Brücki 235 – Raum von der Szene für die Szene. Und für Zürich.
«2 Jahre Brücki 235 - Ein Kurzstückfestival»
Mit dem Festival 2 Jahre Brücki 235 zieht Zürichs Tanz- und Theaterszene mit einem fulminanten, vielfältigen Programm in die Gessnerallee ein. Das muss gefeiert werden!
Do. 19.06.19:00 – 21:30
Halle Ost
Fr. 20.06.19:00 – 22:30
Halle Ost
Sa. 21.06.19:00 – 22:30
Halle Ost
So. 22.06.18:00 – 20:30
Halle Ost
Schon seit zwei Jahren macht bei Brücki 235 Zürichs Tanz- und Theaterszene ihr eigenes Programm. Und das muss gefeiert werden!
Bei dem Kurzstückfestival des selbstverwalteten «unkuratierten Raums» Brücki 235 in Zusammenarbeit mit der Gessnerallee zeigen insgesamt 30 Künstler*innen und Gruppen ihre Beiträge von bis zu 20 Minuten Länge.
Über vier Abende kann das Publikum die Vielfalt von Zürichs Tanz-, Theater- und Performancelandschaft hautnah erleben: Von Tänzen auf Warteschleifenmusik, Fragen über Erschöpfung und Perfektion bis hin zu Vampir*innen, Genmanipulation, dekonstruierten Opernarien und Cyr Wheel Akrobatik – das Spektrum ist bunt und abwechslungsreich.
Das Besondere: Bei Brücki 235 gibt es keine künstlerische Kuration – ein Rat aus Szenevertreter*innen trifft auf Basis der Anmeldungen eine faire Auswahl und sorgt dafür, dass möglichst viele Tanz- und Theaterschaffende auftreten können.
Eine einmalige Gelegenheit also, die Zürcher Tanz- und Theatercommunity in ihrer ganzen Breite kennenzulernen.
Informationen zu Barrierefreiheit und Sprache
Stufenloser Zugang
Sprache: gemischt in Deutsch, Schweizerdeutsch, Englisch, nicht sprachbasiert
An allen Veranstaltungsabenden gibt es eine Pause von circa 30 Minuten.
Informationen zu Inhaltshinweisen und Sensorischen Reizen finden sie auf der Website beim jeweiligen Kurzstück.
Brücki 235
Brücki 235 ist Trägerin des «unkuratierten Raums» der Stadt Zürich für eine Pilotphase von 2023 bis 2026. Sie ist eine gemeinsame Initiative von TANZLOBBY, t.Punkt Theaterschaffen Zürich und assitej Regiogruppe Zürich.
projekt.vakuum: «MÜDE»
Taub, schlapp, leer, kraftlos... Wir alle sind einmal «müde», aber was, wenn dieser Zustand anhält – über Monate oder Jahre? Wann gesteht man sich ein, krank zu sein? Wann ist man nicht mehr «normal» und wann bringt uns das Müde-Sein an die Grenzen unserer Existenz?
Inhaltshinweise: Depressionen, Suizidgedanken
Sheila Lindauer: «Das Ritual – work in progress»Rituale markieren Übergänge – Abschiede, Neubeginne. Dieses Ritual beleuchtet Beziehungsmuster, die sich über Generationen ziehen. Es untersucht die Ambivalenz von Liebe, Schmerz und Wachstum und fragt: Wie prägt uns das Unausgesprochene? Was kann sich durch Achtsamkeit verwandeln?
Simon Huggler: «Drumance»Schlag rein. Richtig fest ins Zentrum, dann wird's laut. Du gibst den Takt an, und wehe, du verringerst das Tempo. Holz schabt über die Haut. Lass mal los, aber so und zwar perfekt. Los, streng dich an!
