnung 20.30 Uhr, Beginn 21.30 Uhr, Nordflügel
Grunged-out-Gitarren, Lo-Fi-Glitch, Noise-Audio-Sample-Elektronik mit Alpha Maid
Londons gefragteste Gitarristin, Sängerin und Produzentin Alpha Maid zieht für zwei Wochen an die Gessnerallee und arbeitet dort auf verschiedensten Ebenen an ihren neuesten Kompositionen. Zum Abschluss der Residenz lädt sie Sebastien Forrester und Oli Haylett mit auf die Bühne und das Publikum in den Nordflügel ein. Grunged-out-Gitarren, Lo-Fi-Glitch, Noise-Audio-Sample-Elektronik und kraftvoller, aber kontrollierter Gesang und Worte, die Beobachtungen von menschlichem Verhalten und der Gesellschaft prägnant einfangen.
Zeitung
Die dritte Ausgabe der Zeitung der Gessnerallee hat heute ihren Abschlusstag und geht nach einem letzten Korrekturlesen in den Druck. Da wir bereits nächste Woche mit Alpha Maid einen hochkarätigen Besuch aus London zu Gast haben, gibt es das Interview mit ihr bereits online im Voraus.
Zwischen Erinnern und Vergessen – Musik als Zeugnis ihrer Zeit
Alpha Maid (aka Leisha Thomas) erzählt im Gespräch mit Year-To-Date über Musik als Ventil und das Potenzial von willkommenen Störungen. Zum Beitrag

Ausserdem
Passend zur nächsten Veranstaltung «Art in Conflict: Georgien im Umbruch» der Gesprächsreihe der artasfoundation kommenden Mittwoch, 12. März, um 17.30 Uhr im Stall6 läuft bis zum 25. Mai die bisher grösste Ausstellung des georgischen Künstlers Levan Chogoshvili in der Kunsthalle Zürich. Seit Anfang der 1970er-Jahre hat er ein umfangreiches Werk erschaffen, das Malerei, Zeichnung, Film und Skulptur umfasst. Im Zentrum dieses Werks steht die Frage nach der Geschichte, wie sie für die Identität im Allgemeinen, aber insbesondere für Georgien überlebenswichtig ist. Es ist eine Geschichte, die im Falle Georgiens seit über zwei Jahrhunderten permanent unter Druck steht, die immer wieder ausgelöscht und pervertiert wird, die aber Künstler*innen wie Chogoshvili wiedererwecken und sichtbar machen.

Copyright: Kunsthalle Zürich, Levan Chogoshvili
Und das internationale Erzähl- und Kunstprojekt «Trophy» kehrt im Rahmen von About Us! zurück nach Zürich und sucht bis zum 17. März nach Personen, die Lust haben, ihre Geschichten von lebensverändernden Momenten in Zürich zu teilen. Egal ob gross oder klein, lustig oder bewegend. Mehr Informationen zum Projekt
Es ist viel los. Im März. Wir freuen uns darauf.
Das Team der Gessnerallee
PS: Freuen Sie sich über gute Kulturgeschichten? Oder kennen Sie eine Person, die zwar weniger gern ins Theater geht, aber gerne liest? Dann empfehlen wir ein Abo unserer gedruckten Zeitung, die viermal pro Spielzeit erscheint. Es kostet CHF 20 (exkl. Porto) und Sie können es direkt unter zeitung@gessnerallee.ch bestellen.

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