«Status Lab»
SICK! Festival
Das Status Lab ist ein neues internationales Förderprogramm, das sechs engagierte Künstler*innen aus Grossbritannien, Irland und der Schweiz zusammenbringt. Die erste Residenz findet an der Gessnerallee statt.
Mo. 24.08. – Fr. 28.08.
Südbühne
Residenz
Das Status Lab ist ein neues internationales Förderprogram, das sechs sozial engagierte Künstler*innen aus Grossbritannien, Irland und der Schweiz zusammenbringt. Über einen Zeitraum von elf Monaten werden die Künstler*innen sowohl einzeln als auch gemeinsam arbeiten – online und im Rahmen von Residenzen in Zürich, Manchester und Dublin.
Die sechs teilnehmenden Künstler*innen sind Sarah Blanc und Felix Mufti (Grossbritannien), Joan Somers Donnelly und Jack Reardon (Irland) sowie Lyn Bentschik und Declan Whitaker (Schweiz).
Durch Begegnungen mit Künstler*innen, Aktivist*innen, Gemeinschaften, politischen Entscheidungsträger*innen, Lehrkräften und anderen schafft das Programm einen Raum, um zu erforschen, wie sozial engagierte künstlerische Praxis auf die Welt um uns herum reagieren kann. Gemeinsam werden die Künstler*innen darüber nachdenken, wann wir Zeit zum Nachdenken brauchen, wann wir handeln müssen und welche Arten von Performances, Werkzeugen und Plattformen den aktuellen Bedürfnissen der Gemeinschaften gerecht werden könnten.
Die erste Residenz findet im August 2026 an der Gessnerallee in Zürich statt, gefolgt von Residenzen im Lowry in Manchester im November 2026 und im Project Arts Centre in Dublin im Februar 2027.
- Leitung:SICK!Künstler*innen:Sarah Blanc, Felix Mufti, Joan Somers Donnelly, Jack Reardon, Lyn Bentschik, Declan WhitakerKünstlerische Begleitung:Brian Lobel, Sheila GhelaniIn Kooperation mit:Lowry (UK), Project Arts Centre (Ireland), Gessnerallee (Switzerland), Kaserne (Switzerland)
Das Status Lab ist ein internationales Förderprogramm, das sozial engagierte Künstler*innen dabei unterstützt, ihre künstlerische Praxis durch Austausch, Experimentieren und gemeinsames Forschen weiterzuentwickeln. Das Programm bringt Künstler*innen aus drei verschiedenen nationalen Kontexten zusammen und schafft nachhaltige Möglichkeiten für den Dialog über künstlerische, soziale und institutionelle Bereiche hinweg. Im Mittelpunkt des Programms steht die Frage: Wie schaffen wir Kunst im Hier und Jetzt?
Lyn Bentschik (CH) ist ein*e queere*r, crip und neurodivergente*r Schweizer Multimedia-Künstler*in mit einem Hintergrund in Tanz, Choreografie und Langzeit-Performancekunst. Lyn hat einen MA in Choreografie von der ZHdK Zürich und einen BA in zeitgenössischer Tanzperformance von der Uniarts Stockholm und hat sich am Marina Abramović Institute in Langzeit-Performancekunst weitergebildet. Lyns Arbeit wurde mit dem Tanzpreis der Stadt Zürich (2020), dem PREMIO-Newcomer-Preis für die Produktion «Transreal Spaces» (2021) und dem Förderpreis der Stadt Winterthur (2024) ausgezeichnet. Von 2025 bis 2026 ist Lyn Associated Artist bei Tanzplan Ost und entwickelt derzeit mehrere Werke, die sich mit dem Thema chronischer Schmerz auseinandersetzen. They lebt mit ihrer Familie in Winterthur.
Declan Whitaker (CH) ist ein in Basel ansässiger Tänzer und Choreograf. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich häufig mit ästhetischen Konventionen und der Grenze zwischen Fantasie und Realität. Zuletzt brachte er «Away with the Faeries» in der Kaserne Basel zur Uraufführung, ein Stück, das Declans Geschichte mit dem irischen Tanz anhand der Figur der Fee neu interpretierte. Seine Arbeiten wurden unter anderem auch im Tanzhaus Zürich, im PACT Zollverein, im The Place und in der Kunsthal Charlottenborg gezeigt. 2019 war Declan Teil von danceWEB bei Impulstanz und 2026 Teil von ATLAS. Als Mitglied des Kollektivs «The Field» trat Declan in Werken von Meg Stuart, Simone Aughterlony, Isabel Lewis und Ofelia Jarl Ortega auf. Außerdem arbeitet Declan regelmässig mit Frédéric Gies zusammen und trat in Werken von Martin Forsberg und Martina Sofie Wildberger auf. Er hat einen Master-Abschluss von «The Place» und absolvierte weitere künstlerische Ausbildungsgänge an der UniArts in Stockholm.