Inhaltshinweise: Gewalt, Selbstverletzung
Sensorischen Reize: Laute Musik, Strobo
NIKE SHENTO & Performers: «nina/traumatize me harder»«nina/traumatize me harder» ist eine performative Arbeit zwischen Sound, Gesang und Bewegung, die sich mit kollektiven Erfahrungen von Gewalt, Fürsorge und Widerstand auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist die Arie «Nina», die inhaltlich und musikalisch dekonstruiert und uminterpretiert wird.
choreoART.wortART / Jochen Heckmann: «tanzen fallen fliegen» (ABGESAGT)
«tanzen fallen fliegen» – Eine sinnliche Expedition zwischen Körper und Wort. In 20 Minuten verschmelzen Tanz und Literatur zum atmenden Kunstwerk. Drei Bewegungskapitel erkunden die Grenzen zwischen Kontrolle, Freiheit, Sturz und Schwerelosigkeit – eine verführerische Performance, die überrascht.
Ladina Amber Nimuë Whitehead: «Daughter of Freedom»
«Daughter of Freedom» thematisiert den Konflikt zwischen äusserem Anpassungsdruck und innerem Freiheitsdrang. In einer kraftvollen Bewegungssprache aus zeitgenössischem Tanz, Hip-Hop und Waacking werden Emotionen als «Energy in Motion» körperlich erfahrbar.
Inhaltshinweise: teilweise Nacktheit
Britta Güntert: «la macchina sfortunata»
Ein Mann fährt zum Pilzsuchen in den Wald und verschwindet spurlos. Zurück bleibt nur sein Auto am Waldrand. Zwei Jahre später fährt der Sohn denselben Wagen. Auch er kehrt nicht zurück. Ein tödlicher Sturz in den See. Zurück bleibt die Mutter. Mit der Stille. Dem Auto. Dem Unglück.
Inhaltshinweise: Trauer
Sensorische Reize: Einmalig ertönt ein lauter Alarm mit rotem Licht
Neil Höhener, Nadika Mohn: «The In Between»
«The In Between» untersucht den Körper als Leinwand für Identität, zwischen Isolation und kollektivem Ausdruck. Inspiriert von Popkultur und Authentizität, bewegt sich die Choreografie von künstlicher Starrheit zu organischer Vitalität und reflektiert die Spannung zwischen Oberfläche und Essenz.
DAS FLAMMENDE FAGOTT: «I came for you»
Mit Körper, Klang und Bewegung erforscht «I came for you» Machtstrukturen und politische Dynamiken von Mainstream-Pornografie. Räume zwischen Identifikation, Objektifizierung, Intimität und Gewalt. Das Spannungsfeld zwischen hegemonialen Blicken und emanzipatorischer Aneignung.
Inhaltshinweise: Sexuell explizite Sprache, Andeutung sexueller Bewegungen
Naomi Meyer: «Circle of Connection»
Naomi Meyers «Circle of Connection» vereint Cyr Wheel, Tanz und Akrobatik. Ihre Performance feiert die Kraft von Freundschaft, die wilde Spontaneität des Leben und die Magie des Augenblicks – humorvoll, verspielt und voller Gefühl.
commun-i-care: «Spoken Word»
Wann wird der Klang zum Wort, das Wort zur Bewegung? Wenn Worte versagen, welche anderen Kommunikationsformen können wir als Künstler und als Menschen nutzen? In dem interdisziplinären Werk untersuchen die Künstler*innen Ähnlichkeiten, Unterschiede und Übergänge zwischen Klang, Sprache und Bewegung.
Inhaltshinweise: teilweise lautes Schreien
Something divine: «Touch me Tiger»
«Touch me Tiger» ist ein physisches Theaterstück, das aus der Beobachtung des Selbst entsteht, das ständig von vorgegebenen Seinsformen beeinflusst wird. Das Kollektiv Something Divine besteht aus drei Performerinnen, die sich in einem selbstironischen gemeinsamen Raum treffen, um Geschichten zu teilen, die in ihren weiblich geborenen Körpern stecken.
Inhaltshinweise: Nacktheit
Sensorische Reize: Stroboskop
Eckstein/ Barral: «Die Erschöpfungsgeschichte»
Die theatrale Novelle «Die Erschöpfungsgeschichte» versucht ausgehend und antagonistisch zum Schöpfungsmythos einen utopischen Gegenentwurf zum westlichen Wachstums- und Erneuerungsgedanken zu formulieren. Die musikalische Lesung ist work in progress – wir zeigen einen Zwischenstand.
