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«PERSPECTIVES»
Anna Chiedza Spörri

Tanz

Wie lassen sich die Erfahrungen von Rassismus und rassistischen Mikroaggressionen mitteilen? In dieser Performance werden HipHop und zeitgenössischer Tanz, Spoken Word und Beats zu kraftvollen Werkzeugen der Auseinandersetzung mit Diskriminierung. 

  • Mi. 19.03. 19:00 – 20:00

    Halle Ost

  • Do. 20.03. 19:00 – 20:00

    Halle Ost

Copyright: Laura Gauch

«PERSPECTIVES» ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit individuellen und kollektiven Erfahrungen von Rassismus in Form von Mikroaggressionen. 

Manchmal fallen sie aus dem Nichts, manchmal sind sie vorherzusehen. Einige prallen ab, andere treffen dich. Es sind Blicke, Gesten und Äusserungen im Alltag, die angreifend und übergriffig sind. Und dann weichst du aus oder ignorierst, überhörst, ärgerst dich, lässt es vorbeiziehen, stellst dich entgegen. Nur ganz entziehen kannst du dich nicht. Sie verletzen, stören und machen dich wütend. Sie stehen im Weg, quetschen ein, reiben auf, platzen. Und hinterlassen ihre Spuren.

Die unterschiedlichen Perspektiven auf die Thematik werden durch HipHop und zeitgenössischen Tanz, dialogartige Szenen, Spoken Word und eigene Beats schonungslos und kraftvoll zum Ausdruck gebracht und schaffen Raum für Konfrontation, Auseinandersetzung und Verletzlichkeit.    

Nachgespräch

Am Mittwoch, den 19. März, findet im Anschluss an die Vorstellung ein Nachgespräch statt. Nutze die Gelegenheit, mehr über die Künstler*innen, ihre Arbeitsweisen und die in «PERSPECTIVES» behandelten Themen zu erfahren.

Das Gespräch wird von Naomi Bögli vom café révolution moderiert und findet in deutscher, schweizerdeutscher und englischer Lautsprache statt.

Die Teilnahme am Gespräch ist kostenlos. Es dauert etwa 60 Minuten und erfordert keine Anmeldung.

Informationen zu Barrierefreiheit und Sprache 

Die Performance beinhaltet Schweizerdeutsch und Englisch gesprochener Text (spoken word). Im Stück werden rassistische Mikroaggressionen reproduziert und könnten deshalb bei von Rassismus-betroffenen Menschen Unwohlsein auslösen.

Leichte Sprache

  • PERSPECTIVES ist englisch.

    Man spricht es so aus: perspektifs.

    Das bedeutet auf Deutsch: Sicht·weisen.

    Das Stück handelt von Rassismus.

    Es geht um kleine Dinge, 

    die Menschen mit anderer Haut·farbe verletzen. 

    Blicke oder Worte können verletzen.

    Manchen Menschen wehren sich.

    Manche Menschen wehren sich nicht.

    Die Künstlerin Anna Chiedza Spörri zeigt verschiedene Erfahrungen 

    mit Tanz, Musik und Sprache. 

    Sie möchte, dass die Zuschauer*innen über das Themen nachdenken.

Zu den Künstler*innen

  • Das Team

    Für diese Produktion arbeitet Anna Chiedza Spörri mit einem mehrheitlich BIPoC (Black and Indigenous People of Color) Team. Für Anna ist die künstlerische Zusammenarbeit mit von Rassismus betroffenen Menschen bei dieser Produktion essenziell, da «PERSPECTIVES» von rassistischen Erfahrungen erzählt. So schafft sie einen Safer Space für die Menschen, die ihre persönlichen Geschichten in dieser Produktion erzählen und auf die Bühne bringen.

    Anna Chiedza Spörri lebt in Bern und arbeitet als Tänzerin, Choreografin und Aktivistin. Sie fokussiert sich mit ihrer tänzerischen vielfältigen Erfahrung und akademischen Ausbildung in Sozialanthropologie auf aktivistische Kunst. Sie fusioniert ihre Tanzstile, arbeitet mit Text und Spoken Word. Sie setzt sich oft mit Identitätsfragen auseinander, vertieft sehr persönliche Themen und schafft eine Intimität mit ihren Stücken, die zur Hinterfragung der eigenen Normen ermutigt. Anna reflektiert in ihrer Kunst ihre Realitäten und will Zugang für POC Kunstschaffende Menschen schaffen wie auch Empowerment fördern. Ihr aktuelles Projekt PERSPECTIVES ist eine Zusammenarbeit mit dem café révolution und eine Koproduktion mit dem Schlachthaus Theater Bern und wurde bereits im Rahmen des OH BODY Festivals 2021 wie auch im Rahmen von PREMIO 2022 im Zeughaus Kultur Brig als Work in Progress gezeigt.