Felix Mufti (UK) ist ein aus Liverpool stammende*r Autor*in, Performer*in und sozial engagierter Künstler*in. Felixs Arbeit erstreckt sich über Theater, Film und partizipative Praktiken und konzentriert sich auf das Leben der Arbeiterklasse, queere Erfahrungen und gemeinschaftliches Geschichtenerzählen. Zu Felixs Werken gehört der von BFI x Film Hub North geförderte Kurzfilm «Lonelier Than Love», in dem Felix auch selbst mitspielt. Der Film feierte seine Premiere beim BFI Flare und beschäftigt sich mit den Kreisläufen der Sucht. Derzeit entwickelt Felix «Goths, Mings and Scruffs», ein vom Arts Council England gefördertes Buchprojekt, das sich mit Jugendobdachlosigkeit und marginalisierten Jugendkulturen auseinandersetzt, sowie ein Programm kreativer Workshops, das gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt wird, die direkt von diesen Themen betroffen sind.
Sarah Blanc (UK) ist eine irische Choreografin, Performerin und Regisseurin mit Sitz in London sowie künstlerische Leiterin von Moxie Brawl, einer temperamentvollen, inklusiven Tanztheatergruppe, deren Stücke sogar deiner Mutter gefallen würden. Ihre Arbeit umfasst Choreografie, Theater und Humor und setzt sich häufig mit Klassenunterschieden, Identität, Politik und gelebten Erfahrungen auseinander. Zu ihren Werken zählen «Punk Alley», «My Feminist Boner» und «History of Ireland» sowie Choreografien und/oder Regiearbeiten für Künstler wie Bryony Kimmings und Dan Daw. Derzeit entwickelt sie «Council Estate Princess», ein neues Solo, das sich mit dem Aufwachsen als «Proddy» in einer katholischen Sozialbausiedlung in Irland befasst und das sie im Rahmen des Status Lab weiterentwickeln wird.
Jack Reardon (IRL) ist ein multidisziplinärer Künstler, der im Theater- und Filmbereich tätig ist und dessen Schwerpunkt insbesondere auf der Einbindung der Gemeinschaft liegt. In seiner Arbeit arbeitet er mit Gemeindegruppen und Organisationen im Rahmen von Interviews und Workshops zusammen, um die zufällige Poesie in der Alltagssprache zu entdecken. Jack erschafft Welten und Figuren, die von seinen Recherchen inspiriert sind, und versucht dabei, Gemeinschaften zu beleuchten, von denen wir glauben, sie zu kennen, die wir aber selten zu Wort kommen lassen. Zu Jacks Theaterarbeiten zählen «1984» (Hackney Town Hall), «Dear Tottenham“ (Lyceum Theatre, West End), «From Out the Land» (Preisträger des ART2023 Open Call), «Der Glöckner von Notre-Dame» (Preisträger des In the Open/Faoin Spéir-Programms) sowie «PUCKED» von Cathal Ryan (nationale Tournee). Jack war Artist in Residence beim Clonmel Junction Arts Festival (2019–2024) und hat kürzlich am Bush Theatre und am Young Vic Theatre in London neue Stücke entwickelt.
Joan Somers Donnelly (IRL) ist eine in Dublin lebende*r Künstler*in. Joans Arbeiten basieren auf kollaborativen Performance-Formen. Joans Hauptanliegen ist, bestehende soziale Strukturen zu hinterfragen und noch nicht existierende zu schaffen, wobei Joan Live-Situationen als Testfeld für Experimente mit unterschiedlichen Beziehungsformen nutzt. Ein Grossteil von Joans Arbeit in den letzten Jahren konzentrierte sich auf die Schaffung von Rahmenbedingungen für Austausch und Zusammenarbeit, wie beispielsweise die Gruppenimprovisationspraxis «messing», die Plattform für Experimente in der Eins-zu-Eins-Zusammenarbeit «You and Me», einen «Anger Club» sowie einen Raum zum Austausch von Praktiken für Frauen und genderqueere Künstler*innen namens «In practice(s)». Joans jüngstes Projekt war das auf Improvisation basierende Co-Creation-Projekt «when the world shifts», das in Zusammenarbeit mit Menschen mit Hirnverletzungen und einem multidisziplinären Künstlerteam in Partnerschaft mit Headway Ireland entstand. Joans aktueller Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau einer Gemeinschaft für Improvisationspraxis, die eine vielfältige Bandbreite an Bewegungs- und Kreativschaffenden dabei unterstützt, eigene Idioästhetik zu erforschen, Performance-Praktiken weiterzuentwickeln und zu ko-kreativen Projekten beizutragen.Arts Council England, Manchester City Council, The Arts Council / An Chomhairle Ealaíon, Pro Helvetia
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