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Wochenbrief

Carolina Bianchi in Zürich

Radikal und poetisch: Mit «CADELA FORÇA TRILOGY – Chapter I: The Bride and The Goodnight Cinderella» schafft die brasilianische Künstlerin ein international gefeiertes Theatererlebnis, das sich mit der Gewalt an Frauen infolge von K.-o.-Tropfen auseinandersetzt. Wochenbrief #72

Team Gessnerallee, 11. März 2026

Liebe Besucher*innen der Gessnerallee, liebe Künstler*innen

«Ein Theaterabend, der sprachlos macht», «radikales Theater, das weit über persönliche Traumata hinausgeht», «über die Möglichkeiten des Theaters und seine Grenzen», «zwischen Erzählung und Performance lässt das Stück über geschlechtsspezifische Gewalt niemanden unberührt» – «CADELA FORÇA TRILOGY – Chapter I: The Bride and The Goodnight Cinderella» der brasilianischen Autorin und Regisseurin Carolina Bianchi hat seit seiner Premiere 2023 beim Theaterfestival in Avignon die internationale Presse bewegt.

Nicht ohne Grund: Das Stück ist ein poetischer Abend am Rand des menschlichen Abgrunds und verhandelt die brutale Gewalt an Frauen infolge von K.-o.-Tropfen. Das Publikum erwartet eine vielschichtige Collage aus Geschichten, Bildern und Figuren der Kunstgeschichte, durch die sich die Komplexität im Umgang mit diesen grausamen Erfahrungen entfaltet.

Am Sonntag, 29. März, kommt die international gefeierte Produktion endlich nach Zürich. Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets!

Miriam Walther, Co-Intendantin der Gessnerallee, hat Carolina Bianchi vor wenigen Wochen zu einem Gespräch getroffen. Darin spricht die gefeierte Künstlerin über ihren internationalen Durchbruch, ihren Werdegang und ihre künstlerische Praxis. Es geht um Theater als existenzielle Notwendigkeit und als Raum unendlicher Möglichkeiten; Verwirrung als Perspektive und Freundschaft als Überlebensstrategie.

Jetzt online lesen auf unserer Website oder in der 7. Ausgabe unserer Zeitung (Bestellungen an: zeitung@gessnerallee.ch).

Copyright: Bea Borgers

Jetzt zum wöchentlichen Überblick über Programmpunkte, Zeitungsartikel, Neuigkeiten und alles, was wir mit Ihnen teilen wollen.

Programm

«spooning&entre.les.montagnes», Sami Lea Samira Bernath

Freitag, 13. März, 18 Uhr

«spooning&entre.les.montagnes» ist ein Stück über das Vergessen, das Verdrängen und Möglichkeiten des Erinnerns. Sami Lea Samira Bernath löst das «Löffelä», ein Begleitinstrument, das Teil der heutigen traditionellen Schweizer Musik ist, aus seinem Kontext und begibt sich aus queerer Perspektive auf die Suche nach Durchlässigkeit und Offenheit. Eintritt frei. Mehr Informationen

«SCHÄLLEWIIBER», Pop-Up Mountain Company
Freitag, 13. März, 18 Uhr

Eine herzzerreissende «Coming of Age»-Geschichte zwischen Berg und Tal, die durch queere Tragik den Blick auf patriarchale Traditionslinien und die Logik von Ausschluss und Zugehörigkeit schärft. Eintritt frei. Mehr Informationen

«IN THE BRAIN» von Shechter II (GBR), Hofesh Shechter

Freitag, 13. März, und Samstag, 14. März, 20 Uhr 

Hofesh Shechter, bekannt für die hohe Intensität und Dynamik seiner charakteristischen Ensemblearbeit, entwickelt mit seiner Junior Company ein abendfüllendes Stück, das im Rahmen von Steps Weltpremiere feiert. Zusammen mit den 8 Performer*innen untersucht der in Grossbritannien ansässige Choreograf die Freiheit, die Energie und die Intimität, die sowohl in der Clubkultur als auch im zeitgenössischen Tanz zu finden sind: ein kollektives Erlebnis für alle Sinne. Die Veranstaltungen sind ausverkauft. Es gibt wenige Restkarten an der Abendkasse.

«valse, valse, valse – Kurzversion und Workshop», Johanna Heusser
Samstag, 14. März, 17 Uhr

Walzer mal anders: Im Rahmen von Steps kreiert die Basler Choreografin Johanna Heusser aus ihrem bestehenden Stück «valse, valse, valse» ein 15- bis 20-minütiges Duett, das abseits der klassischen Bühne passiert. Umrahmt von einem partizipativen, circa 40-minütigen Workshop ermöglicht die Kurzversion einen spielerischen Zugang zur Kunst des Walzer-Tanzens. Ein Mini-Tanzkurs für alle – die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch nur mit Anmeldung möglich. Mehr Informationen

«Dances Like a Bomb» von Junk Ensemble (IRL), Jessica und Megan Kennedy

Mittwoch, 18. März, 20 Uhr

Ein kraftvolles und berührendes Duett zum Thema Altern und Fürsorge. Hinter der erfolgreichen Produktion stecken die irischen Zwillingsschwestern Jessica und Megan Kennedy von Junk Ensemble. Gemeinsam mit den Performer*innen haben sie ein Tanztheater geschaffen, das Einblick in die Beziehung zweier älterer Menschen gibt: Die ehemalige Pina-Bausch-Tänzerin Finola Cronan und der Schauspieler Luc Dunberry treffen in einem dunklen Raum aufeinander. Was sich im Verlaufe der folgenden Stunde entfaltet, ist eine unterhaltsame Abfolge kurzer Szenen, die in einen hingebungsvollen und berührenden Tanzabend münden: mal theatral, dann verletzlich und nicht selten urkomisch. Die Veranstaltung ist ausverkauft. Es gibt wenige Restkarten an der Abendkasse.

«CADELA FORÇA TRILOGY – Chapter I: The Bride and The Goodnight Cinderella» von Carolina Bianchi Y Cara de Cavalo

Sonntag, 29. März, 18 Uhr

Ein poetischer Abend in den menschlichen Abgrund, der die brutale Gewalt an Frauen infolge von K.-o.-Tropfen verhandelt. Das Theaterstück der brasilianischen Regisseurin Carolina Bianchi ist in seiner Verletzlichkeit und enormen Wucht eine radikale Reflexion über die Gewalt gegen Frauen, die Kunst und den Tod. Endlich kommt die international gefeierte Produktion nach Zürich. In eine Stadt, die die verhandelte Thematik mitten ins Herz trifft. Zu den Tickets

Copyright: Christophe Raynaud de Lage

Zeitung

Verwirrung ist die Perspektive

«Wir alle leben in einem ständigen Konflikt mit unserer eigenen Moral. In meiner Arbeit ist diese moralische Krise omnipräsent», sagt die Künstlerin Carolina Bianchi im Interview mit Miriam Walther. Zum Beitrag

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 

Das Team der Gessnerallee

Copyright: Hannah Gottschalk

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