    Eshidoreen Paradiso ist eine Tanzkünstlerin, Aktivistin und Choreografin aus Oslo, Norwegen. Sie absolvierte eine Tanzausbildung in Paris an der Schule «Juste debout», wo sie Kenntnisse über die «Streetdance» Kultur erwarb. Seitdem hat sie in Battles, Theaterstücken und darstellenden Künsten mitgewirkt. Sie ist eine aktive Mitgründerin oder performative Tanzkünstlerin in verschiedenen künstlerischen Kontexten. Sie beteiligt sich an künstlerischen Projekten für Bühnen, die sowohl national als auch international präsentiert werden, und kreiert diese. Sie ist Mitglied der «Sister Sister Crew» und des Tanzkollektivs "bseksten" mit 22 Schwarzen Frauen.

    Sophie Chioma Gerber hat direkt nach dem Sport-Gymnasium mit dem Schwerpunkt Tanz ihre Ausbildung an der Höheren Fachschule für zeitgenössischen und urbanen Bühnentanz angefangen. Sie hat während dieser Zeit intensiv getanzt und sich in diversen Stilen weitergebildet. Ihre tänzerische Diversität macht sie einzigartig, von Hip Hop, Jazz Contemporary bis zu Fusion und Modern kann sie alles bieten. Bereits als fünfjährige hat sie an der Berner Tanzschule New Dance Acadamy mit dem Tanzen angefangen. Mittlerweile gibt sie diverse Stunden und Stellvertretungen in der Region Bern. Seit zwei Jahren ist sie aktiv als professionelle Tänzerin überall in der Schweiz unterwegs und hat schon in diversen Produktionen mitgewirkt.

    Gifti Tekako ist eine Tänzerin in Bern, die als Kind die Leidenschaft für Hip Hop entdeckte, sei es in Musik oder Tanz. Es ist ihr sehr wichtig für ein Stück zu tanzen, mit dem sie sich identifizieren kann. Gifti tanzte in einigen Stücken von Anna Chiedza Spörri, sowie in «A seat at the table» im Rosengarten, von Anna Chiedza Spörri und Rena Brandenberger. Im Jahr 2022 nahm sie an einem Tanzprogramm an der «Ecole des Sables» in Toubab Dialaw, Senegal, teil und lernte einiges über die Acogny-Technik von Germaine Acogny, unterrichtet von Alesandra Seutin und über Sabar, den traditionellen Tanz des Senegal. Gifti bildet sich laufend weiter, unter anderem wird sie demnächst im Rahmen der Produktion «Far from Home» der Company Alleyne Dance ein Internship machen.

Credits

  • Künstlerische Leitung & Choreografie:
    Anna Chiedza Spörri
    Tanz:
    Anna Chiedza Spörri, Sophie Chioma Gerber, Gifti Tekako, Eshidoreen Paradiso
    Rahmenprogramm:
    café révolution (Mona-Lisa Kole, Naomi Chinasa Bögli & Pascale Altenburger)
    Produktionsleitung:
    Andrea Grossenbacher & Gifti Tekako
    Szenografie:
    Harumi Mumenthaler, Anna Chiedza Spörri, Gaëlle da Costa
    Musik:
    Kadjali Kaba «Kali»
    Kostüm:
    Gaëlle da Costa
    Technische Leitung:
    Daniel Tschanz
    Technische Assistenz:
    Ariadna Martinez
    Oeil Extérieur:
    Johanna Hilari, Rena Brandenburger, Sarafina Beck
    Assistenz:
    Simisola Oke, Earle Garnette

Unterstützt durch

  • Stadt Bern, SWISSLOS/Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern

    Koproduziert mit: Schlachthaus Theater Bern & café révolution

Copyright: Laura Gauch

Copyright: Laura Gauch

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