Direkt zum Inhalt

«Exposure»
Alexandra Bachzetsis, Cullberg

Tanz

Was sind die Beziehungen zwischen Nacktheit und Kleidung, Zärtlichkeit und Gewalt, Intimität und Entfremdung? Die Schweizer Performancekünstlerin untersucht zusammen mit der renommierten schwedischen Tanzkompanie die Art und Weise, wie wir den Körper wahrnehmen.

  • Do. 05.12.20:00 – 21:30

    Halle Ost

  • Fr. 06.12.20:00 – 21:30

    Halle Ost

  • Sa. 07.12.20:00 – 21:30

    Halle Ost

Copyright: Kristian Bengtsson, Bildmanipulation: Bodara GmbH

In «Exposure» untersucht die Performancekünstlerin Alexandra Bachzetsis zusammen mit den Tanzer*innen der schwedischen Companie Cullberg die Darstellungsstrategien des nackten Körpers in der Kunst, im Film, in der Mode und in der digitalen Kultur – und somit die dialektischen Beziehungen zwischen Nacktheit und Kleidung, Zärtlichkeit und Gewalt, Intimität und Entfremdung. 

«Exposure» umfasst Studien zu alltäglichen Gesten, zum exzessiven Körperkult im Tanz, zu intimen Begegnungen und Erschöpfungsakten. Bei der Darstellung von Nacktheit geht es hier in erster Linie um die extreme Körperlichkeit und die inszenierte Zweideutigkeit von Körperlichkeit. Das Stück legt die gesellschaftlichen Machtverhältnisse offen, die Körperdisziplin, Geschlechterdarstellungen und Sexualität im wirklichen Leben und auf der Bühne prägen. Indem die fortlaufende Performance des Körpers in der heutigen Kultur der Hyper-Sichtbarkeit neu gestaltet wird, enthüllt die Arbeit die mediale Inszenierung als Mittel zur Produktion und Verbreitung menschlicher Wünsche.

Publikumsgespräch

Im Anschluss an die Vorstellung am Freitag, 06.12., findet ein Publikumsgespräch statt mit Alexandra Bachzetsis und Fredi Fischli und Niels Olsen, den Leitern von gta exhibitions am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich. Alle Zuschauer*innen sind herzlich eingeladen. Das Gespräch findet auf Deutsch statt.

Copyright: Carl Thorborg

Copyright: Carl Thorborg

Copyright: Carl Thorborg

Copyright: Carl Thorborg

Copyright: Kristian Bengtsson

Copyright: Carl Thorborg

Copyright: Kristian Bengtsson

Copyright: Kristian Bengtsson

  • Konzept und Choreografie:
    Alexandra Bachzetsis
    Komposition und Sounddesign:
    Alban Schelbert
    Set Design:
    Ivan Wahren and Alexandra Bachzetsis
    Licht- und Videodesign:
    Ivan Wahren
    Kostüm:
    Laurent Hermann Progin with Ulla Ludwig
    Dramaturgie und Kollaborationskonzept:
    Dorota Sajewska
    Projekt- und choreografische Beratung:
    Stephen Thompson
    Tänzer*innen:
    Anand Bolder, Eszter Czédulás, Katie Jacobson, Owen Ridley-DeMonick, Noam Segal, Lilian Steiner, Vincent Van der Plas, Antoine Weil, Johanna Willig-Rosenstein
    Produktion:
    Cullberg, in collaboration with All Exclusive
    Koproduktion:
    Gessnerallee, Zürich, Kaserne Basel, Arsenic - Centre d’art scénique contemporain Lausanne
    Zusätzliche Musik in der Performance:
    Our Love (from the Amerikanische Soldat) by Antiteater, R.W. Fassbinder, Peer Raben, Ingrid Caven, Günther Kaufmann, Margrit Carstensen Our Love ℗ 1971 Kuckuck Schallplatten
    Lovin’ you Composed by Minnie Riperton and Richard Rudolph © Edition Wilhelm Hansen A/S /G. Schirmer Inc Dickiebird Music and Publishing Co. / Embassy Music Corporation represented by Bosworth Music GmbH/Wise Music Group

  • Pro Helvetia  - Schweizer Kulturstiftung, Kanton Zürich, Stadt Zürich Kultur

  • Cullberg ist die nationale und internationale Repertoire-Tanzkompanie für zeitgenössischen Tanz in Schweden. Gemeinsam mit Choreograf*innen und ihren Teams aus der ganzen Welt erforschen sie Ideen, wie Tanz definiert, produziert und präsentiert werden kann. Der Kern der Kompanie besteht aus 17 Tänzer*innen, die eine zentrale Rolle in den Kreationen spielen. Cullberg wird von der künstlerischen Leiterin Kristine Slettevold und der Geschäftsführerin Stina Dahlström geleitet und gehört zum Riksteatern, dem schwedischen Nationaltouring-Theater.

    Alexandra Bachzetsis ist Choreografin und bildende Künstlerin und lebt in Zürich (CH). Ihre Praxis entfaltet sich an der Schnittstelle von Tanz, Performance, Bildender Kunst und Theater und schafft eine Verschmelzung der Räume, in denen sich der Körper als künstlerischer und kritischer Apparat manifestieren kann. Dieser grundsätzlich interdisziplinäre Ansatz spiegelt sich in ihrem Ausbildungshintergrund wider. Sie studierte und absolvierte das Zürcher Kunstgymnasium (CH), die Dimitrischule in Verscio (CH), das Performance Education Program am STUK-Kunstzentrum in Leuven (BE) und bildete sich anschliessend am Das Arts, dem Advanced Research in Theatre and Dance Studies Centre in Amsterdam (NL) weiter.

Mehr Veranstaltungen

Zur Programmübersicht