Antonia Joséphine Meier: «Bissig»
Treffen sich zwei Vampir*innen. Fragt die Eine: «Wie geht’s?» Darauf die Andere: «Man beisst sich so durch…» Kürzlich erfuhr die Schauspielerin Antonia J. Meier, dass sie eine Vampir*in ist. Weil sie nicht genau weiss, was sie mit dieser Diagnose anfangen soll, hat sie sich eine Bühne gesucht.
Martin Bas: «From the Depth, They who Breathes»
Diejenigen, die atmen, können das Flüstern der Gebäude nicht hören. Diejenigen, die nicht atmen, lassen ihre Worte aus den Trümmern kommen. Das Bedürfnis, den Freunden die Hand zu reichen, die angesichts der Zerstörung machtlos sind und die widersprüchlichen Sehnsüchte, die durch den Einsturz der Gebäude in der Rue d'Aubagne in Marseille ausgelöst wurden.
LaDina Bucher // LaDina Tanzcompagnie: «FEUERPROBE»
Ein Flamenco-Tanztheater, das die persönliche künstlerische Reise von LaDina Bucher erzählt, inspiriert von ihrem Kindheitstraum, Tänzerin zu werden. «FEUERPROBE» reflektiert die Höhen und Tiefen eines Lebens zwischen Kunst, Identität und gesellschaftlichen Erwartungen.
company never mind: «AGE OF DESIGN»
«AGE OF DESIGN» entwirft eine Zukunftswelt, in der Genmanipulation am Menschen zur Normalität geworden ist. Zwei Charaktere – die sich wie Zwillinge gleichen – bewegen sich im Einklang und laden auf eine Reise durch ihr Innen- und Aussenleben in dieser designten Gesellschaft ein.
ILA - Institut für Lesbische Angelegenheiten: «Wir trafen uns in einem Sommer»
Szene: Eine Verabredung im Spätsommerlicht. Kurz vor einem nahenden Wolkenbruch. Du warst schon da. Beinebaumelnd auf der Tischtennisplatte. Ich blieb stehen und betrachtete dich. Du warst sehr schön. Eine Performance zu lesbisch-queerem Coming of Age und Popkultur zwischen Fiktion und Biografie.
Inbar Elkayam: Hetz/ ץח
Ist ein Duett, das die Individualität in der Gesellschaft erforscht, wo der Wunsch nach Zugehörigkeit die Grenze zwischen freiem Willen und kollektivem Einfluss verwischt. die Grenze zwischen freiem Willen und kollektivem Einfluss verwischt und unsere gemeinsame Illusion der Wahl offenbart.
Back To Wollyhood: «undersized empire (preshowing)»
Eine sinnlich-performative Reise ins Unsichtbare: In einer installativen Versuchsanordnung zeigt Back To Wollyhood erste Fundstücke ihrer künstlerischen Forschung zu Mikroorganismen – flüchtige Bilder, Klänge und Gedanken aus einer Welt jenseits des Wahrnehmbaren.
Ailin Nolmans: «Ligamentum (Un)Vocale»
Ein performativer Versuch über verschiedene Verkörperungen, Dynamiken und Prozesse des Verlusts und der (Wieder-)Beanspruchung von Stimme und Selbstausdruck. Ein lebendiges Archiv der verlorenen und wiedergewonnenen Stimmen. Eine Partitur für das Unaussprechliche. Eine körperbasierte Ethnographie. Eine Liturgie dessen, woran sich der Körper erinnert - selbst wenn Worte versagen.
Inhaltshinweise: sexualisierte Gewalt
Sensorische Reize: die Performance ist laut
Nina Evelyn Pfüller: «Zuckerschaum»
«Zuckerschaum»: Süss wie Zucker, der auf der Zunge schmilzt, vergänglich wie der Schaum auf den Wellen– zwischen Illusion und Wahrheit entfaltet sich ein Tanz der Schönheit und Vergänglichkeit.
Ivana Balabanova (Bala Productions): «YUGO»
«YUGO» von Ivana Balabanova ist ein zeitgenössisches Performance-Stück, das die Komplexität der weiblichen Wut, einer mächtigen, oft verborgenen Emotion, die aus systemischer Unterdrückung patriarchalischer Gewalt und gesellschaftlicher Erwartungen entsteht.
Inhaltshinweise: Gewalt
Sensorische Reize: laute live Musik
Company LOOM: «Brothers and Sisters?»
