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Backslash Festival

«This resting, patience»
Ewa Dziarnowska

Tanz

Drei Stunden Tanz als radikale Hingabe an den Körper, an Zärtlichkeit und eine Zukunft in der Schwebe. Zwei Performerinnen lassen sich in erlesener Dramaturgie durch widersprüchliche Gefühlslagen treiben.

  • Fr. 22.11. 18:00 – 21:00

    Südbühne

  • Sa. 23.11. 18:00 – 21:00

    Südbühne

Tanz wird hier nicht als entfremdetes Spektakel inszeniert, sondern vielmehr als Form der Geselligkeit. Copyright: Spyros Rennt / Bildmanipulation: Bodara GmbH

«This resting, patience» ist zugleich ein gespenstisches Archiv brach liegender Sinnlichkeit, installatives kinetisches Fade-out und somatischer (Strip-)Tease. Voll von Anziehung, selbst gewählter Objektivierung, Nähe und Ästhetiken des Entblössens. 

In der über drei Stunden andauernden Performance stellen Ewa Dziarnowska und Leah Marojević die Erwartungen an die Passivität von Installationen infrage und unterwandern gleichzeitig die zeitlichen und dramaturgischen Auflösungen von Aufführungen. Tanz wird nicht als entfremdetes Spektakel inszeniert, sondern vielmehr als Form der Geselligkeit – zeitlos und demokratisch. Mit radikaler Hingabe an den Körper entwirft «This resting, patience» eine Zukunft, die ewig in der Schwebe bleibt und sich ständig neu entfaltet – ganz und gar zärtlich, verzaubernd und zugewandt.

Barrierefreiheit

«This resting, patience» ist eine circa dreistündige Langzeitperformance. Das Publikum kann den Raum jederzeit verlassen und wieder zurückkommen.

Der Sound der Performance bewegt sich graduell zwischen Momenten völliger Stille und Szenen in Party-Lautstärke (bis zu 100 dB). Es werden keine starken Lichtwechsel (wie Stroboskoplicht) eingesetzt, jedoch gibt es zeitweise flackerndes fluoreszierendes Licht.

Als Sitzmöglichkeiten gibt es Holz-Klappstühle mit Lehne sowie eine begrenzte Anzahl an Sitzsäcken. Zu Beginn der Vorstellung reicht die Anzahl der Stühle nur für zwei Drittel des Publikums. Im Verlauf der Performance kommen weitere Stühle hinzu. Es ist möglich, auf dem Boden zu sitzen und den Platz zwischendurch zu wechseln. Personen mit Barrierefreiheitsbedarf können sich vorab unter barrierefreiheit@gessnerallee.ch oder am Abend beim Einlasspersonal melden.

Die Performer*innen interagieren immer wieder auf sanfte Weise mit dem Publikum. Dabei kann es zu Ansprachen und Berührungen kommen.

Copyright: Spyros Rennt

Copyright: Spyros Rennt

Copyright: Spyros Rennt

Copyright: Spyros Rennt

  • Die Tänzerin und Choreografin Ewa Dziarnowska lebt in Berlin und arbeitet international. Ihre jüngsten Projekte und «Untitled.Solo» beschäftigen sich mit den Ideologien von improvisatorischen Prozessen und verkörpertem Wissen, um dem vorherrschenden Bedürfnis nach Rationalität, Linearität und Sinnstiftung entgegenzuwirken. Sie interessiert sich für die poetische Dimension des Tanzes, die ihm innewohnende Sinnlichkeit sowie für die Freude und den Schmerz, die er mit sich bringt. Wild, rau und ungeschliffen, aber nicht ohne Präzision und Expertise in Bewegungstechnik(en), hinterfragt ihre Praxis die Art und Weise, wie Tanz im Kontext bürgerlicher Theaterkonventionen und produktorientierter Unterhaltungsindustrie zirkuliert. Ewa ist Absolventin der SEAD, Salzburg, und des HZT Berlin und Stipendiatin des DanceWEB 2015. Als Performerin hat sie zuletzt mit Alex Baczyński-Jenkins, Michele Rizzo und Enad Marouf gearbeitet.

  • Von:
    Ewa Dziarnowska
    Mit:
    Leah Marojević
    Sounddesign:
    Krzysztof Bagiński
    Lichtdesign:
    Jacqueline Sobiszewski
    Kostüm/Styling:
    Nico Navarro Rueda, Franziska Acksel
    Dramaturgische Begleitung:
    Jette Büchsenschütz
    Künstlerischer Austausch:
    Suvi Kemppainen
    Fotos:
    Spyros Rennt
    Videodokumentation:
    Margarita Maximova
    Dank an:
    Maciej Sado
  • Eine Produktion von Ewa Dziarnowska in Koproduktion mit Sophiensæle. Die 33. Tanztage Berlin sind eine Produktion der Sophiensæle. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von Tanzfabrik Berlin e. V., Theaterhaus Berlin Mitte.

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