Wir sind alles Menschen. Das Stück handelt von der Menschlichkeit und der Welt, in der wir leben. Menschen mit dem gleichen Hintergrund, den gleichen Traditionen und der gleichen Kultur kämpfen gegeneinander. Menschen, die einst wie Brüder und Schwestern waren.
Alex Ferro, Luca Magni: «Jasper and his last bits»
Die Bühne wird von verschiedenen Stühlen bevölkert, vielleicht auch von verschiedenen Welten? Eine Figur erscheint und beginnt sich zu erinnern, wieder zu erleben, was einmal greifbar war. Wenn auch nur für ein oder zwei Sekunden. Sie erweckt die Realität dieses längst verstorbenen Menschen wieder zum Leben. Für uns oder für sich selbst?
Manning Dong, Aleksandra Stoliarova: «Kreis 1 (in Arbeit)»
Perfektion scheint ein Fetisch unserer Gesellschaft zu sein. Dieses Thema hat für uns mit Ausgrenzung und Vorbestimmung. Warum brauchen wir bestimmte Standards und Klassifizierungen, um zu messen und berechnen? Wie wirken sich die Regeln der Perfektion auf die Fähigkeit zu sehen und zu fühlen aus?
Sensorische Reize: Ein Megafon wird genutzt, nicht sehr laut
Rebeka Mondovics, Noémi Büchi: «FOLDS»
«FOLDS» erforscht den Körper als lebendiges Archiv, in dem Erinnerung, Wahrnehmung und Raum unaufhörlich ineinander übergehen. Bewegung erscheint als flüchtige Spur der Zeit, getragen von einem stetig atmenden Gewebe aus verkörperter Erfahrung. In Zusammenarbeit mit der Komponistin und Soundkünstlerin Noémi Büchi entsteht ein fortlaufender Prozess, in dem Klang und Bewegung gemeinsam Räume von Erinnerung und Transformation öffnen.
Vanessa Spörri: «SAMASTA»
«SAMASTA» erforscht zwischenmenschliche, nichtphysische Verbindungen. Zwei Performerinnen befassen sich mit dem Einfluss verschiedener Verbindungen zwischen Menschen und machen sie mit Körper und Sprache sichtbar.
Dance Company ONE: «Lost In Transaction»
Irgendwo zwischen Minute 17 und Vernunft: die Vorstellung des bürokratischen Zirkus hinter der Warteschleifenmusik.
Sensorische Reize: teils laute Musik
Credits
- Brücki Zentrale:Philip Neuberger, Tina Mantel, Laura Serra, Liliane KochSzenerat:Lilli Unger, Irène Antonlin, Mariane Justen, Maja Renn, Dominique EnzVorstand:Aline Gia Perino, Matthias Kreinz, Manuela Runge, Dominique Enz, Viccy Link, Gina Müller, Eva Maria KüpferTechnische Leitung Aufführungsfenster:Matthias Valance
Unterstützt durch
Die Aufführungsfenster 2025 werden unterstützt von Kultur Stadt Zürich, Kanton Zürich, Migros Kulturprozent, Elisabeth Weber Stiftung, Ernst Göhner Stiftung
Simon Huggler: «Drumance»
NIKE SHENTO & Performers: «nina/traumatize me harder»
Neil Höhener, Nadika Mohn: «The In Between»
DAS FLAMMENDE FAGOTT: «I came for you»
ILA - Institut für Lesbische Angelegenheiten: «Wir trafen uns in einem Sommer»
Inbar Elkayam: Hetz/ ץח
Manning Dong, Aleksandra Stoliarova: «Kreis 1 (in Arbeit)»
Dance Company ONE: «Lost In Transaction»
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- Do. 10.09.20:00Saisonstart 2026/27
«SYNTHETIC / Artefact»Tiran Willemse
Premiere mit anschliessendem ApéroTanzNicht sprachbasiert - Sa. 12.09.10:00
«MULTIVERSE – neurodiversity in the performing arts»compagnie O. | Marie Alexis & Mona De Weerdt
Ankommen und Covid Test ab 10:00 Uhr, Start Lab ab 10:30 UhrLaborCovid Safer SpaceTeilnahme auf Einladung / Bewerbung bis zum 4. September